Kategorie: Hochzeitsgäste

  • Text für Glückwunschkarte zur Hochzeit schreiben

    Text für Glückwunschkarte zur Hochzeit schreiben

    Glückwünsche zur Hochzeit – Texte & Ideen

    Hochzeiten sind großartig, sie bringen nicht nur das Brautpaar zusammen, sondern auch Familie und Freunde. Mit Eurer Glückwunschkarte könnt ihr dem Brautpaar vermitteln, wie sehr ihr euch für die beiden freut und den beiden das Gefühl geben, ganz besondere Menschen zu sein – was ja wohl auch stimmt! Sich einen Text für die Glückwunschkarte an das Brautpaar auszudenken, ist gar nicht so tricky. Wenn ihr euch ein paar Gedanken macht und ein paar Do`s und Don`ts beherzigt, bringt ihr persönliche Worte zu Papier, die die Liebe und das zukünftige gemeinsame Leben der frisch Verheirateten feiern.

    Glückwunschkarte zur Hochzeit
    Eine Wunschbotschaft soll aufrichtig formuliert und genau auf das Brautpaar zugeschnitten sein. Das heißt im Klartext: Keine Glückwunschkarte soll der anderen ähneln, einfach Texte und Sprüche aus dem Netz abschreiben, ist ein No-Go. Das kann jeder, wirklich jeder, besser! Niemand erwartet eloquente Worte von euch, wichtig ist, dass das was ihr schreibt, von Herzen kommt!

    1×1: Was gehört in eine Glückwunschkarte?

    Vorneweg: Es ist auch völlig okay, einfach nur „Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit“ zu schreiben. Denkt an eure Beziehung zum Brautpaar, woher kennt ihr euch, was mögen die Brautleute gern, wo geht die Hochzeitsreise hin? Mit der Beantwortung solcher Fragen fällt euch bestimmt etwas Persönliches ein, mit dem ihr eure Glückwünsche ergänzen könnt. Bedankt euch dafür, am großen Tag des Brautpaares teilhaben zu dürfen, und findet ein paar herzliche und liebe Abschlussworte, bevor ihr unterschreibt.


    Textbaustein 1: Die Glückwünsche zur Hochzeit

    Unabhängig davon, ob du Braut oder Bräutigam schon ein Leben lang kennst, oder eben erst kennen gelernt hast, ihr eng befreundet oder bloß Arbeitskollegen seid, aufrichtige Glückwünsche sind nie verkehrt. Sucht euch also im ersten Schritt eine Glückwunschbotschaft aus, die zu euch passt und schon stehen die ersten Worte auf der Glückwunschkarte!

    Beispiele:
    • Herzlichen Glückwunsch euch beiden!
    • Wir hoffen, dass ihr im Laufe der Jahre euer Ehe noch enger zusammenwachsen werdet und alles Glück, das das Leben bieten kann gemeinsam genießen werdet. Herzlichen Glückwunsch!
    • Möge eure Ehe mit den richtigen Zutaten gewürzt sein: Jede Menge Liebe, ein Schuss Humor, eine Prise Romantik und Löffelchen Verständnis. Möge eure Liebe ewig, währen, herzlichen Glückwunsch!
    • Euer Hochzeitstag kommt und geht, eure Liebe aber niemals verweht! Herzlichen Glückwunsch!
    • Wir gratulieren Euch dazu, dass Ihr beiden Euch gefunden habt. Aber Vorsicht: Das große Abenteuer beginnt erst jetzt!
    • Ihr beiden passt großartig zusammen, wir freuen uns für euch!
    • Wir gratulieren euch zur Hochzeit und wünschen Euch alles Gute für ein glückliches gemeinsames Leben!

    Rosen zur Hochzeit
    Textbaustein 2: Persönliche Worte

    Ihr seht, es gibt eine ganze Bandbreite von Gefühlen, die ihr abdecken könnt. Bleibt euch selbst treu, zu ausschweifende Zeilen von Bekannten fühlen sich genau so seltsam an wie kurze, distanzierte Worte von engen Freunden. Wenige Zeilen reichen aus, schreibt charmant, liebevoll und aufmerksam. Das Brautpaar kennt euch in der Regel, und verbindet eure Person mit eurer Glückwunschkarte. Zeigt euch wie im wahren Leben ernsthaft, lässig, formell, spaßig oder religiös: Bleibt authentisch und aufrichtig, dann bereitet ihr dem Brautpaar mit euren Worten große Freude.

