Kategorie: Tipps & More

  • Hochzeitsbräuche – Hochzeitstraditionen

    BRAUCHTUM & HOCHZEITSSPIELE
    Rund um die Ehe gibt es jede Menge Bräuche, Traditionen und Aberglauben. Bräuche prägten seit jeher die Art und Weise der Eheschließung, sei es aus Aberglaube oder dem Hochhalten alter Überlieferungen. Hochzeitsbräuchen kommt heute oft keine tiefere Bedeutung mehr zu, gerne werden sie in Stadt und Land zur Auflockerung der Hochzeitsfeier verwendet. Geboren aus dem Streben, böse Geister zu vertreiben, gehört etwa ein Polterabend oder Junggesellenabschied zur Hochzeit einfach mit dazu. Wir bringen euch hier die historischen Hintergründe des Heiratens näher und geben euch Anregungen, wie ihr Bräuche, Traditionen und Spiele in euer Hochzeitsfest einfließen lassen könnt.

    Bald ist es soweit!



    Lasst es krachen ihr Junggesellen und -gesellinnen!

    Erfülltes Liebesleben, Eheglück und Harmonie … einige bei uns nicht ganz so bekannte Bräuche!

    Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag: Jubiläen und ihre Bedeutung.

    So unterhaltet ihr eure Gäste während ihr selbst anderes zu tun habt!

     

    Mit diesen Spielen brecht ihr das Eis und sorgt für super Stimmung!

     

    Von Anfang an führt der Hochzeitslader Regie.


    Mit diesen Spielen haben eure kleinen Gäste richtig viel Spaß!

     

    Anregungen, damit die Trauung nicht aus dem Rahmen fällt.

    Wer mit wem … wie es sein soll und es sich gehört!

    Eine Brautparty stimmt die Braut und ihre Mädelsrunde auf die Hochzeit ein!

    Traditionen für ein wundervolles Hochzeitsfest.


    Nach der Hochzeitsfeier geht es lustig weiter…

    Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde … oder etwa doch nicht?

    Baumsägen und andere Hochzeitsspiele aus dem Brauchtum.

    HOCHZEITSMUSEM: HISTORISCHES & TRADITIONEN

    Es war nicht immer so, dass die Liebe die Basis für die Heirat bedeutete. Bis ins letzte Jahrhundert hinein waren es finanzielle und wirtschaftliche Gründe, die die Menschen zur Heirat bewegten. Oft wurde die Hochzeit schon von den Eltern beschlossen. Heute ist das Wichtigste, dass zwei Menschen in Liebe zueinander stehen und ihre Leben miteinander in Einklang bringen können. Blickt mit uns zurück in die Vergangenheit und erlebt, wie sich Hochzeitsfeste und Eheschließungen im Wandel Zeit verändert haben.

    Damals war heiraten super trendy


    Traurige Zeiten für alle Ehefrauen


    Tanzen und Musik werden fixer Bestandteil der Hochzeitsfeierlichkeiten

    Viele heutige Hochzeitsbräuche entstanden in dieser Epoche

    Sehenswertes zur Historie von Hochzeit, Liebe & Eros. Und eine wahre Fundgrube für Liebhaber

  • Polterabend – Junggesellenabschied

    Polterabend – Junggesellenabschied

    Hochzeitsbräuche – Der Polterabend

    Am Polterabend sollten in der Vergangenheit böse Geister durch den Lärm, den das Zerschlagen von Geschirr macht, verjagt werden. Heute wird das Poltern als Abschiedsfeier mit Freunden vom Junggesellenleben betrachtet und daher auch Junggesellenabschied genannt. Dabei wird in der Regel auch kein Porzellan mehr zerschlagen, obwohl es ja immer noch heißt: „Scherben bringen Glück!“

    Spaß am Polterabend

    Junggesellenabschied – Adieu Singelleben!

    Die Trauzeugen und der beste Freund des Bräutigams, bzw. die beste Freundin der Braut versammeln den jeweiligen Freundeskreis zu einem ausgelassenen Abend, um vom ungebundenen Leben als Single Abschied zu nehmen.  JunggesellInnen lassen es gerne richtig krachen. Liebe Trauzeugen, liebe Brautjungfern: Organisiert für eure(n) Freund(in) einen würdigen Abschied in die Ehe! Wertet den klassischen Streifzug durch Kneipen und Bars mit Herausforderungen und Aufgaben für den Noch-Junggesellen auf oder veranstaltet eine Rätselrallye. Die Aufgaben und Spiele müssen aber unbedingt zu Charakter und Humor von Braut bzw. Bräutigam passen, der Abend soll schließlich allen Beteiligten Spaß machen.

