Schlagwort: heiraten

  • Hochzeitslisten – Hochzeitsgeschenke

    Hochzeitsgeschenke – Hochzeitslisten und Wunschgeschenke

    Vier Standmixer, drei Vasen aus Muranoglas, zwei Topf- und Pfannensets und viele weitere mehr oder weniger erwünschte Hochzeitsgeschenke auf dem Gabentisch – dieses Szenario gehört schon lange der Vergangenheit an. Mit einer Hochzeitsliste wissen Verwandte und Freunde, was ihr euch wünscht. Die Gäste können sich bequem das passende Geschenk aussuchen und ihr wiederum könnt euch über jedes Wunschgeschenk freuen. Doch was tun, wenn der gemeinsame Haushalt bereits gut ausgestattet ist, aber das Hochzeitsbudget schmal ist?

    Zögert nicht, eure Hochzeitsgäste zu bitten, euch Geldgeschenke zu machen. Es ist heute durchaus üblich, dass das Brautpaar mit einem netten Gedicht in den Hochzeitseinladungen um eine finanzielle Beteiligung an Hochzeitsfest oder Hochzeitsreise bittet. Seid ihr finanziell gut ausgestattet und wünscht ihr euch etwas Besonderes? Gebt euren Hochzeitsgästen die Gelegenheit, etwas zu schenken von dem sie wissen, dass ihr es mögt und wertschätzen werdet. Beauftragt einen Handwerker oder Künstler damit, etwas anzufertigen, das ihr ein Leben lang verwenden könnt. Lest in unseren Tipps zum Schenken und Beschenken über Geschenke, die Freude machen!

    Liebevolle und aufmerksame Hochzeitsgeschenke – darüber freut sich jedes Brautpaar!

    Schenken macht glücklich – die Beschenkten, aber auch die, die verschenken!

     

    Geldgeschenke zum Hochzeitsfest – wie viel Geld ist angemessen?

    Gabentisch füllen bequem vom Sofa aus: Die Online Hochzeitsliste!

    Hochzeitsgeschenk andersrum: Das Brautpaar sagt „Danke, dass ihr mit uns feiert!“

  • Hochzeitsbräuche – just married – Morgengabe

    Hochzeitsbräuche – just married – Morgengabe

    Hochzeitsbräuche – Just Married!

    Just Married

    Aus Übersee importiert wurde der Brauch, das Auto des Brautpaars mit  der Aufschrift „Just Married“ zu verzieren. Das Brautpaar wird von seinen Freunden & Verwandten sehr lautstark auf den Lebensweg geschickt, indem man ihm zahlreiche alte Dosen und Schuhe an die hintere Stoßstange des Autos bindet – zusätzlich wird dann noch ein Schild mit „Just Married“ am Auto befestigt. Der Lärm soll die Armut und die Bösen Geister für immer vertreiben.

    Just Married Hochzeitsauto

    Das „Wiegenholzführen“

    Das „Wiegenholzführen“ reihte sich unmittelbar an die Hochzeitsfeier. Hochzeitsführer und Gäste suchten im Wald einen Baumstamm, der unter Späßen ins Hochzeitshaus gebracht wurde. Wurde dieses vorerst versperrt, so schnitten die Männer draußen eine Scheibe vom Stamm ab und reichten die Holzstücke durch Fenster und Tür ins Haus. Der Brautführer musste damit die Braut „messen“. Da der Stamm meist einen genügend großen Umfang hat, wird beim Vergleich mit der Taille der Braut befriedigend festgestellt, dass die aus dem Baumstamm zu fertigende Wiege groß genug für Zwillinge wäre. In der Oststeiermark und dem Burgenland steht dieser Brauch im Zusammenhang mit dem „Blochziehen“ (das gehört wiederum zum Faschingsbrauchtum).

    Über die Schwelle tragen

    Hat das frischvermählte Paar die Hochzeitsfeier glücklich hinter sich gebracht, so kommt auf den Bräutigam nur mehr eine Kleinigkeit zu, die er aber sicherlich gerne auf sich nehmen wird.
    Wenn beide das erste Mal gemeinsam die neue Wohnung betreten, so muss der Bräutigam seine Braut über die Schwelle tragen. Dies hat der Überlieferung nach den Sinn – die Geister dahingehend zu täuschen, dass nur eine Person die Wohnung betritt.

    Die Morgengabe

    Nach der Hochzeitsnacht überreicht der Bräutigam seiner Braut die Morgengabe. Früher wurden der Braut in Adelskreisen Güter, Burgen und Ländereien zum Geschenk gemacht. Heute schenkt der Bräutigam eher goldene Schmuckstücke, Colliers oder Ohrgehänge. Natürlich darf auch die Braut dem Bräutigam eine Morgengabe überreichen.

  • Hochzeitsbräuche – Hochzeitstraditionen

    BRAUCHTUM & HOCHZEITSSPIELE
    Rund um die Ehe gibt es jede Menge Bräuche, Traditionen und Aberglauben. Bräuche prägten seit jeher die Art und Weise der Eheschließung, sei es aus Aberglaube oder dem Hochhalten alter Überlieferungen. Hochzeitsbräuchen kommt heute oft keine tiefere Bedeutung mehr zu, gerne werden sie in Stadt und Land zur Auflockerung der Hochzeitsfeier verwendet. Geboren aus dem Streben, böse Geister zu vertreiben, gehört etwa ein Polterabend oder Junggesellenabschied zur Hochzeit einfach mit dazu. Wir bringen euch hier die historischen Hintergründe des Heiratens näher und geben euch Anregungen, wie ihr Bräuche, Traditionen und Spiele in euer Hochzeitsfest einfließen lassen könnt.