    Beispiele, wie ihr beginnen könnt:
    • Wir freuen uns so für Euch!
    • Wir wünschen Euch Glück und Zufriedenheit für den heutigen Tag und für eure Zukunft!
    • Wir wünschen Euch, dass eure gemeinsamen Träume wahr werden!
    • Alles Gute für eine gemeinsame Zukunft voller Spaß und Sonnenschein!
    • Ihr habt mir gezeigt, dass wahre Liebe möglich ist. Lasst diese Liebe der Dreh- und Angelpunkt eurer Ehe sein, und werdet für immer glücklich sein!
    • Lasst die Liebe und das Glück, das ihr heute spürt euer Leben lang scheinen!
    • Alles Gute für die wunderbare Reise, auf die ihr euch heute gemeinsam begebt!
    • Vielen Dank für die Gratisgetränke und alles Gute für eine lange und glückliche Ehe.
    • Pst! Jetzt dürfen wir euch endlich das Geheimnis einer glücklichen Ehe verraten. Es ist … uns allen ein Rätsel! Wir wünschen Euch ein großartiges gemeinsames Eheleben!
    • Ihr liegt mir beide sehr am Herzen, ich freue mich unendlich für euch!
    • Heute bekommen wir ein neues Familienmitglied dazu, unsere Freude könnte nicht größer sein.
    • Möge Gott eure Ehe segnen und seine Hand über euren gemeinsamen Lebensweg halten.
    • „Die Liebe ist geduldig und gütig. Die Liebe eifert nicht für den eigenen Standpunkt, sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf.“ (1Kor 13,4; GNB)

    Hochzeitsglückwünsche

    Textbaustein 3: Danke sagen

    Wir freuen uns sehr darüber, den heutigen Tag mit euch zu verbringen / heute mit euch zu feiern / an eurer Feier teilhaben zu dürfen …


    Textbaustein 4: Schlussworte für eure Glückwunschkarte

    Je nach eurer Beziehung zum Brautpaar und eurer eigenen Ausdrucksweise ist alles möglich, was dem Brautpaar ein gutes Gefühl gibt und zum Ausdruck bringt, dass die beiden euch am Herzen liegen und ihr euch eine schöne Zukunft für die Jungverheiraten wünscht.

    Beispiele:

    Alles Liebe Euch beiden
    Passt gut aufeinander auf
    Alles Gute für eure gemeinsame Zukunft
    Lebt eure Liebe auf immer und ewig

     

    Formulierungen für Hochzeitsglückwünsche – grundlegend

    Sollten euch immer noch die richtigen Worte fehlen: Es gibt ganz tolle Glückwunschkarten mit süßen Motiven auf denen nur ein kurzer, aber herzlicher Gruß Platz hat. Mit „Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit, wir freuen uns sehr, mit euch zu feiern! Alles Gute für eine glückliche gemeinsame Zukunft, …“ ist alles Wesentliche gesagt. Fehlt noch ein kleines persönliches Element, und schon ist eure Glückwunschkarte fertig!

    Das könnte dich auch interessieren:

    Trauzeuge sein – das bedeutet etwas mehr als das Kissen mit den Trauringen zu halten!

    Freundin, Vertraute, Ratgeber – eine Brautjungfer ist treue Helferin vor und während der Hochzeit.

  • Hochzeitsgeschenke – wie viel Geld schenkt man zur Hochzeit?

    Hochzeitsgeschenke – wie viel Geld schenkt man zur Hochzeit?

    Wie viel Geld schenkt man zur Hochzeit?

    Eine Einladung zur Hochzeit beschert euch einerseits die Vorfreude auf ein großartiges Fest, andererseits möchtet ihr euch gerne angemessen für die Feier revanchieren und dem Brautpaar euren Dank und eure Glückwünsche wertschätzend ausdrücken. Die Betonung liegt dabei auf angemessen: Keiner möchte knausrig wirken, andererseits haben auch Gäste Ausgaben für Anreise, Kleidung oder Übernachtung. Mit unseren Tipps findet ihr die richtige Balance, um dem Brautpaar Freude mit eurem Hochzeitsgeschenk zu machen, ohne euer Budget überzustrapazieren.

