Kategorie: Tipps & More

  • Hochzeit im 18. Jahrhundert – Kranzltanz und Limoniapfel

    Hochzeit im 18. Jahrhundert – Kranzltanz und Limoniapfel

    Hochzeitsbräuche & Sitten im 18. Jahrhundert

    Hochzeit im 18. Jahrhundert
    Aus dem Waldviertel ist aus dem Jahre 1772 überliefert, dass bei der Trauung ein Rosmarienzweig und ein „Limoniapfel“ geopfert wurden. Dies war jedoch vor allem in protestantischen Gebieten üblich.

     

    Die Überlieferungen erzählen auch vom Schenken und Ausstatten. Zum Möbelbrauchtum gehört das Schenken von  Hochzeitskästchen, Truhen, Kästen, Wiegen und Betten, die mit Hochzeitssinnbildern verziert werden.

    Der „Kranzltanz“

    Im 18. Jahrhundert wurde in der Dachsteinregion von der Herrschaft festgelegt, dass die Brautleute beim Kreuz unterhalb des Dachsteins drei Tänze (Frontänze) auszutragen hatten und verpflichtet waren der Herrschaft Kranz und Krapfen (Kranzgebäck) zu verehren. Im Gegenzug dazu sandte die Herrschaft den Hochzeitern eine „Kandl Wein“ und gab drei Salutschüsse ab.

    Strikte Gegenreformation

    Zahlreiche behördliche Regelungen aus der Zeit der Gegenreformation und der Aufklärung haben die Feste in Niederösterreich eingeeengt. So durften vermögende Leute nicht mehr als 44 Personen, ärmere jedoch nur bis zu 20 Personen einladen. Auch war nur eine begrenzte Anzahl von Speisen erlaubt und jede Hochzeit sollte mit drei oder vier Mahlzeiten am dritten Tage abgeschlossen werden.

  • Hochzeit in der Nachkriegszeit

    Hochzeit in der Nachkriegszeit

    Hochzeitsbräuche & Sitten in der Nachkriegszeit

    Es ist schon einige Zeit her, dass die letzten Bomben gefallen sind, die Aufräumarbeiten sind beendet, nur noch selten kehren Ehemänner, Söhne und Verlobte von der Front zurück. Durch die Einbeziehung in den Marshallplan verbessert sich die wirtschaftliche Situation wesentlich. Dennoch war ein luxuriöses Hochzeitsfest 1948 völlig undenkbar, waren die Leute doch froh, wenn sie genug Geld für die lebenswichtigen Dinge hatten. 

    Die wahre Geschichte einer Hochzeit 1948

    Wir schreiben Samstag, den 3. April 1948. Im 21. Wiener Gemeindebezirk bereitet sich eine junge Braut darauf vor, den Bund fürs Leben zu schließen. Am Vormittag finden sich Braut Angela und Bräutigam Fritz im Standesamt Wien-Floridsdorf zur Vermählung ein. Nachmittags geht die Hochzeitsgesellschaft zu Fuß zur Pfarrkirche Jedlesee, wo um 15:00 Uhr die kirchliche Trauung stattfinden soll – einen geschmückten Autokonvoi, wie heute üblich gibt es nicht. In die Kirche sind etwa 100 Gäste geladen.

    Hochzeit in der Nachkriegszeit
    Angela, die Braut, trägt ein Brautkleid, das sie in einem Geschäft im 18. Bezirk geliehen hat. Die Schuhe, die sie an diesem Tag trägt, borgt ihr eine Freundin. Einzig das Unterkleid darf sie behalten, denn den Stoff hat sie von ihrer Firmpatin als Hochzeitspräsent bekommen.

    In der Hand trägt sie am Weg zum Altar einen Brautstrauß aus gelben Plastiktulpen. Für die Trauringe musste Schmuck der verstorbenen Mutter des Bräutigams eingegossen werden.

    Nach der Trauungszeremonie gibt es einen kleinen Hochzeitsempfang für 20 Gäste. Glücklicherweise hat das Paar von einem befreundeten Greißler einen Gugelhupf und einen Striezel geschenkt bekommen, die den Festgästen kredenzt werden. Außerdem bekommt das Brautpaar ein Viertel Kilogramm Bohnenkaffee, im Jahr 1948 ein enorm luxoriöses Produkt.

    ! Fact-Box

    EHESCHLIESSUNGEN – VERGLEICH 1948 und 2012

    Insgesamt wurden im Jahr 1948 in Österreich 71.904 Ehen geschlossen. Im Jahr 2010 hingegen betrug die Zahl der Eheschließungen in Österreich nur mehr 38.592!