    Unternehmungen am Polterabend

    Traditionell findet der Polterabend oder Junggesellenabschied am Abend vor der Hochzeit statt. Es hat sich allerdings bewährt, bereits zwei bis sechs Wochen vor der Hochzeit zu poltern, schließlich soll das Brautpaar am Tag der Hochzeit frisch und erholt aussehen und die Feier unbeeinträchtigt von Kater und Kopfweh genießen. Finanziert wird der Polterabend größtenteils durch den Erlös aus den Spielchen und dem Verkauf von Klopfern oder ähnlichem, der Bauchladen wird durch die Freunde des Junggesellen bestückt. Je Polterabend T-Shirt ist mit etwa 15 bis 20 Euro zu rechnen. Wer für Junggesellenabschiede zu Hause oder im eigenen Garten als „Abschiedsgeschenk“ einen Stripper oder eine Stripperin engagieren will, ist mit etwa 200 Euro dabei.  Reicht ein einziger Abend nicht, um vom Junggesellenleben Abschied zu nehmen, lässt sich das Poltern  auch ausdehnen:  Wie wäre es etwa mit einem Campingausflug mit Canyoning oder einem lässigen Partyurlaub?

    Historisches: Der „Heanatanz“

    Der „Heanatanz“ (Hühnertanz) wird vor der Hochzeit im Hause der Braut abgehalten. Zu diesem Vergnügen finden sich Freunde und Freundinnen der Braut und deren Angehörige ein, welche ihr „besseres G`wandt angelegt“ haben, um den Abschied des Mädchens von der Freiheit und vom Elternhaus zu feiern.

    Es ist eine Art Polterabend, bei dem mit launigen Einlagen, Trinksprüchen, Pfänderspielen und Tanz oft recht ausgiebig gefeiert wird. Der Bräutigam bleibt bei dieser Gelegenheit schön brav zu Hause. Der Ausdruck „Heanatanz“ kommt wahrscheinlich davon, dass früher die Hühner bei dieser Veranstaltung in die Stubn gelassen wurden um der Braut Fruchtbarkeit zu wünschen. In Amerika wird der Junggesellinnenabschied noch heute oft „hens party“ genannt.

  • Hochzeitsreise: Bali

    Hochzeitsreise: Bali

    Hochzeitsreise: Bali

    Romantische Sonnenuntergänge, luxuriöse Hotels, traumhafte Strände, wohlschmeckende exotische Speisen und üppige tropische Vegetation, das allein reicht schon, um Fernweh zu wecken. Doch Bali bietet noch viel mehr: Beeindruckende Tempel laden ein zum Erkunden der faszinierenden balinesischen Götterwelt, die Künstlerstadt Ubud im Inselinneren bietet Kunsthandwerk vom Feinsten, Reisterassen und Vulkankegel bilden eine beeindruckende und abwechslungsreiche Kulisse für euren Honeymoon. Das Inselinnere lockt Abenteurer mit Flüssen zum Canyoning und Rafting.

     

    Honeymoon = Entspannung, Kultur und Abenteuer

    Für unseren Bali-Urlaub haben wir uns für genau diesen Mix aus Entspannung, Kultur und Abenteuer entschieden. Den ersten Tag verbrachten wir zum Einstimmen in einem traumhaften Hotel in Nusa Dua im Süden der Insel. Gefrühstückt wird auf einer Holzterrasse an einem Teich mit Lotusblüten, der Blick reicht über exotische Blüten bis zum Meer – ein Südseetraum. Unser erstes Ziel ist der Meerestempel Tanah Lot.

    Wir haben Glück, es ist Ebbe und gemeinsam mit einer Gruppe fröhlich plaudernder Einheimischer machen wir uns auf den Weg über den Strand. Der Tempel aus schwarzem Gestein ragt imposant auf einer Felsenklippe über uns auf und wir machen uns an den Anstieg – bei den feuchten Stufen und in Flip-Flops eine echte Challenge.

    Entlang der Reisterrassen

    Die Fahrt geht weiter durch Reisfelder und Kaffeeplantagen, an kleinen Dörfern und riesigen Banyanbäumen vorbei bis nach Ubud. An jeder Straßenkreuzung liegen kleine Gebinde aus Blüten und Obst als Opfergaben für die unzähligen Geister und Götter, die die spirituelle Vorstellungswelt der Balinesen bevölkern. In unserem Hotel am Rande einer Schlucht genießen wir vom schattigen Pool aus erst einmal die sagenhafte Aussicht und lauschen dem Geschrei von Affen und tropischen Vögeln, die sich in den weit ausladenden Baumkronen verstecken.