    Geld als Geschenk für die Hochzeit
    Geld oder Hochzeitsgeschenk?

    Meistens nimmt euch das Brautpaar diese Entscheidung ab, indem es eine Hochzeitsliste oder einen Hochzeitstisch angibt oder in der Einladung ausdrücklich um Geld als Beitrag für Feier oder Hochzeitsreise bittet. Gibt es eine solche Aufforderung nicht, scheut nicht davor zurück statt einem Geschenk, von dem ihr nicht wisst, wie es ankommt, Bargeld zu schenken. Denn wie man es auch dreht und wendet: Eine Hochzeit ist eine teure Sache und eine finanzielle Zuwendung wird vom Brautpaar daher stets gern gesehen.


    Etikette bei Geldgeschenken für die Hochzeit

    Die Hochzeitsetikette besagt, die Höhe der Geldgeschenke an den anteiligen Kosten des Hochzeitsgasts am Hochzeitsempfang auszurichten. Ein Empfang im Schlosshotel würde nach dieser Richtlinie einen großzügigeren Beitrag erfordern als die Gartenparty bei den Brauteltern. Im Durchschnitt gibt ein Brautpaar für Essen und Trinken pro Gast etwa 80 bis 120 Euro aus.


    Ausgaben als Hochzeitsgast

    Vergesst bei dieser Rechnung allerdings nicht, dass ihr als Hochzeitsgäste auch Aufwendungen habt. Reist ihr von weiter an, kommt zu euren Ausgaben für Anfahrt und Kleidung möglicherweise noch die Hotelrechnung für die Übernachtung. Gebt ihr wirklich viel Geld aus, um überhaupt an der Hochzeit teilnehmen zu können, ist eure Anwesenheit ebenfalls ein wertvolles Geschenk. Gebt auf keinen Fall mehr aus, als ihr euch leisten könnt, auch ein kleines, aber liebevolles und persönliches Geschenk macht dem Brautpaar Freude.

    Höhe des Geldbetrags

    Das durchschnittliche Hochzeitsgeschenk bewegt sich im Bereich um 100 Euro, ihr könnt den Betrag je nachdem wie nahe ihr dem Brautpaar steht, verringern oder erhöhen. Am unteren Ende der Skala reichen als Bekannter, Kollege oder Begleitung 40-50 Euro durchaus, gute Freunde sollten mindestens 50 Euro schenken, enge und langjährige Freunde der Familie sind mit 100 Euro gut beraten, Familienmitglieder schenken gern 200 Euro oder mehr. Denkt daran, wenn ihr als Paar eingeladen seid: Diese Angaben gelten pro Person! Falls auch eure Kinder eingeladen sind und mitkommen, schenkt pro Kind den halben Geldbetrag eines Erwachsenen.


    Geldgeschenke nett verpacken

    Vielleicht kennt ihr den Spruch: „Geld hat kein Mascherl“ – demnach solltet ihr ihm ein solches verleihen. Geldscheine in einen Umschlag zur Karte stopfen hat definitiv keinen Stil und ist ein absolutes No-Go. Hübsch und kreativ verpackt bekommen auch kleinere Beiträge im wahrsten Sinne des Wortes mehr Wert. Auch wer kein Origami-Meister ist, kann Scheine etwa nett falten und Pflanzen mit besonderen „Blüten“ schenken, Geld in Bilderrahmen stecken oder in Pralinenschachteln verstecken.


    Wann das Brautpaar kein Geschenk erwartet

    Seid ihr als Trauzeugen oder Brautjungfern eng in die Hochzeitsplanung eingebunden? Wendet ihr viel Zeit und Engagement auf, dass die Hochzeit eures Bruders oder eurer besten Freundin ein bombastischer Erfolg wird? Seid ihr Babysitter, Visagistin, Haarkünstler, Dekorateur, Tontechniker oder Tischkärtchenbastler? In diesem Fall erwartet das Hochzeitspaar nicht, dass ihr zusätzlich noch für ein Hochzeitsgeschenk tief in die Tasche greift, eine kleine –jedoch persönliche – Aufmerksamkeit reicht!


