Schlagwort: Hochzeitsfeier

  • Besondere Hochzeitsfahrzeuge

    Besondere Hochzeitsfahrzeuge

    Besondere Hochzeitsfahrzeuge

    Euer Hochzeitsfahrzeug ist mehr als ein bloßes Transportmittel zu sein, es kann Träume wahr werden lassen: Einmal Prinzessin sein und aus der offenen Pferdekutsche winken, auf einer Harley mit satten Auspuffsound lässig vor der Kirche vorfahren oder in einer knallroten Corvette mondän im Retro-Style in die Flitterwochen starten.

    HochzeitsbimHochzeitsbim und Hochzeitszug

    Auf der richtigen Schiene ist ein Brautpaar auch in Hochzeitszug und Hochzeitsbim, denn so kann Transfer, Eheschließung und Party an einem Ort zusammengefasst werden: Geheiratet, gefeiert und optional auch getafelt wird in Erlebniseisenbahn oder Tramway. Die Route und die Beschriftung einer Wiener Hochzeits-Straßenbahn (neben „Just married!“ ist alles erlaubt, was die Phantasie zulässt) kann das Brautpaar frei wählen.

    Limousine als Hochzeitslocation

    Ein Limousinenservice in Kalifornien bietet Brautpaaren sogar an, das Hochzeitsfahrzeug zur Hochzeitslocation zu machen. Ein Friedensrichter traut die Liebenden überall da, wo sich in freier Natur ein Parkplatz finden lässt! Für die Zeremonie wird ein roter Teppich ausgerollt, auf dem dann auch die Champagnerkorken knallen. Einziger Wermutstropfen: die Hochzeitsgesellschaft sollte sich in überschaubarem Rahmen bewegen:

    Bei mehr als einer Handvoll Hochzeitsgästen kann es auch in der Stretch-Limousine ganz schön eng werden! Gefällt Euch die Idee, bei Eurer Hochzeit glamourös in der Limousine vorzufahren? Stretchlimos könnt Ihr auch hierzulande mieten, ihr müsst nur einen Standesbeamten dazu überreden, mit Euch eine Hochzeits-Spritztour zu machen.

    Hochzeitskutsche

    Wer keine Lust hat, motorisiert unterwegs zu sein, der bleibt mit natürlichen Pferdestärken mobil. Die Hochzeitskutsche ist der Inbegriff für Romantik und märchenhaften Charme und bei jeder Hochzeit ein zauberhafter Hingucker.

    Zur Auswahl stehen offene und geschlossene Kutschen, die von einem, zwei oder vier Pferden gezogen werden. Vom Segen des Wettergottes unabhängig seid ihr, wenn ihr eine Hochzeitskutsche mietet, die sowohl mit geschlossen als auch mit offenem Verdeck fahren kann.

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  • Transport von Brautpaar und Hochzeitsgästen

    Transport von Brautpaar und Hochzeitsgästen

    Autos für Brautpaar und Hochzeitsgäste – wer fährt mit wem?

    Wenn ihr die Fahrten rund um Eure Hochzeit plant, habt ihr zu berücksichtigen wie viele Autos ihr braucht, welchen Wagentyp ihr wählen wollt und wann und wo die Autos verfügbar sein sollen. Je nachdem, wie ihr Hochzeit feiert, steht und fällt ein gelungener Ablauf mit einer guten Koordination der Transportmittel. Stellt euch eine Feier vor, bei der die Gäste von einem Chauffeurservice vom Hotel zur Kirche gebracht werden, von dort zu einem Schiff, auf dem die Hochzeitsfeier stattfindet und dann von der Anlegestelle wieder zurück ins Hotel.
    Hochzeitsauto mit Blumenschmuck
    Die Gäste werden in SUVs chauffiert, das Brautpaar und die Brauteltern fahren an der Anlegestelle bei strahlendem Sonnenschein in einer weißen, wunderschön mit Bändern und Blumen geschmückten Stretchlimo vor. Die Routen und Abholzeiten werden im Voraus getimt und auf den Ablauf der Feier abgestimmt …

    …Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass das Brautpaar für seine Hochzeitsgäste ein so ausgefeiltes Shuttle-Service zur Kirche und zum Veranstaltungsort der Feier organisiert – insbesondere wenn viele Gäste von außerhalb kommen und in einem Hotel in der Nähe der Location untergebracht sind.