    Bald ist es soweit!



    Lasst es krachen ihr Junggesellen und -gesellinnen!

    Erfülltes Liebesleben, Eheglück und Harmonie … einige bei uns nicht ganz so bekannte Bräuche!

    Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag: Jubiläen und ihre Bedeutung.

    So unterhaltet ihr eure Gäste während ihr selbst anderes zu tun habt!

     

    Mit diesen Spielen brecht ihr das Eis und sorgt für super Stimmung!

     

    Von Anfang an führt der Hochzeitslader Regie.


    Mit diesen Spielen haben eure kleinen Gäste richtig viel Spaß!

     

    Anregungen, damit die Trauung nicht aus dem Rahmen fällt.

    Wer mit wem … wie es sein soll und es sich gehört!

    Eine Brautparty stimmt die Braut und ihre Mädelsrunde auf die Hochzeit ein!

    Traditionen für ein wundervolles Hochzeitsfest.


    Nach der Hochzeitsfeier geht es lustig weiter…

    Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde … oder etwa doch nicht?

    Baumsägen und andere Hochzeitsspiele aus dem Brauchtum.

    HOCHZEITSMUSEM: HISTORISCHES & TRADITIONEN

    Es war nicht immer so, dass die Liebe die Basis für die Heirat bedeutete. Bis ins letzte Jahrhundert hinein waren es finanzielle und wirtschaftliche Gründe, die die Menschen zur Heirat bewegten. Oft wurde die Hochzeit schon von den Eltern beschlossen. Heute ist das Wichtigste, dass zwei Menschen in Liebe zueinander stehen und ihre Leben miteinander in Einklang bringen können. Blickt mit uns zurück in die Vergangenheit und erlebt, wie sich Hochzeitsfeste und Eheschließungen im Wandel Zeit verändert haben.

    Damals war heiraten super trendy


    Traurige Zeiten für alle Ehefrauen


    Tanzen und Musik werden fixer Bestandteil der Hochzeitsfeierlichkeiten

    Viele heutige Hochzeitsbräuche entstanden in dieser Epoche

    Sehenswertes zur Historie von Hochzeit, Liebe & Eros. Und eine wahre Fundgrube für Liebhaber

  • Hochzeitsbudget – Hochzeitsfeier

    Hochzeitsbudget – Hochzeitsfeier

    Die Planung eures Hochzeitsbudgets

    Das Aufstellen eines Budgets entspricht zwar nicht dem Inbegriff der Romantik, bietet allerdings die Grundlage für eure gesamte Hochzeitsplanung. Denn wie viel ihr ausgeben könnt, bestimmt den Rahmen eurer Hochzeit.

    Hochzeitspaar Brautstrauß

    Location und Gästeliste

    Jede einzelne Entscheidung, die ihr trefft, wird davon beeinflusst wie viel das Brautkleid, der Fotograf, die Hochzeitstorte, die Location und all die anderen Dinge, die ihr euch wünscht, kosten dürfen. Die Kosten werden vor allem von der Zahl der eingeladenen Gäste und dem Ambiente, das ihr euch für eure Hochzeitsfeier wünscht, bestimmt. Erst wenn ihr wisst, wen ihr einladen möchtet und auf wessen Anwesenheit ihr verzichtet, könnt ihr einen Veranstaltungsort aussuchen. Denn ihr seid dann sicher, wie viele Leute dort Platz finden müssen. Die Länge Eurer Gästeliste bestimmt auch, wie viel ihr für Catering, Getränke, Transport und Give-Aways und andere Details ausgeben werdet. Stellt also die Gästeliste so früh wie möglich auf und lasst noch ein paar Plätze frei, wenn ihr kurzfristig jemanden einladen wollt.

    Fixpunkte im Budget

    Überlegt welche Ausgaben zur Gestaltung eurer Feier unbedingt notwendig sind und wer dafür aufkommen wird. Eine Klärung der Kostenaufteilung ist dabei sehr hilfreich. Besprecht am besten die Planung und die damit verbundenen Ausgaben mit beiden Familien. Als Richtwert könnt ihr bei etwa 50 Gästen mit 5.000 bis 10.000 € rechnen, für 80 Gäste müsst ihr bis zu 12.000 € einplanen. Und das betrifft nur die Feier selbst, dazu kommen noch die Ausgaben für Eheringe, Flitterwochen und Bekleidung.