  • Hochzeitsmuseum – Hochzeitskultur

    Hochzeitsmuseum – Hochzeitskultur

    Hochzeitskultur.Museum … einzigartig in Österreich

    Hochzeitskultur.Museum



    Historische Schauobjekte (ab 1750), historische Hochzeitsphotographie und Reproduktionen aus Kunst und Brauchtum geben einen Einblick in die unendliche Geschichte  von Hochzeit, Liebe und Frauenwelten.


    Begegnen Sie dem „Schicksal Hochzeit“ für das Leben und entdecken Sie religiöse und soziale Zugänge zum Eheversprechen

    Hochzeitskultur.Museum
    Das gibt es zu sehen:

    • Votivgaben zu Liebe und Hochzeit
    • Hochzeitsphotos, Brautandenken
    • Brautausstattung, Brautschleier
    • Hochzeitszüge, -tafel, -geschenke
    • Ehebett
    • Hochzeitsjubiläen
    • Primizkrone
    • Brauchtum, Sonderformen der Hochzeit
    • drei „Ks“, Eros und Psyche
    • Dokumente, Briefe
    • feine Handarbeiten
    • und noch vieles mehr …

    Hochzeitsmuseum.Kultur
    Hochzeitsmuseum.Kultur
    Agathe Drenth

    8345 Hof 17
    Telefon +43 (0) 699 171 29 624
    E-Mail:  johannisbrunnen@aon.at

     

    ÖFFNUNGSZEITEN :
    Mitte April bis Ende Oktober jeden 1. + 3. Sa/So
    von 14.00 bis 18.00
    Außerhalb dieser Besuchmöglichkeiten gegen telefonischer Voranmeldung

     

    ANFAHRT:
    B66 zwischen Bad Gleichenberg & Bad Radkersburg, abzweigen nach Orts-Tafel HOF,
    dann in den Ortsteil Johannisbrunn

  • Brautschuhe zum Traumhochzeitskleid

    Brautschuhe zum Traumhochzeitskleid

    Brautschuhe, die passen

    Perfekte Brautschuhe zu finden ist beinahe so anspruchsvoll wie die Wahl deines Brautkleides, sollen sie doch super aussehen, mit dem Hochzeitskleid harmonieren und gleichzeitig bequem sein. Sandalen, Pumps oder gar Sneakers, flacher Absatz oder High Heels – finde deinen individuellen Style mit unseren Tipps.Brautschuhe

    Perfektes Timing

    Sobald du dein perfektes Brautkleid gefunden hast, ist es Zeit für die Suche nach deinen Brautschuhen. Meistens ist für das Brautkleid eine zweite Anprobe erforderlich. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Braut ihre Schuhe schon gekauft haben, damit  das Kleid auf die perfekte Länge gebracht werden kann.

    Der Preis deiner Brautschuhe

    Spare nicht an den Brautschuhen! Du trägst sie immerhin den ganzen Tag. Außerdem verdient dein Traumhochzeitskleid ein Paar prächtige Brautschuhe. Befürchtest du, dass deine Schuhe nach dem großen Tag zurück in den Karton verschwinden? Wähle ein neutraleres Modell, mit dem du auch zu einem feschen Sommerkleid einen schlanken Fuß machst.

    Tragekomfort

    Denk daran, dass du die Brautschuhe von früh morgens bis zum späten Abend anhaben wirst. Je länger du läufst, tanzt und stehst, umso dicker werden deine Füsse. Kaufe deine Schuhe am besten am späten Nachmittag! Genau zu diesem Zeitpunkt haben die Füße den richtigen Schwellungsgrad.

    Tipp! Für den Extra-Komfort eignen sich kleine Gelkissen als Einlage.

     

    Eine Frage des richtigen Stils!

    Greife nach deinen Traumschuhen. Du heiratest hoffentlich nur einmal und diesen Tag solltest du dann auch richtig genießen! Natürlich sollte der Stil der Schuhe zu deinem Typ und deinem Brautkleid passen. Schön ist es auch, wenn sich die Details des Kleides auf den Schuhen wieder finden. Möchtest du in Sandalen, zehen- oder fersenfreien Schuhen heiraten? Dann sind gut gepflegte Füße das um und auf, hier sind die Tipps dazu.

    Tipp! Kurze Kleider schreien nach Wahnsinns-Schuhen.

    Brautschuhe

    Weiß ist nicht gleich Weiß!

    Achte darauf, dass die Brautschuhe exakt die gleiche Farbe haben wie dein Kleid. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du gleich im Brautmodengeschäft nach den passenden Brautschuhen schaust. Falls du doch in ein anderes Geschäft gehst, dann nimm dir einen Stück Stoff von deinem Hochzeitskleid mit.