    Transportservice mit Hochzeitslimousinen

    Wollt ihr euren Gästen kein Rundum-Transportservice bieten, beginnt Eure Überlegungen damit, wie viele Personen ihr transportieren wollt. Wir empfehlen, zumindest eine Limousine zu mieten, die die Braut zur Kirche bringt, und dann Braut und Bräutigam zum Veranstaltungsort der Hochzeitsfeier fährt. So hat das Hochzeitskleid auf der Fahrt zur Kirche genug Platz, um nicht zusätzlichen, unerwünschten Faltenwurf zu entwickeln. Auf der Fahrt zwischen Kirche und Location bietet die Limousine dem Brautpaar dann Luft, um durchzuatmen und auch am Hochzeitstag ein bisschen Zeit nur zu Zweit zu genießen.

    Hochzeitsautos oder private Fahrzeuge?

    Fahren die Brauteltern, -großeltern und Trauzeugen selbst? Als Treuzeugen werden in der Regel zuverlässige Leute gewählt – wenn ihr mit Eurem Fahrtenbudget knapp kalkulieren müsst, chauffiert sie nicht, sondern spannt sie gleich als privaten Fahrservice ein. Überlegt Euch gut, wer von den auswärtigen Gästen gefahren werden sollte und wer sich – ohne es als unhöflich zu empfinden – selbst um ein Transportmittel kümmern kann. Wenn die Gäste selber fahren, ergibt sich für das Brautpaar zudem eine günstige Wechselwirkung mit dem Budget, das es für alkoholische Getränke einplanen muss …

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  • Festmode-Mode für Hochzeitsfeste und Feiern

    Festmode für Hochzeitsgäste

    Ihr seid bei einer Hochzeit eingeladen und nicht ganz sicher, was ihr anziehen sollt? Ihr wollt stylish und angesagt aussehen, aber gleichzeitg nicht Braut und Bräutigam die Show stehlen, euch harmonisch ins Gesamtbild der Hochzeit einfügen, aber doch individuelle modische Statements setzen? Wir haben ein paar Modetipps für euch und entschlüsseln Dresscodes, die für Hochzeitseinladungen gerne gesetzt werden.

    Modetrends für Brautjungfern und männlichen Trauzeugen

     

    Hurra, Hochzeitseinladung im Briefkasten! – O Gott: was ziehe ich an???

    „Smart Casual“ oder  „White Tie“? Was das Brautpaar euch mit dem Dresscode sagen möchte.

    Royale Noblesse: Blau
    Frivole Eleganz: Türkis
    Sexy Understatement: Grün

    Modetrends und die Etikette für das Kleid der Brautmutter.

     

    Just Black!
    Think Pink
    Shiny Erotic: Metallic

  • Hochzeitsbräuche – Hochzeitstraditionen

    BRAUCHTUM & HOCHZEITSSPIELE
    Rund um die Ehe gibt es jede Menge Bräuche, Traditionen und Aberglauben. Bräuche prägten seit jeher die Art und Weise der Eheschließung, sei es aus Aberglaube oder dem Hochhalten alter Überlieferungen. Hochzeitsbräuchen kommt heute oft keine tiefere Bedeutung mehr zu, gerne werden sie in Stadt und Land zur Auflockerung der Hochzeitsfeier verwendet. Geboren aus dem Streben, böse Geister zu vertreiben, gehört etwa ein Polterabend oder Junggesellenabschied zur Hochzeit einfach mit dazu. Wir bringen euch hier die historischen Hintergründe des Heiratens näher und geben euch Anregungen, wie ihr Bräuche, Traditionen und Spiele in euer Hochzeitsfest einfließen lassen könnt.

    Bald ist es soweit!



    Lasst es krachen ihr Junggesellen und -gesellinnen!

    Erfülltes Liebesleben, Eheglück und Harmonie … einige bei uns nicht ganz so bekannte Bräuche!

    Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag: Jubiläen und ihre Bedeutung.

    So unterhaltet ihr eure Gäste während ihr selbst anderes zu tun habt!

