Kategorie: Tipps & More

  • Hochzeit in Brasilien

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Brasilien

    Festliches Outfit

    Hochzeiten finden in Brasilien meist Freitag oder Samstag am späten Nachmittag statt. Da der Bräutigam seine Braut vor der Trauung nicht sehen darf, ziehen sich die Brautleute in unterschiedlichen Häusern für die Trauung an. Die Braut trägt an ihrem großen Tag meist ein weißes Brautkleid während der Bräutigam in einem eleganten Anzug erscheint. Auch die Hochzeitsgäste tragen in Brasilien stets festliche Kleidung.

    Trauzeugen – an unser Herz!

    Während der Bräutigam mit seinen Trauzeugen am Altar auf die Braut wartet, schreitet diese am Arm ihres Vaters den Mittelgang entlang. Blumenkinder gehen paarweise vor der Braut her und streuen bunte Blütenblätter, um den Weg ins Eheleben zu ebnen. Nach dem Hochzeitskuss umarmt die Braut die Trauzeugen ihres frisch angetrauten Ehemannes, während dieser die Trauzeugen seiner Gattin umarmt. Wenn das Brautpaar aus der Kirche kommt, wird es von den Hochzeitsgästen mit Reis beworfen. 

     

    Das Hochzeitsfest

    Da die Hochzeitsfeierlichkeiten in Brasilien sehr wichtig sind und nicht selten mehr als 300 Gäste geladen sind, werden für Hochzeitsfeiern meist große Lokalitäten gemietet. Für das Hochzeitsessen wird meist ein Catering-Service engagiert, wobei traditionell Truthahn gereicht wird. Live-Musik und geschmackvolle Dekoration bieten den passenden Rahmen für eine wunderschöne brasilianische Hochzeit und professionelle Fotografen sorgen dafür, dass der schönste Tag im Leben des Brautpaares noch lange in Erinnerung bleibt.

    Im Zuge der Feierlichkeiten schneidet das Brautpaar gemeinsam die Hochzeitstorte an, wobei dies immer von unten nach oben geschieht, um zu zeigen, dass es von nun an nur mehr bergauf geht. Nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte wirft die Braut ihren Brautstrauß in die Menge der versammelten Jungesellinnen. Die Fängerin des Brautbouquets soll die nächste Braut werden. Da die Hochzeitsfeiern oft bis in die frühen Morgenstunden andauern, begeben sich viele Brautpaare bereits während der Feierlichkeiten auf den Weg in ihre Flitterwochen.

    Poltern bis zum Abwinken

    Wer in Brasilien heiraten will muss zuerst den Junggesellinnenabschied überstehen.
    Während der Bräutigam in Brasilien mit ihren Freunden beim sogenannten „Chá de Bar“ Alkohol in rauen Mengen konsumieren und oftmals auch in Gesellschaft einer Stripperin den Abschied ihres Single-Daseins feiern, entstehen auf den „Chá de Panelas“ also den Junggesellinnenabschieden oftmals viel peinlichere Fotos.

    Brauch ist es, der Braut gut verpackte Geschenke (die meist Haushaltsutensilien enthalten) zu überreichen. Errät die Braut den Inhalt des Geschenks, so darf sie es öffnen, sich ungehindert darüber freuen und das nächste Präsent auspacken. Gelingt es ihr jedoch nicht den Inhalt des Päckchens zu erraten, muss sie einen Schluck Alkohol trinken und ein Kleidungsstück ausziehen.

    Brasilianische Junggesellinnenabschiede enden deshalb allzu oft feucht-fröhlich und mit einer nur mehr spärlich bekleideten Braut. Damit die zukünftige Ehefrau nicht ganz nackt vor ihren johlenden Freundinnen steht, bekommt sie eine Schürze mit der Aufschrift „Gut, dass Du morgen heiratest“.
     