    Tempeltanz und Cocktails

    Bei der Präsentation authentischer balinesischer Tempeltänzen mit Originalkostümen und klimpernder Gamelan-Musik holt mich der Jetlag ein. Richtig munter werde ich erst wieder auf der anderen Seite der reich verzierten Tempelmauer bei Cocktails und Mango-Lassi in Ubuds berühmtem Cafe Lotos. Abgerundet wird unser Aufenthalt in Ubud durch einen Besuch des lebhaften Marktes, einen Spaziergang durch den Monkey Forest – eher Unterholz als Wald – und ausführliches Stöbern und Shoppen in den zahlreichen Läden für balinesische Kunst und Kunsthandwerk.

    Tempel Pura Ulun DanuAction and Spirit

    Eine spaßige Rafting-Tour am Ayung River erfrischt trotz des angenehm warmen Wassers und macht fit für die Besichtigung weiterer Tempelanlagen.

    Ein Highlight ist der Tempel Pura Ulun Danu, welcher der Seegöttin Dewi Danu gewidmet ist. Romantisch inmitten eines blühenden Gartens direkt am Seeufer gelegen, treibt er wie ein Floß auf dem Wasser.

    Die Nacht verbringen wir im Norden, wo wir auf Kissen am schwarzen Lava-Strand zusammensitzen und aufs immer dunkler werdende Meer hinausschauen.

    Am frühen Morgen fahren uns Fischer in Langbooten zum dolphin-watching aufs spiegelglatte Meer hinaus. Unsere Geduld wird belohnt, die Tiere kommen ganz nah ans Boot heran, schwimmen und springen für uns – sensationell!

    Weißer Sand und türkisblaues Meer

    Wieder ziehen Reisterrassen, das herrliche Panorama der Vulkanberge an uns vorbei, wir erkunden Tempel, Märkte, Wasserfälle und Nelkenplantagen bis wir am frühen Abend unser Hotel in Sanur erreichen. Von unserem Bungalow aus sind es nur ein paar Schritte über üppig grünes Gras bis zum traumhaften weißen Sandstrand. Der Mond spiegelt sich auf dem Meer, das Wasser ist angenehm warm und wir freuen uns auf eine Woche verwöhnen lassen im hoteleigenen Spa, aufs Tauchen und Schnorcheln in der glasklaren Südsee und viel Zeit zu Zweit.

     

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  • Hochzeitsbräuche – das Hochzeitsfest

    Hochzeitsbräuche – das Hochzeitsfest

    Hochzeitsbräuche beim Hochzeitsfest

    Der Kranzltanz

    Das Abnehmen des Brautschleiers wird neben dem „Brautstraußwerfen“ oft als Höhepunkt des Hochzeitsfest angesehen. Die Brautmutter nimmt ihrer Tochter den Schleier ab und führt sie in den Kreis der ledigen Mädchen. Nun wird der Schleier von den Maiden über der Braut als Dach ausgebreitet. Um die Braut wird jetzt ein Reigen getanzt. Nach dem Tanz steckt die Braut den Schleier dem Mädchen auf, das ihrer Meinung nach die nächste Braut sein wird.
    (siehe auch: Der „Kranzltanz“ im 18. Jhdt)

    Brauttanz im Feld

    „Die Hochzeitssuppe salzen“

    Vor dem Hochzeitsmahl geht die Braut in die Küche, um die Suppe zu salzen und bedankt sich beim Küchenpersonal mit einem entsprechenden Trinkgeld für das hervorragende Hochzeitsessen.

    Der Brauttanz

     Unter der Leitung des Hochzeitsladers wird mit dem Brauttanz die Tanzfläche eröffnet. Den ersten Tanz tanzt das Brautpaar zusammen. Dann tanzen die Brautleute jeweils mit den Eltern, Geschwistern und Paten. Am Schluss gibt es ein Tänzchen mit dem Hochzeitslader, der die Braut wieder dem Bräutigam übergibt.

    Die Tänze werden durch die „Zuawi-geher“, „Nachigeher“, „Mosnaschützen“ und „Stücklpasser“ belebt. Dieses „Dreintanzen“ unbefugter Burschen war früher oftmals der Grund für eine ordentliche Rauferei. Erst nach diesem strikten Prozedere gibt der Hochzeitslader die Tanzfläche für die übrigen Gäste frei.