    Hochzeits-Sponsoring

    Sucht euch Sponsoren für eure Hochzeit! Die Ausgaben, die ein Brautpaar für das Hochzeitsfest plant, sind immerhin auch vom sozialen Status abhängig. Ein Brautpaar, das knapp kalkulieren muss, darf durchaus seine Familie um Unterstützung bitten, indem es sich etwa Blumenschmuck, Fotoreportage oder Hochzeitskutsche als Hochzeitsgeschenk wünscht.
    Sparschwein

    Behaltet die Finanzen immer im Blick

    Wenn ihr euch über die Finanzen einig geworden seid, dann wisst ihr, in welchem Rahmen und in welcher Größe ihr die Feier planen könnt. Erkundigt euch nach durchschnittlichen Preisen für die einzelnen Posten und erstellt zuerst ein vorläufiges Budget. Schreibt euch alles auf, was ihr wirklich ausgebt, damit ihr den Überblick behaltet und nutzt Checklisten. Es müssen nicht immer teure und aufwendige Dinge sein, die das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis machen! Mit etwas Kreativität und Phantasie lässt sich auch mit einem kleinen Budget eine wirklich großartige Feier planen!

     

    Und wer zahlt eigentlich was?

  • Hochzeitszeremonien – Trauung im Hinduismus

    Die hinduistische Hochzeit

    Eine hinduistische Trauung bedeutet jede Menge Bräuche, Rituale, lange klang- und farbenfrohe Feierlichkeiten voller Freude und Spaß. Indische Hochzeiten sprechen von der reichen Kultur, dem traditionellem Erbe und der ethnischer Identität des Landes. Jede Region folgt ihren eigenen althergebrachten Ritualen und Zeremonien.

    Eine Hochzeit ist in der hinduistischen Religion – im Gegensatz zum Buddhismus – eine bedeutende religiöse Zeremonie und eines der wichtigsten der 16 hinduistischen Sakramente oder Sanskars. Eine Hinduhochzeit symbolisiert das Zusammenkommen von gegenseitigem Verständnis, Hingabe, Liebe und Gegenliebe, Einheit und spirituellem Wachstum. Sie bedeutet mehr als nur Feiern, Freude und Spaß, sie verlangt Opferbereitschaft, Gemeinschaftsgefühl, Engagement und Einsatzbereitschaft.

     

    Hochzeitszeremonie im Freien

    Hindus betrachten die Hochzeit als eine Institution, die die Menschen die wahren Werte des Lebens lehrt. Die Ehe besiegelt nicht nur das Band zwischen zwei Menschen sondern auch zwischen zwei Familien. 

    Hinduhochzeiten werden meist von den Brauteltern ausgerichtet und finden an einem öffentlichen Ort statt, über den sich beide Brautfamilien miteinander einig werden. Die Hochzeitszeremonie findet in der Regel im Freien unter einem dekorierten Baldachin, dem Mandap, statt und wird von einem Brahmanenpriester durchgeführt.

    In Indien weiß man zu feiern: Hinduhochzeiten erstrecken sich schon mal über vier bis fünf Tage. Die Zeremonie unterteilt sich im Wesentlichen in drei Teile: Bräuche die der Hochzeit vorangehen, die eigentliche Hochzeitszeremonie und Bräuche nach der Hochzeit. Jedes einzelne Ritual hat eine tiefe Bedeutung und Absicht.

     

    Sterne bestimmen den Hochzeitstermin

    Als erstes errechnet ein Astrologe aus den Geburtsdaten des Paares das genaue Datum der Hochzeit. Die Hochzeit muss genau diesem Tag stattfinden. Dann folgt die Verlobung, bei der auch Ringe ausgetauscht werden.

    Am Tag vor der Hochzeit werden die Hände und Füße der Braut wunderschön mit Henna bemalt, an ihrem Hochzeitstag trägt sie einen weißen Sari, der Reinheit symbolisiert und im Laufe der Zeremonie durch einen roten Sari, ein Zeichen für Fruchtbarkeit, ausgetauscht wird.

    Die eigentliche Hochzeit beginnt damit, dass die Hand der Braut in die des Bräutigams gelegt wird und die beiden mit einem weißen Schal verbunden werden.

    Darauf folgt das Lawan Phere oder die vier Runden. Das Brautpaar schreitet vier Mal um das heilige Feuer, jede Runde symbolisiert ein anderes der Ziele des Hinduismus für eine glückliche Ehe: Glaube, finanzielle Stabilität, Fortpflanzung und Befreiung der Seele.

    Bedeutsamstes Ritual der Hindu-Hochzeit

    Das bedeutsamste Ritual ist das Saptapadi. Das Brautpaar schreitet gemeinsam sieben Schritte in Richtung Norden während der Priester die sieben Versprechen oder Schwüre verliest. Braut und Bräutigam geben sich ein Versprechen vor Gott, repräsentiert durch Licht und Feuer. Diese sieben Versprechen zusammen bilden den Grundstein für die Ehe, sie handeln von der Loyalität, Liebe und Hingabe die das Brautpaar während des Ehelebens miteinander teilt. Der Bräutigam malt der Braut als Zeichen der Zusammengehörigkeit einen roten Punkt auf die Stirn. Heute ist das Bindi ein Mode-Accessoire geworden, das von allen Frauen wie ein Schmuck getragen werden kann und hat seine ursprüngliche Bedeutung verloren.

    Farbenfrohe Hochzeitsfeier

    Nach einem Segen für das Brautpaar setzt sich die Hochzeitsgesellschaft zu einem reichlichen Hochzeitsmahl mit vielen Hochzeitsspielen. Die der Hochzeitszeremonie folgenden Rituale sind die emotionsgeladensten Momente, besonders wenn die Braut weit von ihrer Familie wegzieht: Die Braut verabschiedet sich von ihrer Familie und geht den ersten Schritt in Richtung ihres neuen Lebens im Haus ihres Ehemannes.