  • Hochzeit in China

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in China

    Die Hochzeit gilt in China bis heute als das wichtigste Ereignis im Leben zweier Liebender. Gleichzeitig ist die Hochzeitsfeier ein wichtiges Statussymbol. Das dazugehörige Motto: Laut, pompös und teuer! So scheuen die Brautleute und deren Familien keinerlei Kosten und Mühen, um eine vollkommene Hochzeit zu organisieren. Dabei vertrauen sie meist auf die Dienste eines Weddingplanners um einen reibungslosen Ablauf der Festivitäten zu garantieren. Aber auch die Gäste lassen sich nicht lumpen und versüssen dem Brautpaar den Einstieg ins Eheleben mit teuren Geschenken und hohen Geldbeträgen. Die Geldgeschenke werden traditionell in rote Briefumschläge (Hóng Baos) verpackt.

     

    Bridal Fashion

    Traditionell ist in China bei Hochzeiten Rot die alles beherrschende Farbe. Demnach trägt die klassische Braut eine rote Hochzeitsrobe mit einem rotem Brautschleier. Und noch etwas ist bei einer chinesischen Braut anders! Zur Demonstration ihres Wohlstands kauft sie mehrere Hochzeitskleider, die sie den Festgästen abwechselnd vorführt.

    Die Hochzeitsfeier

    In China könnte „Feiern, dass die Frösche tanzen“ die Devise sein. Es handelt sich dabei um Knallfrösche, denn ein großes Feuerwerk ist in China traditionelles, unverzichtbares Beiwerk. Schon am frühen Morgen des Hochzeitstages kündigt laute Knallerei das Kommen des Bräutigams und seiner Freunde an. Doch in das Haus der Brauteltern wird der Bräutigam erst nach Zahlen eines Lösegelds eingelassen.

    Die Hochzeitszeremonie verlangt, dass sich das Brautpaar vor einem Altar, der den Vorfahren gewidmet ist, verbeugt und etwas Geld verbrennt. Diese Zeremonie endet damit, dass das Brautpaar den Gästen Tee, Datteln und Lotussamen reicht und dafür rote Glückspakete mit Geldgeschenken erhält. Nach diesem Ritual macht sich das Brautpaar wieder unter Begleitung des Feuerwerks zum Haus des Bräutigams auf, um hier die Teezeremonie zu wiederholen. Höhepunkt des Tages ist ein Riesenfeuerwerk, für das häufig mehrere Monatsgehälter ausgegeben werden.

    Einer Tradition folgend wird die Braut am Hochzeitstag mit einer Sänfte zum Haus des Bräutigams oder dem Ort der Trauung gebracht. Schon auf dem Weg dorthin macht die Hochzeitsgesellschaft möglichst viel Radau und rüttelt an der Sänfte der Braut, um böse Geister zu vertreiben und dem Brautpaar eine glückliche Ehe zu garantieren. Außerdem werden chinesische Hochzeitspaare meist mit rotem Reis und grünen Bohnen beworfen, da dies die Fruchtbarkeit der Braut stärken soll.

    Die Hochzeitsgesellschaft  soll das Brautpaar auf einer chinesischen Hochzeit möglichst viel necken. So ist es Brauch, dass junge Gäste dem Hochzeitspaar ins Schlafgemach folgen und anzügliche Witze machen, oft verstecken sich auch besonders witzige Verwandte unter dem Bett des Paares.

    Hochzeitsessen

    Ein typisches chinesisches Hochzeitsmahl besteht aus zehn bis zwölf Gängen. Da das Hochzeitsessen als Gelegenheit angesehen wird, den Wohlstand der Familie subtil zu signalisieren, ist Haifischflossensuppe eine der bevorzugten Speisen, die pro Gast etwa 100 Euro kostet.

    Da die aufwändig geplante Hochzeit auch gebührend festgehalten werden soll, legen Hochzeitspaare in China besonderen Wert auf die Hochzeitsfotos. Aus diesem Grund werden nicht nur während und nach der Trauung Fotos gemacht, sondern eigene Hochzeitsshootings abgehalten. Brautpaare werden im Zuge dessen an verschiedenen Orten abgelichtet und wechseln zwischendurch auch des öfteren Make-up und Garderobe, um makellose Hochzeitsfotos zu bekommen. Diese mühsam erarbeiteten Hochzeitsfotos werden oft als Schlüsselanhänger, Tassen oder Poster an Verwandte verschenkt.

    Fazit: Wer also eine klassisch chinesische Hochzeit feiern möchte, darf weder Zeit, Geld noch Mühe sparen und sollte nicht vor gespannt lauschenden Verwandten zurückschrecken.