    Megaflach vs. Mediumhoch

    Du bist es gewohnt mit hochhackigen Schuhen zu gehen? Wenn nein, dann wähle für deine Brautschuhe am besten maximal fünf Zentimeter Absatz! ACHTUNG! Denke auch unbedingt an die Größe des Bräutigams. Du willst doch nicht plötzlich größer als der Bräutigam sein.

    Cinderella’s Shoes: Pumps

    Der Pumps ist ein eleganter und gangbarer Mittelweg zwischen Ballerina und Killer-Heel. Dank seiner klaren, cleanen Form und dem fußfreundlichen Absatz ist er praktisch und elegant zugleich.

    Was für klassische Pumps spricht?

    Sie passen einfach zu fast jedem Kleid!

    ZAUBERHAFTER PUMPS-KNIGGE

    >> Geschlossene Pumps wirken schnell konservativ und können einem ganzen Outfit die Raffinesse stehlen
    >> Spitze Schuhkappen wirken erotisch, aber auch aggressiv. Sie lassen große Füße noch größer wirken.
    >> Runde Schuhkappen kommen oft zu girlie-lieb daher. Pumps aus Naturleder wirken nur wirklich edel zu gebräunten Beinen oder langen Hosen

    Brautschuhe müssen bequem seinFußnote

    Schmerzende Füße ruinieren deinen Hochzeitstag, und sie sind so einfach vermeidbar. Nimm dir ein zweites Paar extrem bequeme Schuhe mit. Falls es deine Füße in deinen Brautschuhen nicht mehr aushalten möchten, wechselst du flugs dein Schuhwerk und steigst von High Heels in sportliche Brautsneaker oder flachere Pumps um – da geht auch mehr auf der Tanzfläche!

     

     

    Bilder: 3Xmedia, pixabay

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  • Hochzeitsdessous – Brautdessous – Hochzeitsaccessoires

    Hochzeitsdessous – Brautdessous – Hochzeitsaccessoires

    Dessous für die Hochzeit – Brautdessous

    Du hast Dein Traumhochzeitskleid gefunden, die perfekten Schuhe dazu ausgewählt, doch was trägt die Braut darunter? Das, was sie unter ihrem Hochzeitskleid trägt, zieht eine Braut in erster Linie für einen Menschen an: Ihren frisch angetrauten Ehemann. Sexy und verführerisch sollen Brautdessous deshalb sein, gut sitzen und bequem passen. Eine Braut soll sich in ihrer Unterwäsche verwöhnt und wunderschön fühlen.

    Brautdessous Corsage

    Dessous und Hochzeitskleid

    Auf das Hochzeitskleid abgestimmte Dessous garantieren den perfekten Sitz des Hochzeitskleids. Während der Feier bleiben hochwertige Brautdessous unauffällig. Sie zeichnen sich unter dem Hochzeitskleid nicht ab und halten die Silhouette ohne Zwicken und Zwacken in Form. Das Material des BHs sollte deshalb aus einem glattem Material, etwa aus Seide sein, zart mit Spitze und Stickereien verziert sein, aber keine Nähte oder Muster durch den Stoff des Hochzeitskleides abdrücken.

    Einblicke und Auschnitte

    Tiefe Dekolletees, freie Schultern oder ein tief ausgeschnittener Rücken erfordern speziell darauf abgestimmte Unterwäsche. Die Träger des BHs dürfen auf keinen Fall zu sehen sein. Bei besonders gewagten Ausschnitten empfiehlt sich der Einsatz von Hollywood-Tape, um auch beim ausgelassensten Hochzeitstanz alles gut verpackt an Ort und Stelle zu halten. Ein stilvoller Push-up-BH zaubert das Körbchen um eine Größe voller. Wenn du eine sehr kleine Oberweite üppiger erscheinen lassen möchtest, sorgen  ‚Bridal Cups‘, kleine Kunststoffkissen, für einen zusätzlichen Push-Effekt.  Raffinierte Schnitte und  Minimizer-BHs verkleinern üppige Dekolletés optisch.

    Die Wahl der Farben

    Die Farbe sollte sich primär am Brautkleid orientieren. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen allerdings weiße Dessous. Sie stehen für Reinheit und Eleganz, wirken unschuldig und sexy zugleich. Klassiker sind eine weiße Hochzeitscorsage oder ein eleganter weißer Spitzen-BH in Kombination mit einem weißen Slip mit raffinierten Spitzenapplikationen. Dazu passende weiße Strümpfe, auch mit hinreißender Spitze besetzt, machen das Darunter perfekt. Das blaue Strumpfband steht für die Tradition, nach der die Braut „etwas Neues, etwas Altes, etwas Geliehenes und etwas Blaues“ tragen soll.