    Das könnte dich auch interessieren:

    Trauzeuge sein – das bedeutet etwas mehr als das Kissen mit den Trauringen zu halten!

    Freundin, Vertraute, Ratgeber – eine Brautjungfer ist treue Helferin vor und während der Hochzeit.

  • Der Knigge für Hochzeitsgäste

    Der Knigge für Hochzeitsgäste

    Knigge für Hochzeitsgäste – in 12 Punkten zum perfekten Gast

    Die Hochzeit – der schönste Tag im Leben eines Paares. Die Feierlichkeiten sind geplant und es steht ein wunderschöner Tag ins Haus. Wenn nur die Eskapaden der Gäste nicht wären: Hochzeitsspielchen hier, die peinliche Diashow da und der ausufernde Alkoholkonsum des ein oder anderen können schon mal die Stimmung verderben. Wer nicht mir strafenden Blicken um sich werfen oder böse Überraschungen erleben möchte, der sollte sich vorher darüber Gedanken machen, was so gar nicht geht auf der eigenen Hochzeit – und die Gäste, die es eventuell nötig haben, auf den Knigge für Hochzeitsgäste verweisen.

    Hochzeitspaar

    Für alle Gäste gibt es hier also 12 Punkte, die jedem Hochzeitsgast gut stehen. Aber auch Braut und Bräutigam dürfen freilich ihre eigenen Regeln festlegen – wenn sie kommuniziert werden. So kommen alle im sicheren Fahrwasser durch die Fettnäpfchen-Straße „Hochzeitsfeier“.

     

    (1) Zurückhaltung zeigen

    Das oberste Gebot lautet: Zurückhaltung zeigen. Die Feierlichkeiten sind der große Tag der frisch Vermählten. Das sollte immer im Hinterkopf bleiben, ob es um Spiele, das eigene Verhalten oder die Garderobe geht. Ganz besonders gilt es aber in einem Punkt: Alkoholkonsum. Den ersten Prosecco gibt es zwar meist schon nach der Kirche, dann geht es weiter zum Aperitif und zum Essen gibt es guten Wein – das heißt aber nicht dass Volltrunkenheit ein gewünschtes Attribut der Gäste ist. Zwischendurch also lieber zum Wasser greifen und vom Höhenflug des Alkoholrauschs runterkommen, sonst kann der Abend böse enden.

    (2) Dresscode beachten

    Die Braut und der Bräutigam haben sich bei ihrer Hochzeitsplanung Gedanken darum gemacht, wie sie ihre Feier gerne gestalten möchten. Das trifft nicht nur auf den Rahmen zu, sondern auch auf die Gäste. Ob es eine Motto-Hochzeit oder ein lockeres Gartenfest ist: Meistens gibt es einen Dresscode dazu. Der steht entweder auf der Einladung oder er ist bei den Brautleuten zu erfragen. Smart Casual, Black Tie, White Tie oder Tracht sind die gängigsten Hochzeits-Dresscodes dieser Tage. Jeder zeigt dabei eine andere Festlichkeit an und verlangt besondere Standards bei den Gästen. Daran sollte sich jeder halten, auch wenn sich im eigenen Schrank auf Anhieb nichts findet. Verleihservices können oftmals mit Smoking, Fliege und Kummerbund aushelfen während die Damen sicherlich nicht verlegen sind, sich ein neues Kleid anzuschaffen.

    Apropos: Weiß ist keine Option, weder für das Kleid, noch in Form von Jäckchen, Schals oder Accessoires. Die reinste aller Farben ist allein der Braut vorbehalten – es sei denn, sie gibt es anders an. Wenn sie Rot als ihre Farbe wählen sollte, ist es wie bei der Queen zu halten – sie allein trägt die von ihr gewählte Farbe, alle anderen müssen ausweichen. Bei Unsicherheiten also lieber zweimal fragen, statt am Ende für Unannehmlichkeiten zu sorgen.