  • Hochzeit in der Türkei

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in der Türkei

    Eine türkische Hochzeit zeigt einen deutlichen Unterschied zu einer traditionellen österreichischen Hochzeit: die Zahl der Gäste!

    Das gesellschaftliche Leben der Türken basiert auf dem Prinzip „Inklusion“. Das heißt zu allen Ereignissen werden alle eingeladen: Familie, Bekannte, Nachbarn und Arbeitskollegen. Die Eingeladenen bringen ihrerseits Gäste mit, alle sind willkommen!

    Das Hochzeitsfest ist ein zentrales soziales Ereignis, das nicht privaten, sondern gesellschaftlichen Charakter hat. Natürlich sprengt so ein Fest hier übliche, gewohnte Rahmen – 500 Hochzeitsgäste oder mehr sind keine Seltenheit.

     

    Hochzeitsriten

    Von der Verlobung bis zur Hochzeitsfeier muss ein striktes Zerimoniell eingehalten werden.

    Beim Bewilligunsbesuch, dem sogenannten Kiz Istemeye, besucht die Familie des Bräutigams die Brautfamilie, wobei Tee und Kuchen gereicht werden und die Zukunft der Kinder eingehend besprochen wird. Das Versprechen (Söz kesme) kommt einem Verlobungsversprechen gleich, hier werden auch Verlobungsringe, die mit einem roten Seidentuch verbunden sind, getauscht. Die Verlobungsfeier (Nisan) wird mit den Familiengemeinschaften gefeiert.

    Polterabend auf orientalisch: Die Hennanacht (Kina Gecesi). Der Braut werden am Abend vor der Hochzeit Hennabemalungen an Handflächen und Fingern angebracht. Traditionell wird an diesem Abend die Braut von der Schwiegermutter mit Goldschmuck beschenkt.

    Die Trauung (Nikah) findet auf dem Standesamt statt. Eine religiöse Feier gibt es nicht.

    Die Hochzeitsfeier (Dügün) beginnt mit einem festlichen Einzug des Brautpaares in den Hochzeitssaal, dann wird ausgelassen getanzt, gesungen und gefeiert.

  • Hochzeit in Grönland

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Grönland

    Etwa 56.000 Menschen leben in Grönland, 88 Prozent davon sind Nachfahren verschiedener Inuitgruppen. Da die Lebensbedingungen in den arktischen Regionen Grönlands äußerst schlecht sind, ist die Lebenserwartung der Inuit entsprechend niedrig. Lebensweise und Kultur wurden über Jahrhunderte hinweg an die eisigen Temperaturen und die geringe Lebenserwartung  angepasst. Aus diesem Grund heiraten Inuit sehr früh, fast noch im Kindesalter. Während die Eltern der Brautleute und der Bräutigam Mitspracherecht am Zustandekommen der Ehe haben, müssen Mädchen die Wahl ihrer Eltern widerstandslos akzeptieren.

     

    Arrangierte Ehe

    Früher wurden Ehen zwischen befreundeten Familien oft beschlossen, bevor die betreffenden Kinder überhaupt geboren waren. War das Brautpaar dann alt genug, um eine Familie zu ernähren, wurde die Trauung vollzogen. Noch in den 1970ern wurden solche Ehearrangements getroffen. Doch die jungen Erwachsenen, für die diese Vereinbarungen damals getroffen wurden, setzen sich heute meist darüber hinweg. Denn auch im kalten Grönland zählen die eigenen Wünsche im 21. Jahrhundert mehr als Verbindungen, die vor über 30 Jahren arrangiert wurden. Außerdem leben auch in Grönland immer mehr Menschen in Partnerschaften ohne zu heiraten.

    Die Hochzeitsfeier

    Anders als in Europa, wo einer Hochzeit meist eine Verlobung und monatelange Planung vorausgehen, ist eine Heirat bei den Inuit kein aufwändig geplantes Fest. Statt eine große Zeremonie abzuhalten, tauscht ein Inuit-Brautpaar oft nur ein Schmuckstück aus, um die Ehe zu besiegeln. Da Hochzeitszeremonien meist spontan stattfinden, gibt es auch keine besondere Kleidung für das Brautpaar. Zweckmäßigkeit zählt in Grönland eben mehr als prunkvolle Hochzeitsdekorationen und dreistöckige Hochzeitstorten.