    Dessous für die Braut passend zum Hochzeitskleid

    Brautdessous – chic und komfortabel

    Hochwertige Brautdessous vereinen Funktionalität und Ästhetik, sie unterstützen das Design des Brautkleids und sehen für sich selbst fantastisch aus. Figurformende Unterwäsche mogelt ruck zuck einige überflüssige Pölsterchen weg, hat aber einen gravierenden Nachteil:  Mieder und Push-Up-Höschen setzen die Braut zwar perfekt für die Hochzeitsgesellschaft in Szene, der Ehemann in der Hochzeitssuite muss sie allerdings erstmal aus all dem Latex schälen.

    Boxenstopp vor der Hochzeitsnacht

    Wer nicht auf den Wow-Effekt von verführerischen Dessous verzichten möchte, legt daher mithilfe der Brautjungfern einen kleinen Boxenstopp ein. Schnell schlüpfst du in erotisches Darunter, bevor du dich mit deinem Liebsten in die Honeymoon-Suite verabschiedest und dich sexy und sinnlich als die begehrenswerteste Braut der Welt zeigst.

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  • Brauthandschuhe – Accessoire zum Brautkleid

    Brauthandschuhe – Accessoire zum Brautkleid

    Brauthandschuhe

    Möchtest du schick im Stil von Grace Kelly oder Audrey Hepburn vor den Altar treten? Dann sind raffinierte Brauthandschuhe für dein Brautoutfit das absolute Must-Have!

    BrauthandschuheEine kurze Geschichte des Brauthandschuhs

    Handschuhe wurden schon von den Pharaonen im alten Ägypten getragen. Ihren Stellenwert als Symbol von Einfluss und Macht behielten edle Handschuhe durch die Jahrhunderte. Während der Renaissance wurden die Handschuhe immer länger und reichten bald über den Ellenbogen hinaus. Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts waren solche Handschuhe für die Ballgarderobe einer Dame Pflicht. Eine Dame von Welt zeigte sich übrigens niemals ohne Handschuhe in der Öffentlichkeit, sie wurden in allen Längen und Farben getragen. Erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts lockerten sich die Sitten, das Tragen von Handschuhen wurde zu einer Frage des Geschmacks. Handschuhe veredeln auch heute noch ein exklusives und stilvolles Outfit für besondere Gelegenheiten, und was ist besonderer als eine Hochzeit?


    Welcher Handschuh zu welchem Brautkleid?

    Handschuhe wirken unabhängig von der Länge immer formell. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf die Arme. Deshalb ist die Wahl der Handschuhe immer abhängig vom Stil deines Brautkleids. Je länger und aufwändiger dein Brautkleid ist, umso schlichter sollten die Handschuhe sein – und umgekehrt. Trägst du ein glamouröses Brautkleid, wähle ganz schlichte Handschuhe. Hat dein Brautkleid lange Ärmel, die reich verziert sind, verzichte besser ganz auf Handschuhe.

     

    Die Länge des Brauthandschuhs

    Fingerlose Handschuhe – kurz oder lang – sind ideal für das Austauschen der Ringe, denn die Braut kann sie anbehalten. Stulpen sind lange Handschuhe, die die Hand gar nicht bedecken, auch ideal für den Ringtausch geeignet. Trägst du Fingerhandschuhe, reiche sie vor dem Ringe anstecken zusammen mit dem Brautstrauß deiner Brautjungfer.

    Für weniger formelle Anlässe sind kurze Handschuhe, die knapp über das Handgelenk reichen und zu fast allem kombiniert werden können, angesagt. Kurze Handschuhe passen gut bei Brautkleiden mit langen Ärmeln oder falls die Braut eine Jacke trägt.

    Handschuhe mit Ellenbogenlänge enden, wie der Name bereits andeutet, kurz oberhalb oder unterhalb des Ellenbogens. Handschuhe in Ellbogenlänge harmonieren am besten mit kurzärmeligen oder ärmellosen Brautkleidmodellen. Der formellste aller Handschuhe, der Opernhandschuh erstreckt sich bis zum Oberarm und sieht wunderschön aus zu ärmellosen und schulterfreien Kleidern.