    Brautschuh versteigern

    Eine lustige und für das Brautpaar sehr einträgliche Art der Versteigerung ist es, den Schuh der Braut zum Verkauf anzubieten. Einer der Trauzeugen geht mit einem Hut herum und jeder Bieter legt den Differenzbetrag zum Gebot des Vorbieters in den Hut. Als Allerletzter bietet der Bräutigam. So besitzt seine Braut wieder ein komplettes Paar Schuhe und als Zugabe einen gut gefüllten Hut.

    Die Brautentführung

    Früher war die Brautentführung eine sehr ernste Sache, da es oft vorkam, dass die Braut schon bei der Hochzeitszeremonie entführt wurde. Wenn der Bräutigam auf seine Braut nicht aufpassen konnte, war er es auch nicht wert, sie zu heiraten. Heute dient dieser Brauch lediglich dazu, das Brautpaar für kurze Zeit zu trennen, um irgendwo einzukehren.

    Die Entführer sollten keinesfalls zu lange fortbleiben, da die „Übriggebliebenen“ sich langweilen und dadurch die gute Stimmung verloren gehen könnte. Der Bräutigam sollte übrigens den Brautstrauß besonders gut im Auge behalten, da ihn dieser beim Auslösen der Braut von der Zahlungspflicht entbindet und die Entführer die gemachte Zeche selbst bezahlen müssen.

  • Hochzeitsbrauch – Hochzeitslader

    Hochzeitsbräuche – Der Hochzeitslader

    Bei der ländlichen Hochzeit nimmt der Hochzeitslader neben dem Brautpaar die wichtigste Stellung in der Hochzeitsgesellschaft ein. Er trägt wesentlich dazu bei, alte Bräuche und Überlieferungen zu pflegen, aber auch neue Trends einfließen zu lassen.  Gute kommunikative Fähigkeiten und das Wissen um Hochzeitsbräuche und Hochzeitstraditionen sind Voraussetzung für dieses Ehrenamt. Ein Hochzeitslader ist im übertragenem Sinn der Regisseur einer Hochzeit. Er hat die Aufgabe, den Hochzeitstag bis zur letzten Stunde zu organisieren. Aber auch bei den Hochzeitsvorbereitungen steht er dem Brautpaar mit Rat und Tat zur Seite.

     

    Der Hochzeitslader übernimmt die Regie

    Der Hochzeitslader kann als Vorläufer des Wedding Planners gesehen werden, der heute viele Brautleute bei der Organisation ihrer Hochzeit unterstützt. Er weiß, wen das Brautpaar persönlich einladen muss,  welche Aufgaben die Kranzljungfrauen haben und dergleichen mehr. Er überbringt unter anderem die mündlichen Hochzeitseinladungen und  wählt das richtige Lokal und die Musikgruppe aus.

    Zeremonienmeister und Alleinunterhalter

    Ist der große Tag gekommen, kümmert sich der Hochzeitslader um den Abschied von Braut und Bräutigam von ihrem Elternhaus und begleitet beide auf ihrem Weg zur Trauung. Er stellt den Hochzeitszug zusammen, teilt die Sitzordnung in der Kirche nach bestehendem Brauchtum ein und hilft so allen Anwesenden beim reibungslosen Ablauf der Hochzeit. Ist die Zeremonie dann vorbei und das Gruppenfoto gemacht, stellt er den Hochzeitszug zusammen und die Hochzeitsgesellschaft macht sich auf den Weg zum Lokal. Dort angekommen hilft er allen, den richtigen Sitzplatz zu finden. Ab diesem Zeitpunkt ist der Hochzeitslader nicht mehr zu bremsen. Er singt, tanzt, lässt das Brautpaar hochleben, macht seine Späße und sorgt für gute Laune und den richtigen Rahmen. Nach dem Hochzeitsmahl sammelt der Hochzeitslader für die Musikanten ein Trinkgeld, wobei er meist einen Teller mit einem Notenblatt als Unterlage verwendet.

     

    Stilecht: Hut und Stecken

    Die Kleidung des Hochzeitladers ist der jeweiligen regionalen Tracht angepasst. Bestimmte Zier- und Schmuckgegenstände, vor allem der mit Blumen und Bändern geschmückte „Ladstecken“ sind die Kennzeichen des Hochzeitladers. Dieser wird einerseits mit dem historischen Botenstab  in Verbindung gebracht. Auch praktische Überlegungen sind hier eingeflossen: So konnte der Hochzeitslader bei den „Ladgängen“ mit dem Stab die Hunde fernhalten. Der Stab half auch, breitere Gräben und Hindernisse leichter zu überwinden. Oberstes Gebot: Die beiden aufgekranzten Utensilien des Hochzeitsladers, Hut und „Ladstecken“ dürfen von diesem nie aus den Augen gelassen werden.