    Moderne Hindu-Hochzeiten enthalten nicht alle der traditionellen Elemente und sind dadurch kürzer. Das hängt von den heiratenden Paaren und ihren individuellen Wünschen, Lebensumständen sowie der Kastenzugehörigkeit und den finanziellen Möglichkeiten ab.

    Zu einer Hinduhochzeit gehört viel Musik, die sich Braut und Bräutigam aussuchen. Es wird meistens ein Mix der neuesten Bollywood Soundtracks, deren Texte alle sehr romantisch sind, gespielt!

  • Die jüdische Trauung

    Die jüdische Trauung

    Die jüdische Hochzeit

    Die jüdische Hochzeit (oft einfach genannt CHUPPA), ist eine der interessantesten Trauungszeremonien. Dabei gibt es verschiedene Elemente, die es auch in nicht-jüdischen Zeremonien gibt. Die damit verbundene Bedeutung ist aber oft eine ganz andere und sollte daher nicht falsch verstanden werden.

    So gibt beispielsweise traditionell der Bräutigam der Braut einen Ring, es könnte aber theoretisch auch ein beliebiges anderes Objekt sein, das einen – wenn auch minimalen – intrinsischen, materiellen Wert hat. Dieser Ring ist aber kein Zeichen der Zuneigung oder ein ideelles Symbol für Treue und Ewigkeit wie in der Mehrheitskultur, sondern mit der Annahme des Rings drückt die Braut lediglich ihre Zustimmung aus, diesen Bräutigam zu heiraten. Man könnte sagen das Offerieren des Rings durch den Bräutigam ist der Heiratsantrag, und die Annahme des Rings ist die Zustimmung der Braut, das „Ja-Wort“, ohne Worte. Zwar wird dieser Ring von der Braut normalerweise als sentimentales Erinnerungsstück behalten und auch als Schmuck getragen, er hat aber als “Ehering” direkt nach der Trauung bereits eigentlich keinerlei formale Bedeutung mehr. Es findet auch an dieser Stelle der Trauung kein Austausch von Ringen statt, sondern nur die Braut bekommt einen Ring vom Bräutigam. Würde es einen Austausch von Ringen geben und auch der Bräutigam einen Ring von der Braut entgegennehmen, wäre es sogar fraglich, ob die Trauung überhaupt gültig ist!

    Der Braut wird im Rahmen der Hochzeitszeremonie vom Bräutigam ein Dokument überreicht, die sogenannte KESUBA, in dem seine Pflichten und ihre Rechte in einem traditionellen, für das Brautpaar genau personalisierten Text aufgeführt sind, dies ist aber kein Ehevertrag! 

    Auch der Rabbiner, der die Zeremonie leitet, “verheiratet” nicht das Brautpaar. Den Akt des Verheiratens könnte das Brautpaar in Anwesenheit von zwei Trauzeugen auch ganz selbstständig tun. Die Rolle des Rabbiners besteht lediglich darin, darauf zu achten, dass alle essentiellen Schritte und formellen Details beachtet und korrekt durchgeführt werden, damit sowohl Trauung (ERUSIN) als auch Eheschließung (NISUIN) dem jüdischen Recht entsprechend gültig sind und das Paar danach wirklich verheiratet ist.

    Die Hochzeit bedeutet für Braut und Bräutigam einen Neubeginn im Leben, und ist ein Buß- und Sühnetag, oft verglichen mit dem Jom Kippur. Deshalb ist der Hochzeitstag für das Brautpaar auch ein Fasttag, an dem sie von Beginn der Morgendämmerung bis zur Hochzeitszeremonie weder essen noch trinken.

    Die jüdische hochzeit

    Vor allem in bürgerlichen Kreisen hat man ab dem 19. Jahrhundert begonnen, die Hochzeitszeremonie in der Synagoge abzuhalten. Dieser Neuerung gingen längere rabbinische Diskussionen voraus, ob dies überhaupt zulässig sei. Mittlerweile gilt es aber allgemein als akzeptabel, wenn auch nach wie vor nicht nach allen Lehrmeinungen als die empfohlene erste Wahl.

    Traditionell findet die gesamte Zeremonie, zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter, im Freien statt, wobei Braut und Bräutigam entweder gemeinsam einen TALIS (“Gebetsmantel”) über ihre Köpfe, Schultern und Oberkörper legen, oder – gemäß der seit dem 18. Jahrhundert vielerorts etablierten, neueren Tradition – zusammen unter einem Baldachin stehen, der – wie die Zeremonie selbst – als CHUPPA bezeichnet wird.

    Die Institution der Ehe gilt im Judentum als heilig, und so wird auch der erste der zwei Teile der Hochzeitszeremonie, die “Trauung” oder das “Verheiraten”, nicht nur als ERUSIN, sondern auch als KIDDUSCHIN (= “Heiligung”) bezeichnet. (Wobei die Übersetzung des Begriffs als “heilig” nicht genau der durch das Christentum geprägten Konnotation des deutschen Wortes entspricht.)