    Schmeichle deinen Armen

    Handschuhe in Opernlänge strecken die Arme optisch, sind demnach eine gute Wahl für Bräute mit kurzen Armen. Achte darauf, dass der Handschuh nie an der breitesten Stelle des Armes endet. Brauthandschuhe werden aus besonders hochwertigen Stoffen wie Satin, Samt und Seide hergestellt. Denkt daran: Um ihre volle Eleganz zur Geltung zu bringen, müssen sie perfekt auf das Hochzeitskleid abgestimmt sein.


    Wann trägt die Braut ihre Handschuhe – und wann nicht?

    Die Handschuhe sollten für den Ringtausch ausgezogen werden, ebenso für das Entgegennehmen der Glückwünsche beim Hochzeitsempfang, für Fotos, den ersten Tanz und das Werfen des Brautstraußes sollten die Brauthandschuhe getragen werden, und ausgezogen für das Anschneiden der Torte, fürs Essen und Trinken. Das ergibt ausreichend Gelegenheiten, um öffentlich mit den Handschuhen zu kämpfen. Übe daher das An- und Ausziehen deiner Handschuhe – je länger die Handschuhe, umso schwieriger ist das hinein- und hinausschlüpfen. Übe auch gemeinsam mit deiner Brautjungfer das Übergeben von Brautstrauß und Handschuhen vor der Ringtauschzeremonie.

     


     

     

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  • Kopfschmuck – Haaraccessoires für die Hochzeit

    Kopfschmuck – Haaraccessoires für die Hochzeit

    Haaraccessoires – hochzeitlicher Kopfschmuck

    Ein schönes Haar-Accessoire ist das i-Tüpfelchen deines umwerfenden Hochzeits-Looks. Der Kopfschmuck kann dazu dienen, einen Brautschleier im Haar zu befestigen, ein bezauberndes Haar-Accessoires kann aber auch für sich allein ein Statement sein.

    Braut mit Haarschmuck Kopfschmuck und Hochzeitsfrisur

    Einen Kopfschmuck auszusuchen, der zum Stil Deines Hochzeitskleids, deiner Hochzeitsfrisur und deiner Hochzeit selbst passt, kann eine echte Herausforderung werden: Langes, locker auf die Schulter fallendes Haar mit einem Brautschleier? Ein hoch getragener Haarknoten mit einer Tiara? Oder ein kurzer Schleier an einem Haarreif zum kinnlangen Bob? Die Abstimmung deines Kopfschmuckes mit deiner Hochzeitsfrisur erfordert einen Plan – und gute Beratung!

    Zuerst zum Friseur

    Bevor du dich auf die Suche nach dem perfekten Haar-Accessoire für deine Hochzeit machst, rede mit deiner Friseurin oder deinem Friseur. Frag nach, welche Art von Kopfschmuck am besten zu deinem Haartyp, der Form deines Gesichts und zu deinem Kopfumfang passt – und vor allem zu der Frisur, die dir an deinem Hochzeitstag wünscht. Nimm zum Anprobieren das Ensemble, dass du an deinem Hochzeitstag trägst mit: Fotos vom Hochzeitskleid und Stoffproben davon, deinen Schleier, die Brauthandschuhe. So bekommst Du ein Gefühl dafür, welches Haar-Accessoire dein Hochzeitsoutfit am besten ergänzt.


    Haarschmuck – eine Auswahl

    Lege dich nicht allzu schnell auf ein Haar-Accessoire fest, probiere verschiedene  Arten und Stilrichtungen aus.  Um dir einen Überblick zu geben, haben wir die gängigsten Haar-Accessoires für dich aufgelistet:

    Diadem & Tiara:

    Mit einer Tiara fühlt sich jede Braut wie eine Prinzessin. Das mit Strass oder Perlen besetzte halbrunde Krönchen sitzt auf dem Vorderkopf. Wähle aus reich verzierten oder schlichten Varianten, auch ein breiter Haarkamm kann wie eine Tiara verwendet werden.

    Haarkamm:

    Ein Haarkamm ist perfekt, um den Brautschleier im Haar zu befestigen. Mit Blüten, Perlen, Strasssteinchen oder Federn dekoriert sieht ein Kamm auch am Hinterkopf wunderschön aus.

    Haargirlande:

    Dieses Asseccoire wird rund um den Kopf gewickelt und in die Frisur eingearbeitet. Oft sind Blumen oder Getreideähren Bestandteil, um einen natürlichen, romantischen Look zu erzeugen. Befestigt werden Haargirlanden oder Haardrähte mit Haarnadeln.

    Brautfrisur mit Haaraccessoir

    Haarreif:

    Der geschmückte Halbbogen wird meistens hinter die Ohren gesetzt und gern mit einem Schleier oder großen Blüten verziert. Ein Haarreif sieht auch klasse aus, wenn er um einen großen Chignon gelegt wird. Blütenkränze sind trendy und sehen super romantisch aus!