    Hochzeitslader in Österreich

    Allein im Salzburger Flachgau gibt es heute mehr als 50 Hochzeitslader, im Pongau über 30 Hochzeitslader und zahlreiche weitere in den anderen Salzburger Gauen. Alljährlich treffen sich alle Salzburger Hochzeitslader auf Initiative der Salzburger Volkskultur zu einem Informations- und Gedankenaustausch. Aber auch in Niederösterreich und Oberösterreich wird der Hochzeitslader noch gerne der Hochzeitsgesellschaft beigezogen.

  • Hochzeitsbräuche – Hochzeitsspiele

    Hochzeitsbräuche – Hochzeitsspiele

    Hochzeitsbräuche – Die Hochzeitsspiele

    Seit jeher ist es üblich, die Hochzeitsgesellschaft mit speziellen Hochzeitsspielen zu unterhalten. Und auch heute noch sind sie geeignete Mittel, die Gäste vor, während und nach dem Hochzeitsfest bestens zu unterhalten. Sprecht euch mit dem Hochzeitslader (oder den Hochzeitsmusikern) ab. Er hat bestimmt ein paar gute Spiele parat, damit eure Hochzeitsfeier zu einem gelungenem Event wird!

    Hochzeitsspiel Baumsägen

    Brautaufwecken

    Der Hochzeitstag wird vielfach mit dem „Brautaufwecken“ eingeleitet. Die Burschen vom Ort kommen in den frühen Morgenstunden vor das Haus der Braut, um sie mit Böllerschüssen aufzuwecken. Dann wird sie von Freundinnen und den „Kranzldamen“ angekleidet.

    Das „Brautbegehren“

    Beim „Brautbegehren“ holt der Brautführer die Braut aus dem Elternhaus ab. Oft wird ihm dabei eine „falsche Braut“ angeboten. Viele lustige Sprüche begleiten diesen Vorgang. Im Anschluss daran wird den Hochzeitsgästen ein reichliches Frühstück gereicht. Früher fand es für die Angehörigen der Braut und des Bräutigams getrennt statt. Man traf sich erst wieder beim anschließenden Kirchgang.

    Das „Pfiaten“

    Der Kirchgang beginnt mit dem Verabschieden der Braut vom Elternhaus, dem sogenannten „Pfiaten“. Dabei hat sich die Braut früher vor ihren Eltern hingekniet und ihnen für erwiesene Wohltaten gedankt und gleichzeitig den Segen der Eltern erbeten.

    Im Wechselgebiet ist das „Brautausbitten“ üblich, wobei der Hochzeitslader im Namen der Braut bei den Eltern Abschied nimmt. Dann stellt er den Hochzeitszug zur Kirche zusammen. Den Hochzeitsgästen voran geht die Musik.

    Das „Fürziehen oder Absperren“

    Am Weg zur Kirche wird nicht selten das „Absperren“ durchgeführt. Dieses Wegabsperren mit einem Strick geht zurück auf die „Brautmaut“ (siehe: Hochzeiten in der Renaissance) und ist im ganzen Lande unter verschiedenen Namen üblich.

    Während die „Brautmaut“ in uralten Zeiten nur für die dorffremden Bräute üblich war, wird das „Absperren“ heute auch innerhalb des Dorfes durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit wird auch entsprechend „vermacht“, dabei werden Begebenheiten des Brautpaares aus ihrer Jugendzeit zum Vergnügen der Hochzeitsgesellschaft zum Besten gegeben.

    Das Überwinden des letzten Hindernisses besteht aus einer Spende an die Dorfburschen und -mädchen, aus deren Gemeinschaft das junge Paar nun ausscheidet. Im Gegenzug zur Spende reichen die jungen Leute den Hochzeitsgästen oft Wein. Erst wenn der letzte Hochzeitsgast davon getrunken hat, wird die Sperre aufgelöst.

    Das „Gatthhihosenlaufen“

    In einigen Flachgauer Orten findet auch heute noch manchmal ein Hochzeitslaufen statt. Dabei laufen die jungen ledigen Burschen der Hochzeitsgesellschaft nur mit der Unterhose (Gattihose) bekleidet, um die Wette. Der Hochzeitslader reicht den Läufern vor dem Start ein Glas Wein, gibt anschließend das Startzeichen und fungiert obendrein als Schiedsrichter.