    Nur noch Wenige halten an der alten Lebensweise und den alten Bräuchen fest. Doch die sehr schlichte und zweckbezogene Hochzeitszeremonie änderte sich auch durch die Christianisierung nur insofern, als Brautpaare nun von christlichen Priestern getraut werden konnten. Durch die Errichtung einer staatlichen Verwaltung wurden Hochzeiten auch bald darauf administrativ erfasst.

    Und wie ist das nun wirklich mit den Küssen?

    Im Gegensatz zu dem gängigen Irrglauben küssen sich Inuit nach der Trauung nicht mit der Nase. Dieser auch in Asien weit verbreitete Riechgruß oder Nasenkuss, dient zwar auch zum Ausdruck von Zärtlichkeit, ist aber nicht mit einem Kuss, wie wir ihn kennen, zu vergleichen. Das Klischee, Inuit würden sich nur mit der Nase küssen, ist völlig unbegründet und geht auf Missionare aus dem 18. Jahrhundert zurück, die diese Geste vermehrt beobachtet haben wollen.

    Der Ehealltag

    Im Allgemeinen bedeutet die Ehe im arktischen Grönland nicht so eine starke Verbindung und Verpflichtung wie bei uns. Erst durch die Geburt eines Kindes wird die Ehe bei den Inuit zur lebenslangen Bindung zweier Menschen. Solange die Ehe kinderlos ist, kommt es nicht selten vor, dass die Ehepartner wieder gewechselt werden. Dies führt dazu, dass einige Inuit erst nach fünf bis zehn Eheschließungen den Partner fürs Leben finden.

    Mitunter kommt es auch vor, dass Ehefrauen unter Freunden getauscht werden. Da dies jedoch nur dann passiert, wenn beide Ehepartner mit dem Partnertausch einverstanden sind, widerspricht es keineswegs den Moralvorstellungen der Inuit. Um die häufigen Partnerwechsel zu vereinfachen, behalten beide Ehepartner nach der Hochzeit ihren Besitz. Auch Polygamie (Vielehe), Polygynie (Vielweiberei) und Polyandrie (Vielmännerei) waren bei den Inuit gestattet und auch sehr verbreitet.

  • Hochzeit in Kenia

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Kenia

    Die Hochzeitsbräuche in Afrika sind stark von den einzelnen Stammesriten geprägt. Bei den in Kenia lebenden Massai wird eine Hochzeit gänzlich anders gefeiert als bei den Swahili.

    Hochzeit à la Massai

    Den Massai ist es gestattet polygam zu leben. Üblicherweise hat ein Massai-Mann eine oder zwei Ehefrauen. Doch auch Männer, die zwischen 5 und 10 Gattinnen haben, sind im fernen Kenia nicht ungewöhnlich. Da sich die gesellschaftliche Stellung eines Mannes aus der Anzahl seiner Ehefrauen und seiner Rinder ergibt, gibt es jedoch auch vereinzelt Männer, die mit bis zu 30 Frauen verheiratet sind.

    Vor der Hochzeit hat der Bräutigam bei den Brauteltern einen sogenannten Brautpreis zu entrichten. Dieser beträgt üblicherweise 23 Kühe und zwei Stiere. Prinzipiell kann der Bräutigam seine Braut selbst wählen, wobei jedoch auch seine sowie die Eltern der Braut über ein Mitspracherecht verfügen.

    Die Braut selbst kann nicht über das Zustandekommen der Ehe bestimmen. Das führt dazu, dass in Kenia sehr oft junge Mädchen mit sehr viel älteren Männern zwangsverheiratet werden.