    Curly & Haarmagnet:

    Eine kleine Spirale, die ins Haar eingedreht wird, heißt Curly. Aus dem Haar schaut nur die verzierte Spitze heraus. Ähnlich funktioniert der Haarmagnet: der Haarschmuck wird nicht von einer Spirale, sondern von einem Magneten im Haar gehalten.

     

    Birdcage:

    Ein kurzer, grobmaschiger Schleier, der vor dem Gesicht getragen wird. Er wird gern mit einem Hut oder einem Haarreif kombiniert.

    Haarnadel:

    Die Haarnadel ist wohl das schlichteste aller Haar-Accessoires. Ganz einfache Varianten halten die Hochzeitsfrisur unsichtbar  in Form, ihre verzierten Verwandten wirken auf dezente Weise dekorativ.

    Brautschleier abnehmen muss gelernt sein

    Nachdem du verschiedene Kopfschmuckvarianten durchprobiert und dich für ein Haar-Accessoire entschieden hast, besuch noch einmal deinen Friseur. Feilt noch ein bisschen am endgültigen Styling, um herauszufinden, an welcher Stelle und in welchem Winkel das Accessoire auf deinem Kopf am besten zur Geltung kommt.  Bring dazu auch deinen Schleier mit – wenn die Hochzeitszeremonie vorbei ist, kannst die Häkchen oder Spangen mit denen der Schleier befestigt ist lösen – es ist nie verkehrt, schon mal zu üben, wie das geht. Außerdem kannst du so feststellen, ob sich der Schleier auch gut am Haar-Accessoire deiner Wahl befestigen lässt und du ersparst dir böse Überraschungen am Tag deiner Hochzeit!


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  • Hochzeit im Mittelalter

    Hochzeit im Mittelalter

    Hochzeitsbräuche & Sitten im Mittelalter

    Im Gegensatz zu heute heiratete man im Mittelalter nicht aus Liebe oder gegenseitiger Achtung, sondern aus finanziellen und gesellschaftlichen Gründen. Alter, Gesinnung und Wille der Brautleute spielten kaum eine Rolle, weswegen es innerhalb der mächtigen Adelshäuser Gang und Gebe war, Kinder oder gar Ungeborene zu verloben und möglichst früh zu verheiraten.

    So kam es etwa, dass Maria von Ungarn bereits einjährig mit dem noch ungeborenen Ludwig II. verlobt wurde. Bereits neun Jahre später wurde Hochzeit gefeiert. Doch nicht nur adelige, auch bürgerliche und bäuerliche Kinder mussten sich, ging es um die Wahl ihrer Ehepartner, völlig dem Willen ihrer Eltern beugen. Zukünftige Ehepartner lernten sich oft erst bei der Hochzeit kennen, was mitunter ein böses Ende nahm. Graf Balduin II. von Hennegau floh sogar, um eine Andere zu heiraten, als er seine hässliche Braut zum ersten Mal sah.

    Hochzeit im MittelalterDie Stellung der Ehefrau

    Nach der Trauung befanden sich Frauen meist gänzlich in der Gewalt ihrer Ehemänner, denn diese durften frei über ihre Frauen, Kinder und das gemeinsame Vermögen verfügen. Die Vormachtstellung des Ehemannes wurde oft auch durch einen Fußtritt nach der Trauung besiegelt.

    Starb der Ehemann, so ging sie zurück zu ihrem Vater, Bruder oder einem anderen männlichen Verwandten, der sie erneut am Heiratsmarkt feilbieten konnte. Hauptaufgabe innerhalb der Ehe war es, einen gesunden männlichen Nachfolger zu gebären. Unfruchtbarkeit war eine der häufigsten Scheidungsursachen im Mittelalter.

    Die Brautmode

    In der alten Zeit waren es meist die „besten Stücke“, die die Braut an ihrem Ehrentag anlegte. Brautausstattungen im heutigen Sinn (das weiße Brautkleid und der Schleier) gibt es erst seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.