    Der Rabbiner, der die Hochzeitszeremonie betreut, beginnt damit, eigentlich stellvertretend für den Bräutigam, einen Segen über einem Glas Wein zu sprechen, aus dem beide Brautleute daraufhin trinken. (Gemäss der auch in Österreich bedeutenden aschkenasischen Tradition: Wenn die Braut zum ersten Mal heiratet, sollten die Gläser hoch und spitz sein, wie Sektgläser; wenn sie zuvor bereits einmal verheiratet war, nimmt man breite Gläser, wie Weingläser.)

    Danach steckt der Bräutigam der Braut einen einfachen, unverzierten und nicht gravierten Ring (aus Silber oder Gold) an den ausgestreckten rechten Zeigefinger, den er selbst gekauft oder als Geschenk bekommen haben muss,  der also wirklich ihm gehört. Durch das Ausstrecken des Zeigefingers bekundet die Braut ihre Zustimmung, ihn zu heiraten. Dies muss vor zwei Trauzeugen geschehen: zwei religiöse jüdische Männer, die weder miteinander noch mit dem Brautpaar direkt oder angeheiratet verwandt sein dürfen.

    Während der gesamten Zeremonie trägt die Braut einen Schleier über dem Kopf, der auch ihr Gesicht verhüllt. Dieser sollte aber durchsichtig genug sein, damit der Bräutigam seine Braut zweifelsfrei identifizieren kann.

    Nun verliest der Rabbiner – oder einer der Anwesenden – die KESUBA, jenes traditionelle Dokument, worin die Pflichten des Bräutigams und die Rechte der Braut ausgeführt sind. Bevor der Bräutigam die KESUBA der Braut übergibt, wird sie von zwei Zeugen unterschrieben, wodurch diese bezeugen, dass der Bräutigam den Inhalt der KESUBA verstanden hat und sich seiner eigenen Pflichten sowie der Rechte der Braut bewusst ist. Diese Zeugen können dieselben wie die Trauzeugen sein, aber auch andere, solange sie die gleichen persönlichen Voraussetzungen erfüllen.

    Mancherorts hält an dieser Stelle der Rabbiner – oder ein anderer der Anwesenden – eine kurze Ansprache an das Brautpaar. Dies ist aber weder nötig noch traditionell üblich.

    In jedem Fall folgt nun der zweite Teil der Hochzeitszeremonie, die Eheschließung, genannt NISUIN. Dabei sprechen traditionell zwei der Anwesenden, oftmals werden damit die Väter des Brautpaares oder andere Gäste geehrt, die sieben Hochzeitssegen über einem zweiten Glas Wein, wobei der erste sechs davon und der zweite den siebten Segen spricht. (Im 20. Jahrhundert hat sich vielerorts der Brauch etabliert, dass bis zu sechs verschiedene Personen jene sieben Segenssprüche sagen, wobei dann nur noch die ersten beiden von der gleichen Person gesprochen werden.) Im Anschluss daran trinken Braut und Bräutigam wieder einen Schluck vom Wein.

    Um auch in den freudigsten Momenten unseres Lebens der uns bis heute mit Trauer erfüllende Zerstörung des jüdischen Tempels und der heiligen Stadt Jerusalem vor nunmehr fast 2000 Jahren nicht zu vergessen, zerbricht der Bräutigam ein Glas, und zwar sollte er jenes erste Glas zerbrechen, das für den Trauungssegen über dem Wein verwendet wurde. Traditionell wirft er dieses Glas (aus Sicherheitsgründen eingewickelt in ein Stück Stoff) auf den Boden. Die vor allem durch Hollywood bekannt gewordene Art, dass der Bräutigam auf das Glas trampelt, ist heutzutage ebenfalls sehr üblich. An dieser Stelle begehen viele den Fauxpas, laut “Mazl Tov” zu rufen, sobald das Glas zerbrochen ist. Korrekterweise sollten alle Anwesenden an dieser Stelle jedoch kurz innehalten und der Zerstörung des jüdischen Tempels gedenken, während der Bräutigam leise für sich die Verse 5–6 des Psalm 137 rezitiert. (Deren Übersetzung lautet: “Vergesse ich dich, Jerusalem, vergesse meine Rechte! Klebe meine Zunge an meinem Gaumen, erinnre ich deiner nicht, erhebe ich nicht Jerusalem zu meinem höchsten Jubel!”)

    Erst im Anschluss daran ruft man “Mazl Tov” und die Anwesenden gratulieren dem Brautpaar.


    In manchen Traditionen folgt nun, bevor die Festmahlzeit beginnt, das YICHUD-Zimmer, wobei sich Braut und Bräutigam alleine in einem Raum einsperren, wo kleine Erfrischungen, etwas zu essen und zu trinken für sie vorbereitet sind – während die zwei Zeugen (oder wieder andere) vor der Tür warten müssen. In orthodoxen Kreisen ist dies nicht nur das erste Mal, dass die beiden alleine zusammen privat und ungestört sind, sondern auch das erste Mal, dass sie sich überhaupt berühren. Erst jetzt ist die Ehe formal geschlossen.