    Tracht

    Trachtenhochzeiten stehen hoch im Kurs – auch diesem Dresscode sollten Gäste sich anpassen.

     

    (3) Brautpaar respektieren

    Manche Menschen haben eigene Wünsche und Bräuche, die andere vielleicht nicht verstehen oder für sich wählen würden. Dennoch gehört es sich als Gast nicht, die Planung oder die Wahl der Vermählten zu hinterfragen oder zu kommentieren. „Wenn man nichts nettes zu sagen hat, lieber den Mund halten“ ist hier die Devise.Das gilt für die Speisen, das Brautkleid, die Wahl der Ortschaften – kurzum alles. Kritik ist hier nicht gefragt.

    Ebenfalls gilt das für eine eventuelle kirchliche Trauung. Wenn es die Entscheidung des Brautpaares ist, sich kirchlich trauen zu lassen, hat kein ungläubiger Gast das zu kommentieren – auch fern bleiben ist keine Option. Toleranz ist der richtige Umgang mit Glaubensunterschieden – lautes Mitsingen und Beten muss nicht sein, Aufstehen beim Vaterunser und der Vermählung aber schon.

     

    (4) Pünktlich sein

    Ein weiterer Grundsatz ist Pünktlichkeit. Zuspätkommen gehört sich nie, aber besonders bei einer sorgfältig geplanten Hochzeit sollten die Gäste dann parat stehen, wenn die Brautleute es gewünscht haben. Vor allem in der Kirche, wo laut knarrende Türen in der Stille kein heimliches Reinschleichen zulassen, sollten alle Gäste bereits 15 Minuten vor Beginn der Trauung in den Reihen sitzen. Wenn es unvermeidlich ist und doch passiert, sollte der Gast nach einer Seitentür Ausschau halten, auf Musikeinsatz warten, unauffällig und möglichst geräuschlos eintreten und sich auf den nächsten freien Platz setzen. So wird im schlimmsten Fall nur ein kleiner Teil der Gäste gestört und nicht das Brautpaar.

    Kirchliche Trauung

    Die Kirche mag nicht dem Geschmack jedes Gastes entsprechen – die Höflichkeit gebietet jedoch, freundlich alles mitzumachen, pünktlich zu sein und natürlich zu der Messe zu erscheinen. 

     

    (5) Peinlichkeiten vermeiden

    Ein weiterer Grundsatz, bevor es an die Feinheiten geht: Peinlichkeiten sind in jedem Fall zu vermeiden. Sich selbst in einer unvorteilhaften Episode zum Lacher zu machen und in den Vordergrund zu drängen, mag zwar für den ein oder anderen Fall legitim sein, aber in keinem Fall darf das Brautpaar an diesem Tag in ein schlechtes Licht gestellt werden. Das heißt: weder peinliche Spiele noch peinliche Diashows sind in diesem Fall gewünscht. Vor allem das Sexualleben des Brautpaares fällt unter diesen Aspekt. Humor ist unterschiedlich, aber den Punkt zu erreichen, wo sich ein Teil der Gäste unwohl und von Fremdscham geplagt fühlt, ist bei einer Hochzeit ganz klar falsch. Wer eine solche „Überraschung“ plant, sollte sich entsprechend auf den Polterabend verlegen – und der Braut rote Ohren vor der versammelten Mannschaft ersparen.

     

    (6) Geschenke und Gratulation

    Die Wahl des Geschenks ist dem Gast überlassen – hier kommt es ganz auf die persönliche Beziehung an, die zwischen dem Gast und dem Brautpaar herrscht. Enge Freunde werden schließlich anders beschenkt als Geschäftspartner und Kunden, von denen eher ein förmlicher Glückwunsch und ein kleines Präsent angebracht sind. Der Grad der Förmlichkeit ist je nach Beziehung zu wählen und fordert ein wenig Fingerspitzengefühl, persönliche Worte sind jedoch immer richtig. Enge Freunde sollten von Spaßgeschenken absehen, sondern ein ernstgemeintes Geschenk machen, was dem Brautpaar gefällt und den Wünschen entspricht. Dazu gehören in den seltensten Fällen Haushaltsgeräte – im Zweifelsfall sollten die Trauzeugen befragt werden, die können helfen.