    Unterschiedliche Eheformen

    Im Mittelalter unterschied man zwischen drei Formen der Ehe:

    1. der Muntehe,
    2. der Fridelehe und
    3. der Kebsehe
    1. Bei der Muntehe ging es hauptsächlich darum, dass die Vormundschaft über die Frau vom Vater zum Ehemann überging. Die Muntehe war nicht mehr als ein Rechtsgeschäft zweier Familien, bei dem der Vertragsgegenstand die Verheiratung der Frau war, für die auch ein Brautpreis vereinbart wurde.
    2. Der Begriff Friedelehe geht auf den Historiker Herbert Meyer zurück, wobei ihre Existenz äußerst umstritten ist. Anders als bei der Muntehe war der Ehemann nicht Vormund seiner Gattin und die Ehe beruhte auf dem freien Willen des Ehepaares. Außerdem hatte die Frau genau wie ihr Ehemann das Recht, sich scheiden zu lassen. Kinder, die aus einer solchen Ehe hervorgingen unterstanden nur der Verfügungsgewalt der Mutter, nicht aber der des Vaters. Die Friedelehe wurde meist zwischen Paaren geschlossen, die aus unterschiedlichen Ständen kamen.
    3. Die weit weniger romantische, Kebsehe leitet sich von dem mittelalterlichen Wort „Kebse“ her, das so viel wie „Nebenfrau“ bedeutet. Diese Form der Ehe wurde zwischen einen freien Mann (etwa einem Grundherren) und einer leibeigenen Frau geschlossen. Da der Mann frei über seine Leibeigenen verfügen konnte, konnte er jederzeit eine Frau in eine Kebsehe zwingen, wobei auch mehrere Kebsehen nebeneinander bestehen konnten. Kinder die aus einer solchen Verbindung hervorgingen, waren jedoch nicht erbberechtigt.

    Kein Platz für Romantik

    Romantische Liebe wurde als Grund für eine Heirat gänzlich abgelehnt, denn im Mittelalter ging man davon aus, dass diese schnell erlöschen würde. Eheliche Liebe aber sei stark und beständig. Gleich nach dem Hochzeitsmahl wurde vor Zeugen der Geschlechtsakt vollzogen. Auch wenn zu dieser Zeit sogar Geschlechtsverkehr, der zur Zeugung von Nachkommen stattfand, von Seiten der Kirche als leichte Sünde betrachtet wurde. Zwar galt Geschlechtsverkehr, der bloßer Lust entsprang, als schwere Sünde, doch musste die Ehefrau ihrem Ehegatten trotzdem stets zur Verfügung stehen. Diese Verpflichtung ging sogar so weit, dass sie für Ehefrauen sogar dann galt, wenn ihr Ehemann an der Pest erkrankt war. Obwohl von Ehefrauen absolute Treue erwartet wurde, war es üblich, dass Ehemänner es damit nicht allzu genau nahmen. Kaiser Friedrich II. soll seine Hochzeitsnacht etwa nicht mit seiner Ehefrau Jolanthe von Jerusalem, sondern mit ihrer Zofe verbracht haben. Während ein solcher Ehebruch für einen Mann jedoch kaum Folgen hatte, kam es mitunter vor, dass der Liebhaber einer verheirateten Frau zwar lebend, dafür aber mit amputierten Geschlechtsteilen davon kam.  

    Fazit: Heiraten war also im oftmals wirklich dunklen Mittelalter kein traumhaftes Fest der Liebe zweier Menschen wie heute, sondern ein reines Geschäft.

  • Hochzeit in der Renaissance

    Hochzeit in der Renaissance

    Hochzeitsbräuche & Sitten in der Renaissance

    Aus Gesetzen des 15. & 16. Jahrhunderts ist der Brauch der „Brautmaut“ überliefert. Außerhalb des Ortes durften sich die Brautleute fast nirgends trauen lassen. Lockerungen erfolgten erst im 20. Jahrhundert. Es war auch geboten „sich auf der Gassen erbar und zichtig zu erzaigen“.

    Hochzeit in der RenaissanceGeheiratet wurde also im Ort und das Kommen eines Ehepartners (meist der Braut) aus einem anderen Ort, war mit gewissen Hemmnissen verbunden.

    Beim Passieren oder dem bloßen Durchfahren der Braut durch die Gemeinde war eine „Brautmaut“ zu entrichten. Witwen wurden dabei meist mit doppelter Brautmaut belegt.

    An die Brautmaut erinnert heute noch das „Braut aufhalten“ (oder: verspengen), wo der Hochzeitsgesellschaft mit einem Strick der Weg versperrt und erst nach Bezahlung eines entsprechenden Lösegeldes, wieder freigegeben wird.
    Derartige Wegerschwernisse wurden von den Herrschaften nicht nur geduldet sondern sogar gefördert.

    Aus dem niederösterreichischen Löschberg ist aus 1680 überliefert, dass die Braut, welche ohne Erlaubnis den Ort passierte, als Buße „ein schwarzes Kalb mit vier Füßen“ an die Herrschaft zu geben hatte.