    Das „Brautstehlen“ oder die „Brautentführung“

    In manchen Gegenden Österreichs ist die Tradition des „Brautstehlens“ noch immer sehr beliebt. Die Braut wird in ein Wirtshaus entführt, wo auf Kosten des Bräutigams kräftig gezecht wird. Im Anschluss daran geht es zum Hochzeitshaus, wo die Tür verschlossen ist. Oft steht vor dem Tor ein Tisch oder Sessel mit Brot, einem Glas Wasser (als Mahnung zur Sparsamkeit) und einem Besen. Die Hochzeitsgäste beobachten nun, wonach der Bräutigam zuerst greift. Manches Mal muss diese Zeremonie des Einlasses auch mit vielen Vierzeilern vom Brautlader erzwungen werden. Ab und zu tritt auch ein vermummtes Paar auf, welches ein angeblich uneheliches Kind (Puppe) vorweist. Auch diese Hindernisse müssen durch das Brautpaar mittels einer Spende überwunden werden.

    Im Burgenland und im Weinviertel wird an der Schwelle ein Blumentopf bzw. Teller zerbrochen. Die Braut muss die Scherben wegkehren und wird genau dabei beobachtet, ob sie „das Glück ins Haus hineinkehrt“.

  • Hochzeitsbräuche – Hochzeitsstreiche

    Hochzeitsbräuche – Hochzeitsstreiche

    Hochzeitsstreiche – Wohnung verwüsten & Co

    Das Verwüsten der Wohnung ist ein bei Freunden des Brautpaares beliebter Hochzeitsstreich. Übertreibt es nicht, ein Hochzeitstag ist eine großartiges Erlebnis, das für das Brautpaar nicht mit Ärger, sondern in Heiterkeit ausklingen soll. Man kennt Geschichten, wo das gesamte Geschirr der Brautleute beschmutzt, die Schränke vollständig ausgeräumt und die Sachen in der ganzen Wohnung verteilt wurden. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass das Bett vollkommen zerlegt, die Haustüre verbarrikadiert oder die Toilette zugepflanzt wurde. Muss nicht sein. Wir haben einige lustige, aber harmlose Hochzeitsstreiche für euch zusammengestellt.

    Luftballons als Hochzeitsstreich

    Hochzeitsstreich Nr. 01: Hindernislauf

    Definitiv der Beliebteste unter den Hochzeitsstreichen. Öffnet das Brautpaar beim Heimkommen die Wohnungstür, ist das traute Heim bereits bewohnt: Die Wohnung ist mit Luftballons, Wasserbomben – oder Pfandflaschen gefüllt.  Da hat das Brautpaar einiges zu tun, bis der Weg ins Ehebett frei ist!

    Mondfinsternis

    Schraubt alle Glühlampen aus ihren Fassungen. Schaltet das Brautpaar das Licht ein passiert – Nichts! Die Stimmung wird dadurch sehr romantisch, denn ihr habt hilfreicherweise Kerzen und Zündhölzer zurecht gelegt.

    Flüsterbett

    Macht es dem Brautpaar im Ehebett so richtig gemütlich. Füllt Reis oder Trockenerbsen zwischen Matratze und Spannbetttuch oder bringt kleine Glöckchen am Lattenrost an. Jegliche Aktivität im Ehebett zieht so eine unerwünschte Veränderung der Geräuschkulisse nach sich.

    Die große Mauer

    Telefonbücher sind mittlerweile beinahe obsolet, zum Zumauern der Tür ins Schlafzimmer sind sie allerdings bestens geeignet!

    Wecker in der Hochzeitsnacht

    Guten Morgen!

    Sammelt im Bekanntenkreis alle Wecker ein, stellt sie im 20-Minuten-Rhythmus und versteckt sie im Schlafzimmer des Brautpaares – die beiden werden kein Auge zumachen. Aber das soll man in der Hochzeitsnacht ja auch gar nicht …

    Blumenbeet im Waschbecken

    Legt das Waschbecken sorgfältig mit Folie aus, füllt Erde hinein und bepflanzt es mit schönen Blumen. Hände weg von der Toilette!

    Schnitzeljagd

    Sperrt das Schlafzimmer zu und hängt einen Zettel mit einem Hinweis an die Tür. Eine ganze Kette von Hinweisen führt schlussendlich zum Versteck.

    Frostiger Schlüssel

    Werft den Schlüssel in einen Tiefkühlbeutel mit Wasser und friert das Ganze im Tiefkühlfach des Brautpaares ein. Ein Hinweis an der Schlafzimmertür mit „Schaut mal ins Gefrierfach“ wäre bei diesem Streich angebracht.

    Salzsstreuer für den Hochzeitsstreich

    Verhexte Küche

    Füllt Salz in die Zuckerdose und Zucker in den Salzstreuer, kocht alle Eier und legt sie in den Karton zurück, vertauscht die Etiketten an Konservendosen und tut zur Entschädigung für all die Streiche was Gutes: Stellt ein paar leckere Speisen oder Getränke, die das Brautpaar gerne isst oder trinkt in den Kühlschrank!