     

    Nach ca. 10 Minuten kommt das Brautpaar aus dem YICHUD-Zimmer und in Begleitung der Gäste in den Festsaal, wo nun ausgiebig gefeiert wird. (Gemäß anderen Traditionen findet dieser YICHUD-Teil der Eheschließung erst nach der Hochzeitsfeier statt, wobei dann die zwei Zeugen das Brautpaar zu ihrer Unterkunft begleiten, kontrollieren müssen, dass sich dort keine weiteren Personen befinden, und nachdem das Brautpaar die Türe von innen verschlossen hat, die Zeugen nach 8–10 Minuten dann nach Hause gehen.)

     

     

    Rückfrage Hinweis und Weitere Informationen:

    Landesrabbiner Schlomo Hofmeister, MSc.

    Gemeinderabbiner von Wien

    Isrealitische Kultusgemeinde Wien,

    Seitenstettengasse 4, 1010 Wien

    s.hofmeister@ikg-wien.at

  • Hochzeitszeremonien – katholische Trauung – Kirche

    Hochzeitszeremonien – katholische Trauung – Kirche

    Die katholische Trauung

    Der Ehebund unter Katholiken ist ein Sakrament – das Zeichen der Treue Gottes zu den Menschen. Durch die unwiderrufliche Willenserklärung von Braut und Bräutigam, durch die sie sich bei der Hochzeitsfeier einander freiwillig schenken und sich gegenseitig annehmen, wird der Ehebund begründet. Das einzigartige Eins werden von Mann und Frau und auch das Wohl ihrer Kinder verlangen die uneingeschränkte Treue der Partner und damit die Unauflöslichkeit der Ehe.

    Brautstrauß
    Bis dass der Tod uns scheidet …

    Im Ritus der kirchlichen Trauung bekräftigen die Brautleute ihren Willen, ihr Leben in gegenseitiger Liebe und Treue zu gestalten, bis der Tod sie scheidet. Die Institution Ehe ist auf gegenseitige eheliche Liebe und durch ihre natürliche Eigenart auf die Erzeugung von Nachkommen hin ausgerichtet. Das II. Vaticanum sagt über die Ehepartner aus, dass sie Mitwirkende an der schöpferischen Liebe Gottes und offen für die Weitergabe des Lebens an Kinder sind, für deren Zeugung und Erziehung sie in Verant­wort­ung zu sorgen haben („Verantwortete Elternschaft“).

    Voraussetzungen für die katholische Hochzeit:

    Ein Partner muss der römisch-katholischen Kirche angehören, beide Partner müssen im kirchenrechtlichen Sinn ledig beziehungsweise verwitwet sein.

    In Zweifelsfällen wendet euch in Wien an die vom Bischof dafür beauftragte Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese Wien

    Telefon: 01/515 52-3875
    Email: kat.seelsorge@edw.or.at
    www.kategoriale-seelsorge.at

    Was tun, wenn ihr katholisch heiraten möchtet?

    Ihr könnt prinzipiell in jedem katholischen Gotteshaus und in jeder Kapelle heiraten. Die Anmeldung erfolgt am Pfarramt des ordentlichen Wohnsitzes.

    Wenn ihr euch einen  bestimmten Priester oder Diakon für die Leitung eurer individuellen Trauung oder eine bestimmte Trauungskirche wünscht, meldet euch rechtzeitig in der für euren Wohnsitz zuständigen Pfarre an www.katholisch.at. Dort brerät man euch gerne. Es ist ratsam, vorab mit dem gewünschten Zelebranten (Priester oder Diakon) Kontakt aufzunehmen und mit ihm die Termine persönlich zu koordinieren.

     

    Der Ehevorbereitungskurs

    In eurer Wohnsitzpfarre erfahrt ihr auch die aktuellen Termine für den in den meisten österreichischen Diözesen erforderlichen Ehevorbereitungskurs.

    Diese Seminare, bieten neben der Information über die Standpunkte der Kirche zu Ehe und Familie vor allem die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch in Kleingruppen mit anderen Brautpaaren. Selbstverständlich können dort auch Möglichkeiten zu individuellen Gestaltung eurer Trauung besprochen werden.

    Dokumente zur Anmeldung zur katholischen Trauung

    Beide Partner sind ledig und hatten keine Vorehen:

    • Die Traufscheine
    • Die Geburtsurkunden
    • Trauungsschein oder Heiratsurkunde der Eltern
    • Die Mettelzettel
    • Die Personalausweise

    Ein Partner hatte eine „kirchliche“ geschlossene Vorehe:

    • zusätzlich: Die Trauungsurkunde
         > Falls die kirchliche Vorehe dispensativ gelöst wurde, das Dispensreskript vom 
            Erzbischöflichen Diözesangericht.

    Ein Partner hatte eine „standesamtlich“ geschlossene Vorehe:

    • zusätzlich: Die Heiratsurkunden der Vorehen
    • zusätzlich: Die Scheidungspapiere dieser Voerehen

    Ein Partner ist bereits verwitwet:

    • zusätzlich: Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartner  
         > Liegt an Stelle einer Sterbeurkunde nur eine staatliche Todeserklärung vor, ist um eine  
            kirchliche Todeserklärung beim Erzbischöflichen Diözesangericht anzusuchen.