    Geschenkskarte

    Zum Hochzeitsgeschenk die Karte nicht vergessen! Oftmals landen sie auf einem Geschenketisch – die Zuweisung wird hinterher problematisch.


    Die Übergabe des Geschenks erfolgt dann der Größe der Feierlichkeit entsprechend. Im kleinen Kreis ist eine persönliche Übergabe kein Problem, bei einer allzu großen Runde sollte das Brautpaar aber nicht von jedem Gast durch die Übergabe des Präsents abgelenkt werden. In diesem Fall steht meistens ein Geschenketisch parat – das abgelegte Geschenk (mit Karte!) wird später sicherlich Freude bereiten und die gebührende Aufmerksamkeit bekommen.

     

    (7) Spiele mit den Trauzeugen absprechen

    Die Trauzeugen übernehmen heute oft die Rolle des Zeremonienmeisters, der den Ablauf der Feierlichkeiten überwacht und ausufernde Spiele in Schach hält. Sie wissen oftmals über die Planung Bescheid und können natürlich auch ein Geheimnis vor dem Brautpaar wahren, weswegen Spiele in jedem Fall mit ihnen abgesprochen werden sollten. Dabei gilt: Keine Peinlichkeiten! Auch ausuferndes Brautstehlen bei dem die Gäste stundenlang auf die Rückkehr der Vermählten warten müssen, sind fehl am Platz. Gern gesehene Spiele orientieren sich an den typischen Bräuchen wie Maschkern, Mask Gehens oder Kranzlabtanzen. Wenn der Trauzeuge für die Spiele absagt, sollte das respektiert werden – das entspricht in dem Fall dem Wunsch des Brautpaares und diesen Weisungen ist Folge zu leisten.

     

    (8)Als Single zur Hochzeit

    Für den ein oder anderen ergeben sich Besonderheiten daraus, wenn die Einladung ins Haus flattert und grade kein Partner zur Hand ist. Als Single zu einer Hochzeit zu gehen ist kein Problem, da sich oftmals „Gleichgesinnte“ unter der Gästeschar finden. Ist jemand darunter, der sich als Tischpartner besonders gut eignen könnte, kann das dem Brautpaar natürlich mitgeteilt werden. Ein Ändern der Tischordnung, wenn das nicht der Fall ist, ist jedoch keine Option. Spontan zu entscheiden, doch jemanden mitzubringen, übrigens auch nicht – Hochzeiten sind genau geplant, die Sitzplätze abgezählt und das Essen vorbestellt. Einige Wochen früher anzufragen ist kein Problem, Spontanaktionen aber schon.

     

    (9) Fotos und Videos

    Die meisten Brautpaare kümmern sich selbst um ihre Hochzeits-Fotos – in Form von einem Hochzeits-Fotographen oder einem sehr guten Hobbyfotograf. Um zu verhindern, dass das Paar ständig nur in Linsen schaut, sollte also vom eigenen Fotografieren abgesehen werden. Ein Schnappschuss hin und wieder ist in Ordnung, offensives in den Weg stellen oder ähnliches aber nicht. Das gleiche gilt für Videos.

     

    (10) Handynutzung

    Passend zum Thema Fotos und Videos sei auch angemerkt, dass die Vermählten sicherlich selbst entscheiden möchten, was von ihren privaten Hochzeitsbildern in die sozialen Medien gelangt. Schließlich ist es dem Brautpaar wichtig, an diesem Tag besonders gut auszusehen – und das nach eigenem Ermessen. Wer also Bilder mit dem Netzwerk teilen möchte, der sollte vorher abklären wie das Brautpaar dazu steht.


    Abgesehen von der Internetnutzung mit dem Smartphone ist natürlich auch die sonstige Handynutzung tabu. Vor allem bei wichtigen Momenten, wie der Trauungszeremonie, dem Essen und dem Tischgespräch ist es nicht gerne gesehen, wenn die Gäste auf dem Handy rumtippen oder sich zum Telefonieren verziehen. Brautleute, die das generell nicht wünschen, dürfen auf ihrer Einladung auch ausdrücklich darauf verweisen. Aber auch wenn es keinen solchen Passus dazu gab, gebietet die Höflichkeit auch in diesem Punkt Zurückhaltung.