    Ruhige Hochzeitsnacht: Dem Wohnung verwüsten ausweichen

    Das Brautpaar kann Überraschungen und Störungen von der Hochzeitsnacht in den nächsten Tag verlagern, wenn es diese in einem Hotel verbringt. Doch sollte dieser Ort absolut geheim gehalten werden, um nicht wieder eine Überraschung zu erleben!

  • Hochzeitsbrauch – Hochzeitszug

    Hochzeitsbrauch – Hochzeitszug

    Hochzeitsbräuche – Der Hochzeitszug

    In ländlichen Gebieten überwacht oft der Hochzeitslader den reibungslosen Ablauf  des Hochzeitgszuges. Habt ihr keinen Hochzeitslader, dann betraut einen Verwandten damit, den Hochzeitszug zu formieren. Denn es ist nichts störender, als wenn alle wild durcheinanderlaufen. Betraut aber nicht eure Eltern mit dieser Aufgabe, denn diese sind mit Hauptbeteiligte der Hochzeitsfeier.

    Hochzeitsauto

    Reihenfolge auf dem Weg zur Kirche

    1. Die Trauzeugen und Brautjungfern
    2. Eltern des Bräutigams, Brautmutter
    3. Die restlichen Familienmitglieder – in der Reihenfolge des Verwandtschaftsgrades
    4. Freunde

    Einzug in die Kirche

    Üblicherweise wird zuerst der Bräutigam von seiner Mutter oder seinem Trauzeugen zum Traualtar geleitet. Danach nehmen die Hochzeitsgäste in den Sitzreihen Platz. Beachtet, dass die erste Reihe den Eltern und nahen Verwandten (Großeltern, Tanten, etc.) vorbehalten sein soll. Die Trauzeugen warten seitlich, bis zuletzt die Braut mit dem Brautvater die Kirche betritt und an die linke Seite des Bräutigams geleitet wird.  Ein hübsches Bild bieten auch Kinder oder Blumenmädchen, die vor der Braut hergehen, am Altar jedoch sofort zur Seite gehen sollten. Nun nehmen auch Trauzeugen rechts und links hinter dem Brautpaar Aufstellung.

    1. Bräutigam (geht rechts) und seine Mutter oder ein Trauzeuge
    2. Brautmutter und Vater des Bräutigams oder ein Trauzeuge
    3. Nahe Verwandte
    4. Alle anderen Gäste
    5. Blumenkinder
    6. Brautjungfern
    7. Braut (geht links) und Brautvater
      Beim Altar stehen Bräutigam rechts und die Braut links

    Beim Verlassen der Kirche

    Beim Verlassen der Kirche gehen zwei Blumenkinder voran, die den Weg mit Blüten bestreuen. Achtung! Die Braut geht jetzt zur Rechten des Bräutigams. Vergesst nicht, zwei Brautjungfern zu nominieren, die der Braut bei den Gratulationen die Blumen abnehmen.

    1. Blumenkinder
    2. Das Brautpaar
    3. Brautjungfern
    4. Eltern des Brautpaares
    5. Trauzeugen mit Partnern
    6. Der Rest der Hochzeitsgesellschaft

    Die Fahrt zur Tafel

    1. Das Auto des Brautpaares mit Chauffeur
    2. Die Eltern der Braut
    3. Die Eltern des Bräutigams
    4. Die Trauzeugen und Brautjungfern
    5. Nahe Verwandte
    6. Die restliche Hochzeitsgesellschaft
  • Hochzeitsbräuche – just married – Morgengabe

    Hochzeitsbräuche – just married – Morgengabe

    Hochzeitsbräuche – Just Married!

    Just Married

    Aus Übersee importiert wurde der Brauch, das Auto des Brautpaars mit  der Aufschrift „Just Married“ zu verzieren. Das Brautpaar wird von seinen Freunden & Verwandten sehr lautstark auf den Lebensweg geschickt, indem man ihm zahlreiche alte Dosen und Schuhe an die hintere Stoßstange des Autos bindet – zusätzlich wird dann noch ein Schild mit „Just Married“ am Auto befestigt. Der Lärm soll die Armut und die Bösen Geister für immer vertreiben.