    Bei unehelich Geborenen:

    • zusätzlich: Taufschein der Mutter

    Weitere Infos zur katholischen Trauung

    www.katholisch.at

    Pfarrfinder für eure Wohnsitzpfarre, oder:

    Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese Wien

    Telefon: 01/515 52-3875
    Email: kat.seelsorge@edw.or.at
    www.kategoriale-seelsorge.at

     

  • Hochzeitszeremonien – muslimische Trauung

    Hochzeitszeremonien – muslimische Trauung

    Die muslimische Trauung

    Eine Eheschließung ist im Islam ein sehr schlichter Akt, ein „Vertragsabschluss“ (nikah). Mann und Frau erklären vor einer theologisch bewanderten und moralisch gefestigten Persön­lichkeit (oft der Imam/Hodscha einer Moschee) und in der Anwesen­heit von zumindest zwei Zeugen ihren freien Willen, miteinander die Ehe einzugehen.

    Trauringe

    Das islamische Eheversprechen ist für Muslime emotional wichtig (obwohl vor dem Gesetz einzig die standesamtlich geschlossene Ehe gilt). Für sie ist die feierliche Eheerklärung in muslimischem Rahmen oft die „richtige Hochzeit“, die auch moralisch als verpflichtend betrachtet wird.

    Andererseits braucht sich kein Muslim, der ausschließlich standesamtlich geheiratet hat, als „vor Gott unverheiratet“ zu fühlen – dies hätte für den Gläubigen ernste Konsequenzen, denn das Geschlechtsleben soll sich nur innerhalb der Ehe abspielen.

    Dokumente für die muslimische Hochzeit:

    Mitzubringen sind für die religiöse Eheschließung in der Islamischen Glaubensgemeinschaft:

    • Lichtbildausweis
    • Meldezettel
    • Geburtsurkunde
    • Nachweis, unverheiratet zu sein


    Detailliertere Infos: www.derislam.at

     

    Der Ehevertrag

    Der Ehevertrag sollte schriftlich erfolgen. Darin können verschiedenste Vereinbarungen aufgenommen werden. Dies reicht von der Familienplanung bis zum Wohnsitz.

    Fixer Bestandteil sollte eine Abmachung über jene Brautgabe (mahr) sein, die für die Frau als Absicherung im durch den Mann ausgelösten Scheidungsfall vorgesehen ist. Dieser Betrag ist nach oben offen und wird nach gegenseitiger Vereinbarung festgesetzt. Fällig würde dieses Geld auch beim Ableben des Ehemannes als sofortige Überbrückungshilfe für die Frau, die ihr noch vor Teilung des Erbes zusteht, ohne dass dies von ihrem Erbteil abgezogen würde.

    Die Islamische Glaubensgemeinschaft empfiehlt, diese Chance einer individuell gestalteten Ehevereinbarung zu nutzen, um sich in positivem Sinne über die gemeinsame Lebensführung Gedanken zu machen. Sie bietet Beratung an und nimmt die muslimische Eheschließung vor.

    Auch wenn immer wieder das Wort von einem „Brautpreis“ kursiert: Eine muslimische Frau darf von ihrer Familie nicht „verkauft“ oder „abgelöst“ werden. Üblich ist eine Morgengabe, die als Geschenk einzig der Ehefrau zusteht.

    Was tun, wenn Ihr muslimisch heiraten möchten?

    Informationen zur muslimischen Hochzeit erteilt euch die Islamische Glaubensgemeinschaft:
    Bernardgasse 5, 1070 Wien
    Tel. 01/5263122

    office@iggö.at
    www.derislam.at

     

  • Hochzeitszeremonien – altkatholische Trauung

    Hochzeitszeremonien – altkatholische Trauung

    Die altkatholische Trauung – von Bischof Bernhard Heitz

    Die Altkatholische Kirche ist eine bischöflich-synodal verfasste, romunabhängige katholische Kirche in Offenheit und ökumenischer Weite. Sie möchte für die Menschen in ihren Sorgen und Problemen da sein und ihnen mit Rat und Hilfe zur Seite stehen. Dies gilt auch für ein Braut- und Traugespräch und für die Vorbereitung auf ein Leben zu zweit und die Gründung einer Familie.

    Ein erster Schritt ist das Gespräch mit dem zuständigen Geistlichen. Dort erfahren Sie zunächst mehr über Ihre Kirche und alle notwendigen Dinge, die mit einer Eheschließung verbunden sind. Achtung! Wenigstens ein Partner muss unserer Kirche angehören.

    Hochzeitsgesellschaft in der Kirche

    Die Ehe ist eines der sieben Sakramente. Die standesamtliche Eheschließung wird als rechtsgültiger Vertrag anerkannt und vorausgesetzt. Daher gelten auch nur standesamtlich verbundene Eheleute als gültig verheiratet. Die kirchliche Ehesegnung ist darüber hinaus ein Geschehen, das geprägt ist vom Vertrauen in die Menschfreundlichkeit Gottes.


    Die Brautleute vertrauen darauf, dass Gott selbst der Urheber ihrer Gemeinschaft und durch Jesus Christus im Heiligen Geist die Mitte ihrer Liebe ist. Die Ehe ist also nicht nur ein weltlich Ding (Martin Luther). Sie weist über das Leben beider Partner hinaus, die sich in „SEXUS, EROS und AGAPE“ einander schenken und anvertrauen. Sie werden ein „Leib“ und sind „ein heiliger Tempel Gottes“.