    Selfie mit Brautpaar

    Alberne Selfies ins Netz stellen? Das darf das Brautpaar selbst – als Gast jedoch sollte um Erlaubnis gefragt werden. 

    (11) Der Hochzeitstanz

    Der Hochzeitstanz – traditionell ein Wiener Walzer – gehört allein dem Brautpaar. Bei passionierten Tänzern darf gebührend gestaunt werden, bei ungeübteren Paaren wird das Paar bald Brautvater und Bräutigam-Mutter dazu holen, die mit ihren Kindern tanzen und ebenso die Schwiegereltern. Wenn diese kurzen Tanzepisoden abgehakt sind, können alle Gäste dazu stoßen. Bei Unsicherheit warten, bis die weiteren Verwandtschaftsgrade sich auf der Tanzfläche finden – dann kann in der Regel nichts mehr schief gehen.

     

    (12) Das Essen

    Die Geschmäcker sind verschieden. Dementsprechend kann es immer vorkommen, dass dem einen oder anderen Gast das gewählte Menü nicht schmeckt. Das ist ok, aber kein Grund zum Mäkeln. Wie auch bei allem anderen ist hier Zurückhaltung gefragt – im Sinne von Essmanieren, Teller aufladen und Kritik. Wenn die Speisenfolge an den Tisch gebracht wird, sollte der Gast jede Speise annehmen und notfalls zurück gehen lassen, wenn etwas dabei ist was nicht mundet oder vertragen wird.

    Für den Fall dass eine Unverträglichkeit vorliegt, sollte das bereits kurz nach der Einladung abgesprochen werden. Das Brautpaar wird sicherlich gerne darauf eingehen, wenn es möglich ist. Sonst gilt – Brot und Butter gibt’s genug.

  • Tipps für Hochzeitsgäste

    Hurra – wir sind zur Hochzeit eingeladen!

    Eine Hochzeitseinladung ist in den Briefkasten geflattert, wie schön, wieder eine Gelegenheit zu feiern und es sich gut gehen zu lassen! Doch: Wie lesen wir den Dresscode richtig? Was ist als Geschenk angemessen? Wie viel Geld schenkt man eigentlich zur Hochzeit? Was schreiben wir in die Glückwünschkarten zur Hochzeit? Welchen Beitrag ihr als Hochzeitsgäste leisten könnt, um den schönsten Tag im Leben eurer Liebsten, Freunde oder Bekannten zum wahrhaft perfekten Tag zu machen, erfahrt ihr hier.

    Trauzeuge sein – das bedeutet etwas mehr als das Kissen mit den Trauringen zu halten!

    Trauzeugen – Bedeutung und Voraussetzungen. Welche Aufgaben übernimmt der Trauzeuge?

    Mit den Mädels planen, lachen, relaxen, einfach beim Hochzeit organisieren viel Spaß haben!

    Freundin, Vertraute, Ratgeber – eine Brautjungfer ist treue Helferin vor und während der Hochzeit.

    Mit zwölf Tipps zum perfekten Hochzeitsgast!

    „Smart Casual“ oder doch lieber „White Tie“? Der Dresscode zieht eure Hochzeitsgäste an.

    Liebevolle und aufmerksame Hochzeitsgeschenke – darüber freut sich jedes Brautpaar!

    Was schreiben wir in die Glückwunschkarten zur Hochzeit? Hier findet ihr Anleitung und Ideen.

    Angehende Brautleute lassen es gern so richtig krachen – am Polterabend am liebsten mit ihren besten Freunden!

    Geldgeschenke zum Hochzeitsfest – wie viel Geld ist angemessen?

    Single zum Hochzeitsfest – nutzt unsere Strategien und das Feiern unter Paaren wird eine gelungene Party!

    Hochzeits-Hashtag, Smartphone-Verbot und all die Spielräume dazwischen – was gebietet die Etikette?

    Heiße Krankenschwestern und sexy Cowboys, die unschuldigen Passanten an die Wäsche gehen!

    Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde … oder etwa doch nicht?