    Just Married Hochzeitsauto

    Das „Wiegenholzführen“

    Das „Wiegenholzführen“ reihte sich unmittelbar an die Hochzeitsfeier. Hochzeitsführer und Gäste suchten im Wald einen Baumstamm, der unter Späßen ins Hochzeitshaus gebracht wurde. Wurde dieses vorerst versperrt, so schnitten die Männer draußen eine Scheibe vom Stamm ab und reichten die Holzstücke durch Fenster und Tür ins Haus. Der Brautführer musste damit die Braut „messen“. Da der Stamm meist einen genügend großen Umfang hat, wird beim Vergleich mit der Taille der Braut befriedigend festgestellt, dass die aus dem Baumstamm zu fertigende Wiege groß genug für Zwillinge wäre. In der Oststeiermark und dem Burgenland steht dieser Brauch im Zusammenhang mit dem „Blochziehen“ (das gehört wiederum zum Faschingsbrauchtum).

    Über die Schwelle tragen

    Hat das frischvermählte Paar die Hochzeitsfeier glücklich hinter sich gebracht, so kommt auf den Bräutigam nur mehr eine Kleinigkeit zu, die er aber sicherlich gerne auf sich nehmen wird.
    Wenn beide das erste Mal gemeinsam die neue Wohnung betreten, so muss der Bräutigam seine Braut über die Schwelle tragen. Dies hat der Überlieferung nach den Sinn – die Geister dahingehend zu täuschen, dass nur eine Person die Wohnung betritt.

    Die Morgengabe

    Nach der Hochzeitsnacht überreicht der Bräutigam seiner Braut die Morgengabe. Früher wurden der Braut in Adelskreisen Güter, Burgen und Ländereien zum Geschenk gemacht. Heute schenkt der Bräutigam eher goldene Schmuckstücke, Colliers oder Ohrgehänge. Natürlich darf auch die Braut dem Bräutigam eine Morgengabe überreichen.

  • Trauungszeremonie -Hochzeitsbräuche

    Trauungszeremonie -Hochzeitsbräuche

    Hochzeitsbräuche für die Trauungszeremonie

    Streng geheim: Das Hochzeitskleid

    In Österreich hat sich der schöne Brauch erhalten, dass die Braut ihr Hochzeitskleid dem Bräutigam bis zum großen Augenblick der Begegnung vor dem Altar vorenthält. Um so größer ist dann die Neugierde, Freude und Überraschung, wenn die Braut in ihrer umwerfend schöne Robe erscheint. Hartnäckig hält sich auch der Aberglaube, es bringt Unglück, wenn der Brautigam das Brautkleid vor der Trauung sieht.

     

    das blaue Strumpfband der Braut

    Etwas „Altes-Neues-Blaues-Geliehenes“

    Es ist üblich, dass die Braut am Tag ihrer Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geliehenes trägt. Die Überlieferung besagt, dass ihr dadurch viel Glück und eine sonnige Zukunft sicher sind.

    Das Streuen von Blumen

    Einer der schönsten Bräuche, den wir aus alten  Überlieferungen kennen, ist das Blumenstreuen. Dem Brautpaar soll durch das Streuen reicher Kindersegen beschert werden und den steinigen und beschwerlichen Weg der Ehe ebnen.

    Das Werfen von Reis

    Ähnlich wie das Blumenstreuen dient das Werfen von Reis der Bitte um Fruchtbarkeit für das Brautpaar. Diese Sitte stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum.

    Das Hochzeitsspalier

    Oft schreiten Brautpaare beim Verlassen der Kirche durch ein Spalier der Gäste und Freunde, die versuchen, das Paar am Durchlaufen zu hindern. Dahinter steckt die gemeinsame Überwindung von Stolpersteinen in der Ehe.

    Den Weg versperren

    Den Weg versperren ist ein in ländlichen Gegenden noch immer üblicher Brauch. Beim Verlassen der Kirche wird dem Brautpaar, meist von Kindern oder Burschen durch Bänder oder Schnüre der Weg versperrt. Sie müssen sich dann mit Geld, Wein oder Süßigkeiten den Weg in die Ehe freikaufen.

    Brautstrauß werfen

    Einer der Höhepunkte, weil von vielen unverheirateten Mädchen herbeigesehnter Moment der Hochzeitsfeier ist das Werfen des Brautstraußes. Die Braut dreht den unverheirateten Mädchen den Rücken zu und wirft den Brautstrauß hoch in die Luft. Diejenige, die ihn fängt, soll die nächste Braut sein.

    Strumpfband werfen

    Anschließend an das Werfen des Brautstraußes folgt ein sehr beliebter Brauch: das Werfen des Strumpfbandes. Diesmal sind es aber die unverheirateten Männer, die versuchen müssen, das von der Braut geworfene Strumpfband zu fangen. Der glückliche Fänger soll der nächste Bräutigam sein.