    In Unterscheidung zur röm.-kath. Theologie spenden die Brautleute einander durch ihr Jawort (Konsens und Vollzug) nicht allein selbst und ausschließlich das Sakrament, sondern ihre Ehegemeinschaft wird begründet durch das „Weihegebet“ des Geistlichen über die Gatten „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

    Die Altkatholische Kirche hält fest an der grundsätzlichen Unauflöslichkeit der Ehe, weiß aber auch um die Möglichkeit des Scheiterns. So kennen wir (wegen der menschlichen Schwachheit) die Wiederheirat Geschiedener. Gott weist niemanden von sich, der einen neuen Anfang und es in Zukunft besser machen will.

    Die altkatholische Trauung
    Geschiedene, Wiederverheiratete und alleinerziehende Geschiedene benötigen nach unserer Auffassung in besonderer Weise die Hilfe durch den Empfang der Sakramente, besonders durch den Empfang der Heiligen Kommunion.

    Die sogenannte „konfessionsverbindende Ehe“ ist kein Problem. Eine Altkatholische Trauung kann auch unter Mitwirkung eines Geistlichen einer anderen christlichen Konfession geschehen, wie auch umgekehrt.

    Ehealltag

    Was das Leben in der Ehe betrifft, entscheiden die Eheleute in Freiheit und Selbstverantwortung über die Wahl der Mittel in der Familienplanung. Hier mischt sich die Kirche nicht ein.
    Es gelten stets wechselseitige Rücksichtnahme und Liebe. Das Verwenden von Kondomen ist aus medizinischen Gründen zur Abwendung von Infektionen geboten.

    Das Gewissen ist die höchste Entscheidungsinstanz des reifen Menschen. Die Altkatholische Kirche respektiert also die Gewissens­ent­scheidung jedes einzelnen Mitglieds auch im Bereich der Familienplanung und im Sexualleben des Einzelnen. Stets gilt die Wahrung des Respekts vor der Würde des Mitmenschen und der gesamten Schöpfung.

    Segnung für gleichgeschlechtliche Paare

    Darüber hinaus kennt die Altkatholische Kirche in einem „abgeleiteten Sinn“ zum Sakrament der Ehe auch die Segnung von auf Dauer angelegten Hausgemeinschaften, sei es eine heterosexuelle Partnerschaft oder sei es eine gleichgeschlechtliche Verbindung, in der die Partner einander Liebe, Treue, Verlässlichkeit und wechselseitige Fürsorge versprechen.


    Weitere Informationen zur altkatholischen Trauung

    Kirchenleitung der Altkatholischen Kirche

    Schottenring 17/1/12, 1010 Wien

    Telefon: 01/317 83 94-0

    krichenleitung@altkatholiken.at

    www.altkatholiken.at

     

     

  • Hochzeitszeremonien – buddhistische Trauung

    Hochzeitszeremonien – buddhistische Trauung

    Die buddhistische Hochzeit

    Buddhisten sehen die Verbindung zwischen Frauen und Männern als sehr kostbar an, die Ehe stellt im Buddhismus kein Sakrament wie etwa im Christentum dar. Eine Hochzeitsfeier ist eher eine soziale denn eine religiöse Feier. Es existieren weder ein vom historischen Buddha vorgeschlagener Ablauf für eine Trauungszeremonie noch Vorschriften zum Eheleben.
    Buddhistische Trauung am Strand
    Buddha sagte lediglich, dass die Ehe auf einem tiefen gegenseitigen Respekt zwischen den Eheleuten basieren und die beiden eine gleichwertige Partnerschaft leben sollte. Buddhisten dürfen Mitlieder jeglicher Konfessionen heiraten, ihre Vereinigung sollte eine harmonische Mischung der verschiedenen Stärken und Schwächen von Mann und Frau bilden.

    Die buddhistische HochzeitUm dem gemeinsamen Leben in buddhistischer Hinsicht noch mehr Bedeutung zu geben, kann sich das Brautpaar von einem geistigen Lehrer, einem Lama, nützliche Ratschläge und einen Segen für die Entwicklung der Beziehung geben lassen.

    Buddhistisch zu heiraten, bedeutet für das Paar, sich einen Rahmen für eine gemeinsame Entwicklung zu schaffen. Eine buddhistische Hochzeit ist keine religiöse Handlung im engeren Sinne, aber doch etwas wofür sich das Brautpaar einen buddhistischen Segen erbitten darf.

    Da es keine verpflichtenden und komplexen Rituale für die Hochzeitszeremonie gibt, wird der Ablauf der Feier in Abstimmung mit den Familien entschieden. Die Hochzeit findet traditionell entweder in einem Buddhistischen Tempel, im Haus der Braut oder einem Zelt statt.

    Immer mehr westliche Paare entscheiden sich für eine buddhistische Hochzeit, einige Spezialreiseveranstalter bieten Hochzeitsreisepakete an, deren Höhepunkt eine buddhistische Hochzeit am Strand darstellt!

    Mehr Infos zur buddhistischen Trauung und zu Trauungszeremonien erhaltet ihr bei:
    Österreichische Buddhistische Religionsgemeinschaft
    Tel: 01-5123719
    Mail: oebr@aon.at
    www.buddhismus-austria.at