     

    Der Weg zum Eheglück

    Bevor die Braut sich auf den Weg zu ihrem Bräutigam macht, ist es Brauch, dass ihr Vater ihr zum Segen Kopf und Brust mit Milch bespuckt. Begleitet wird dieses Ritual meist von den Worten „Mögen dir viele Kinder beschert sein.“

    Auf dem Weg zu ihrem Bräutigam darf sich eine Massai-Braut keinesfalls umdrehen, denn sonst, so glaubt man, würde sie auf der Stelle zu Stein erstarren. Damit die junge Frau heil bei ihrem Bräutigam ankommt, werden alle möglichen Hindernisse, wie Steine und Blätter, aus ihrem Weg geräumt. Reicht auch das nicht aus, um ein sicheres Ankommen der jungen Braut zu garantieren, wird sie von den Angehörigen ihres zukünftigen Gatten auf Händen getragen. Danach wird die junge Braut von den weiblichen Angehörigen ihres Bräutigams beschimpft und ihr Kopf mit Kuhdung beschmiert. Erträgt die Braut diese Schikane, so ist sie für die Hürden des Ehelebens bereit.

    Vor der Hütte ihrer Schwiegermutter angekommen, muss sich die Braut nun so lange weigern einzutreten, bis ihr die Gaben der Familie großzügig genug erscheinen. Wie bei den meisten Hochzeiten in Afrika ist es auch bei den Massai üblich, das Hochzeitsfest in prächtigen, bunten Gewändern zu feiern.

    Der Ehealltag

    Nach der Hochzeit lebt die Braut zusammen mit ihren Kindern in einem Haus. Hat ein Mann mehrere Frauen, so hat jede Braut ein eigenes Haus. Abends entscheidet der Ehemann mit welcher seiner Frauen er die Nacht verbringen möchte.

    Bekommt ein Massai von einem gleichaltrigen Massai-Mann Besuch, so kann er ihm anbieten, bei einer seiner Frauen zu nächtigen. Eine Ablehnung dieser Bitte würde als äußerst unhöflich gelten. Die Ehefrauen haben bei dieser Entscheidung kein Mitspracherecht. Da sich Massai-Männer ausdrücklich weigern Kondome zu verwenden, führt dieses Sexualverhalten zu einer auffällig hohen Rate an HIV-Infektionen.

    Hochzeit à la Swahili

    Die in Kenia lebenden Swahili zelebrieren eine Hochzeit auf gänzlich andere Weise.

    Vor der Hochzeitszeremonie gibt es für die Braut eine Art Wellnessprogramm. Zuerst werden der Braut alle Haare vom Kopf abwärts entfernt. Anschließen wird sie mit Kokosnussöl massiert und mit Sandelholz parfümiert. Nachdem ihr zur Feier dieses besonderen Tages Henna-Muster, die als Brautschmuck dienen, auf Arme und Hände gemalt wurden, folgt ein Gespräch mit einer „Somo“.

    Als „Somo“ bezeichnet man eine ältere Frau des gleichen Stammes. Diese soll die junge Braut auf ihre Aufgaben in der Ehe vorbereiten und sie zugleich aufklären. Nicht selten versteckt sich eine besorgte „Somo“ nachts unter dem Ehebett, um sicherzustellen, dass auch nichts schief läuft.

    Fazit: So unterschiedlich Hochzeitsbräuche in Kenia auch sein mögen, ist eine afrikanische Hochzeit immer ein großes Fest, das von beiden Familien gebührend gefeiert wird. Auch wird die durch die Heirat entstandene Verbindung beider Familien in Afrika besonders gefeiert. Bei den Gabra-Nomaden im Norden Kenias etwa, zieht die Familie des Bräutigams mit all ihrem Habe in das Heim der Braut, um dort ein neues zu Hause aufzubauen.

  • Hochzeit in Sri Lanka

    Hochzeit in Sri Lanka

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Sri Lanka

    Die religiöse Hochzeitsfeier in Sri Lanka ist ein Sakrament in Übereinstimmung mit den Veden, den heiligen Schriften des Hinduismus. Es gibt keinen Vertrag, es ist das Feuer, das die Zeremonie bezeugt.

    Die Veden sind in der alten Sanskrit-Sprache abgefasst und die Brahmanen-Priester singen aus ihnen während der Hochzeitsfeier. Zu den Hochzeitsvorbereitungen zählen das Finden des Hochzeitszeitpunkts durch einen Astrologen, die Verlobung und die Zeremonie des Goldschmelzens.

    Der Bräutigam gibt der Familie der Braut eine Goldkette zur rituellen Einschmelzung durch einen Goldschmied, der daraus das Thaali, die Halskette der Braut formt.