    Das „Gwissmachen“

    Hochzeit in der RenaissanceWas man heute als Verlobung bezeichnet, war zu früheren Zeiten als „Gwißmachen“ bekannt.
    Das „Gwißmachen“ erfolgte im wesentlichen zwischen den Eltern des Paares und diente zur Feststellung des gegenseitigen Besitzstandes.


    Dies war wohl hauptsächlich im Höfegebiet notwendig, denn im Dorfgebiet kannte man den Hausstand des anderen sehr gut.

    Beim „Gwißmachen“ wurde die Mitgift und der Hochzeitstermin von den Eltern festgesetzt. Ein Ehevertrag, also eine Niederschrift bei der „Obrigkeit“ war durchaus üblich und diente vor allem zur Absicherung der Altersvorsorge der Eltern (Ausgedinge).

    Kirchlicherseits erfolgte dann das „Aufgebot“ und das dreimalige Verkünden von der Kanzel.
    Dieses „Verkünden“ erfolgt auch heute im ländlichen Bereich noch sehr oft. Die dörfliche Öffentlichkeit erfuhr somit von dem Ehevorhaben und konnte das bevorstehende Fest auch im Sinne des Brauchtums vorbereiten.

    Das „Ba-Auswerfen“

    Adelige und bürgerliche Hochzeiten ab dem 16. Jahrhundert wurden verhältnismäßig gut dokumentiert. So erfährt man dadurch vom sogenannten „Ba-Auswerfen“, dem Verteilen des Kranzgebäcks. Weiters war schon damals hochzeitliches Lärmen (lautes Juchzen und Schreien) üblich, vor allem das festliche Salutschießen war überaus beliebt.

  • Trauungszeremonie -Hochzeitsbräuche

    Trauungszeremonie -Hochzeitsbräuche

    Hochzeitsbräuche für die Trauungszeremonie

    Streng geheim: Das Hochzeitskleid

    In Österreich hat sich der schöne Brauch erhalten, dass die Braut ihr Hochzeitskleid dem Bräutigam bis zum großen Augenblick der Begegnung vor dem Altar vorenthält. Um so größer ist dann die Neugierde, Freude und Überraschung, wenn die Braut in ihrer umwerfend schöne Robe erscheint. Hartnäckig hält sich auch der Aberglaube, es bringt Unglück, wenn der Brautigam das Brautkleid vor der Trauung sieht.

     

    das blaue Strumpfband der Braut

    Etwas „Altes-Neues-Blaues-Geliehenes“

    Es ist üblich, dass die Braut am Tag ihrer Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geliehenes trägt. Die Überlieferung besagt, dass ihr dadurch viel Glück und eine sonnige Zukunft sicher sind.

    Das Streuen von Blumen

    Einer der schönsten Bräuche, den wir aus alten  Überlieferungen kennen, ist das Blumenstreuen. Dem Brautpaar soll durch das Streuen reicher Kindersegen beschert werden und den steinigen und beschwerlichen Weg der Ehe ebnen.

    Das Werfen von Reis

    Ähnlich wie das Blumenstreuen dient das Werfen von Reis der Bitte um Fruchtbarkeit für das Brautpaar. Diese Sitte stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum.

    Das Hochzeitsspalier

    Oft schreiten Brautpaare beim Verlassen der Kirche durch ein Spalier der Gäste und Freunde, die versuchen, das Paar am Durchlaufen zu hindern. Dahinter steckt die gemeinsame Überwindung von Stolpersteinen in der Ehe.

    Den Weg versperren

    Den Weg versperren ist ein in ländlichen Gegenden noch immer üblicher Brauch. Beim Verlassen der Kirche wird dem Brautpaar, meist von Kindern oder Burschen durch Bänder oder Schnüre der Weg versperrt. Sie müssen sich dann mit Geld, Wein oder Süßigkeiten den Weg in die Ehe freikaufen.

    Brautstrauß werfen

    Einer der Höhepunkte, weil von vielen unverheirateten Mädchen herbeigesehnter Moment der Hochzeitsfeier ist das Werfen des Brautstraußes. Die Braut dreht den unverheirateten Mädchen den Rücken zu und wirft den Brautstrauß hoch in die Luft. Diejenige, die ihn fängt, soll die nächste Braut sein.

    Strumpfband werfen

    Anschließend an das Werfen des Brautstraußes folgt ein sehr beliebter Brauch: das Werfen des Strumpfbandes. Diesmal sind es aber die unverheirateten Männer, die versuchen müssen, das von der Braut geworfene Strumpfband zu fangen. Der glückliche Fänger soll der nächste Bräutigam sein.