    Hochzeitsgeselschaft in Sri Lanka

    Der Hochzeitstag in Sri Lanka

    Der Hochzeitstag selbst beginnt für Braut und Bräutigam mit Fasten. Am Hochzeitstag kommt der Bruder der Braut mit einigen verheirateten Paaren der Verwandtschaft zum Haus des Bräutigams. Er setzt ihm den Turban auf und begleitet ihn zum Hochzeitsaal. Der Bräutigam trägt einen elfenbeinfarbenen oder beigen Sharwani, ein traditionelles Gewand.

    Die Eltern der Braut führen den Bräutigam dann zum Manavarai, einem blumengeschmückten Hochzeitsaltar, wo der Priester schon wartet, um die Zeremonie durchzuführen. Sie werden dabei mit Flöten- und Trommelmusik begleitet.

    Nun betritt die Braut den Raum, geschmückt mit Seide und Blumen im Haar und begleitet von Blumenmädchen.
    Braut mit Blumenmädchen
    Es folgt ein Gebet an die neun Planeten unseres Sonnensystems, dann legt der Vater der Braut ihre Hand in die des Bräutigams. Dabei werden heilige Verse aus den Veden rezitiert. Nun wird das heilige Feuer angezündet und dafür gebetet, dass die Feuergöttin Agni der Heirat beiwohnt. Dann überreicht der Bräutigam der Braut den roten Sari und die goldene Kette und heißt sie in ihrer neuen Familie willkommen.

    Der tradtionelle Hochzeits-Sari ist rot – das bedeutet Fruchtbarkeit – und wird traditionell von der Familie des Bräutigams gekauft.

    Das Brautpaar wird vom Priester gesegnet und von den Älteren begrüßt. Die Braut zieht sich ins Brautzimmer zurück, wo sie sich den Sari anzieht. Sie kehrt dann zum Manavarai-Altar zurück, und legt dem Bräutigam Blumengirlanden um, die ihr Einverständnis symbolisieren.

     

    Die Thaali-Zeremonie

    Krönender Höhepunkt jeder Hochzeit ist die Thaali-Zeremonie. Der Bräutigam legt die goldene Thaali-Kette um den Hals der Braut. Oft ist die Kette aus einem einfachen Faden, der hinten verknotet wird, weil das Geld für eine Goldkette fehlt. Der Bräutigam bindet dann mehrere Knoten im Nacken der Braut. Der erste Knoten steht für den Ehemann, der zweite für ihre Familie, der dritte für die neue Familie, in die sie einheiratet. Mit den Knoten trägt sie symbolisch eine Pflicht mit sich. Dann setzt er der Braut einen roten Punkt aus auf die Stirn. – ein Symbol für eine verheiratete Hindu-Frau.

    Braut und Bräutigam umrunden nun viermal im Uhrzeigersinn das heilige Feuer, um Agni, der Repräsentatin der Götter, ihre Ehrerbietung zu zeigen während der Brahmane Veden rezitiert.

    Danach opfert das Paar Getreide, Honig und Früchte. Der Priester segnet nun das Paar und streut Reis über sie – ein Symbol für Glück, Wohlstand und Fruchtbarkeit. Die Eltern des Bräutigams, der Braut, ihre Verwandten und zum Schluss die Gäste machen dasselbe.

    Danach wird zum Hochzeitsfest ein vegetarisches Essen serviert – im Unterschied zur traditionellen Österreichischen Hochzeit prosten sich die Hochzeitsgäste hier alkoholfrei zu!

  • Hochzeitsfotos & Hochzeitsvideo vom Hochzeitsfotografen und Hochzeitsvideofilmer

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  • Hochzeit International – Heiraten rund um die Welt

    Hochzeit international – Hochzeitsbräuche aus aller Welt

    Es ist ebenso interessant wie inspirierend, einen Blick auf die Hochzeitsbräuche und Hochzeitstraditionen anderer Kulturen zu werfen. Manche Rituale spiegeln sich in den österreichischen Hochzeitsbräuchen wieder, manche Hochzeitszeremonien hingegen werden völlig anders als die heimischen gestaltet. In Indien basiert eine Hochzeit auch heute noch auf einer Vereinbarung zwischen den Elternpaaren der Brautleute. In Japan hingegen ist es Sitte, die Hochzeit von Dritten arrangieren zu lassen, auch wenn die Entscheidung zu heiraten von den Brautleuten selbst getroffen wird. Wollt ihr tiefer in die Welt der internationalen Hochzeitsbräuche eintauchen? Wir haben für euch Trauungszeremonien und Rituale aus verschiedenen Kulturkreisen zusammengetragen:

    Coole Hochzeitsfeiern in der Kälte der Arktis.


    Tolle Feste nach ausgiebigstem Poltern.


    Hier herrschen für uns sehr befremdliche Sitten.


    Rot allover! Und das Knallen darf auch nicht fehlen.


    Von Madrinos, Padrinos und Piñatas.


    Strenge Hochzeitsrituale machen das Fest perfekt.


    Farbenfroh, fröhlich und bunt – heiraten wie der König von Siam!

     

    Traditionen, Rituale und jahrhundertealte Zeremonien – eine Familenhochzeit am indischen Ozean!

  • Brautstrauß und Hochzeitsfloristik

    Brautstrauß und Hochzeitsfloristik

    Dein Brautstrauß – das ganz persönliche It-Accessoire

    Dein Brautstrauß spielt als DAS Brautaccessoire schlechthin bei Deiner Hochzeit eine wichtige Rolle. Er begleitet dich  durch die ganze Feier und bietet sich geradezu dazu an, als Träger für persönliche und bedeutungsvolle Dinge zu fungieren. Verleihe ihm deshalb ein unverwechselbares, einzigartiges und genau auf dich abgestimmtes Styling. Das beginnt bei der Wahl der Blumen und endet bei der Wahl des Bandes, das den Strauß zusammenhält.

    Brautstrauß

    Blüten und Formen für den Brautstrauß

    Wähle Blumen, die zum Hochzeitskleid, ins Farbschema der Hochzeit und zu dir passen. Kugelform, Wasserfallform oder ganz individuell zusammengesteckt? Viele oder wenige Blüten? Das bleibt ganz dir überlassen, denk dabei jedoch immer an die Länge deines Brautkleides. Wasserfallförmig gebundene Sträuße kommen mit einem langen Brautkleid mit Schleppe so richtig gut zur Geltung, große Sträuße schauen bei kurzen Kleidern schnell übertrieben aus.


    Gut gebunden

    Heiratest Du in einem Garten oder einer Scheune, zieh Jutegarn als Bindematerial in Betracht, dicht um die Stängel gewickelt erzeugt Jute einen einfachen, aber stylischen Eindruck. Im Gegensatz dazu verleihen Samt, Seide und Satin einen luxuriösen, glamourösen Look, besonders wenn sie mit Perlen oder Svarovski-Steinen besetzt sind.

     

    Wunderschöne Brautstäuße binden dir übrigens die kreativen Floristinnen von Blumen Jezik:

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    Ein Strauß mit doppeltem Erinnerungswert

    Bänder mit Erinnerungswert sind etwas ganz Besonderes: Hast Du noch ein Stück Spitze vom Brautkleid Deiner Mutter oder Spitzentaschentuch Deiner Großmutter? Setz Dich mit Deiner Floristin zusammen und überlegt gemeinsam, wie Ihr diese Erinnerungsstücke in Deinen Brautstrauß einarbeiten könnt. Einen sehr persönlichen Touch verleihen Schmuckstücke, wie Broschen oder Anhänger, die schon seit Generationen in der Familie sind – befestige das Schmuckstück gut sichtbar am Brautstrauß, vergiss aber nicht, es abzunehmen, bevor du ihn wirfst!

    Was ist das denn: Ein Zweitstrauß?

    Das Werfen des  Brautstraußes ist immer noch eines der Highlights des Hochzeitsfests. Wer heiratet als nächstes im Freundeskreis? Die glückliche Fängerin  darf den Strauß dann auch behalten. Weil viele Bräute Ihren Brautstrauß gern selbst als Erinnerung an ihren Hochzeitstag aufbewahren möchten, entwickelt sich ein Trend zum Zweitstrauß. Das Original behält die Braut, ein etwas kleineres Exemplar findet seinen schwungvollen Weg in die Menge der unverheirateten Frauen. Während der Trauungszeremonie macht sich der Wurfstrauß auch nett in den Händen von Trauzeugin oder der Brautjungfern.

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    Brautstrauß forever

    Wenn du deinen Brautstrauß als Erinnerung an deinen Hochzeitstag aufheben möchtest, lass ihn beim Floristen konservieren oder hänge ihn zum Trocknen auf. Die Farben bleiben bestmöglich erhalten, wenn du deinen Brautstrauß für etwa zwei Monate kopfüber in einen dunklen Raum hängst. Dieser Raum muss unbedingt trocken sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. Ist der Brautstrauß getrocknet, sprühe ihn mit Klarlack oder Haarspray ein, damit die getrockneten Blüten nicht brüchig werden.

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  • Hochzeitsfloristik – Blumenschmuck, Brautstrauß & Tischdekoration

    Hochzeitsfloristik – Blumenschmuck, Brautstrauß & Tischdekoration

    Hochzeitsfloristik – Flowerpower für deine Hochzeit

    Blumen schaffen Ambiente, mit keinem anderen Element eurer Hochzeitsdeko könnt ihr die Wirkung euer Feier so stark beeinflussen, wie mit der Art eurer Blumendeko. Wie findet ihr heraus, welche Blumen zu eurer Hochzeit passen?

    Hochzeitsblumen

    Entdecke deinen Stil

    Schließ Deine Augen und stell Dir den perfekten Look für Deine Hochzeit vor. Wird Dein Fest klassisch formell oder informell lässig, aufwändig oder einfach gestaltet? Bist Du der Typ für knallige Farben oder liebst Du neutrale Farben? Wünscht Du Dir traditionelle Blumen, wie Rosen und Lilien oder setzt Du ganz modern auf Gräser, Zweige, Früchte und Kräuter? Du hast jetzt in der Regel schon Deinen Veranstaltungsort gewählt, schaff Dir ein inneres Bild davon, welche Blumen dort gut wirken. Die florale Dekoration Deiner Hochzeit ist mehr als reiner Augenschmaus, sie beeinflusst das ganze Ambiente Deines Fests. Bist Du Dir also des Stils Deiner Hochzeit bewusst, dann setze diesen Kurs auch in der Blumendekoration fort und wähle Blumen, die genau zu Deiner Hochzeit passen.

    Bleibe deinem Farbschema treu

    Das Farbschema ergibt sich aus dem Stil deiner Hochzeit. Jede Jahreszeit bietet dir Blumen in jeder nur vorstellbaren Farbschattierung. Beginnend mit weißen und Cremetönen über Pastellfarben bis hin zu trendigen Farben. Blumen in verschiedenen Farbabstufungen oder starke Kontraste sind atemberaubend – bleibe aber dem Farbschema deiner Hochzeit treu. Denk dran: Farben sind ein Ausdruck Deiner Wesensart. Nimm Deine Farbpalette zum Treffen mit der Floristin mit, sie wird Dir helfen, Blumen in passenden Farben zu wählen.

    Bestimmt euer Blumenbudget

    Wie bei vielem Anderen ist auch hier das zu Verfügung stehende Budget das größte Hindernis zwischen Dir und Deinen Traumblumenarrangements. Macht euch auf darauf gefasst, etwa 8-10 % Eures Hochzeitsbudgets für Blumenschmuck zu verwenden. Wenn Du schlau planst, solltest Du aberl genug Geld haben, um die Blumenkreationen umzusetzen, die Du Dir für Dein Hochzeitsfest wünscht.

    Engagiere eine Floristin

    Sogar die kreativste und künstlerisch talentierteste Braut profitiert vom fachkundigen Wissen und Fertigkeiten einer Floristin. Euer Hochzeitstag ist vollgepackt mit allen möglichen Aufgaben. Du wirst wenig Raum dafür haben, wertvolle Stunden mit dem Binden von Sträußchen und dem Anbringen von Blumenschmuck zu verbringen. Eine gute Floristin kann mit praktisch jedem Budget arbeiten und wunderschöne Arrangements für Euch zaubern. Wir haben Tipps für Euch, wie Ihr eine Floristin findet, die Eure Wünsche umsetzen kann.

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