     

    Mit diesen Spielen brecht ihr das Eis und sorgt für super Stimmung!

     

    Von Anfang an führt der Hochzeitslader Regie.


    Mit diesen Spielen haben eure kleinen Gäste richtig viel Spaß!

     

    Anregungen, damit die Trauung nicht aus dem Rahmen fällt.

    Wer mit wem … wie es sein soll und es sich gehört!

    Eine Brautparty stimmt die Braut und ihre Mädelsrunde auf die Hochzeit ein!

    Traditionen für ein wundervolles Hochzeitsfest.


    Nach der Hochzeitsfeier geht es lustig weiter…

    Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde … oder etwa doch nicht?

    Baumsägen und andere Hochzeitsspiele aus dem Brauchtum.

    HOCHZEITSMUSEM: HISTORISCHES & TRADITIONEN

    Es war nicht immer so, dass die Liebe die Basis für die Heirat bedeutete. Bis ins letzte Jahrhundert hinein waren es finanzielle und wirtschaftliche Gründe, die die Menschen zur Heirat bewegten. Oft wurde die Hochzeit schon von den Eltern beschlossen. Heute ist das Wichtigste, dass zwei Menschen in Liebe zueinander stehen und ihre Leben miteinander in Einklang bringen können. Blickt mit uns zurück in die Vergangenheit und erlebt, wie sich Hochzeitsfeste und Eheschließungen im Wandel Zeit verändert haben.

    Damals war heiraten super trendy


    Traurige Zeiten für alle Ehefrauen


    Tanzen und Musik werden fixer Bestandteil der Hochzeitsfeierlichkeiten

    Viele heutige Hochzeitsbräuche entstanden in dieser Epoche

    Sehenswertes zur Historie von Hochzeit, Liebe & Eros. Und eine wahre Fundgrube für Liebhaber

  • Hochzeitsbudget – Hochzeitsfeier

    Hochzeitsbudget – Hochzeitsfeier

    Die Planung eures Hochzeitsbudgets

    Das Aufstellen eines Budgets entspricht zwar nicht dem Inbegriff der Romantik, bietet allerdings die Grundlage für eure gesamte Hochzeitsplanung. Denn wie viel ihr ausgeben könnt, bestimmt den Rahmen eurer Hochzeit.

    Hochzeitspaar Brautstrauß

    Location und Gästeliste

    Jede einzelne Entscheidung, die ihr trefft, wird davon beeinflusst wie viel das Brautkleid, der Fotograf, die Hochzeitstorte, die Location und all die anderen Dinge, die ihr euch wünscht, kosten dürfen. Die Kosten werden vor allem von der Zahl der eingeladenen Gäste und dem Ambiente, das ihr euch für eure Hochzeitsfeier wünscht, bestimmt. Erst wenn ihr wisst, wen ihr einladen möchtet und auf wessen Anwesenheit ihr verzichtet, könnt ihr einen Veranstaltungsort aussuchen. Denn ihr seid dann sicher, wie viele Leute dort Platz finden müssen. Die Länge Eurer Gästeliste bestimmt auch, wie viel ihr für Catering, Getränke, Transport und Give-Aways und andere Details ausgeben werdet. Stellt also die Gästeliste so früh wie möglich auf und lasst noch ein paar Plätze frei, wenn ihr kurzfristig jemanden einladen wollt.

    Fixpunkte im Budget

    Überlegt welche Ausgaben zur Gestaltung eurer Feier unbedingt notwendig sind und wer dafür aufkommen wird. Eine Klärung der Kostenaufteilung ist dabei sehr hilfreich. Besprecht am besten die Planung und die damit verbundenen Ausgaben mit beiden Familien. Als Richtwert könnt ihr bei etwa 50 Gästen mit 5.000 bis 10.000 € rechnen, für 80 Gäste müsst ihr bis zu 12.000 € einplanen. Und das betrifft nur die Feier selbst, dazu kommen noch die Ausgaben für Eheringe, Flitterwochen und Bekleidung.

    Hochzeits-Sponsoring

    Sucht euch Sponsoren für eure Hochzeit! Die Ausgaben, die ein Brautpaar für das Hochzeitsfest plant, sind immerhin auch vom sozialen Status abhängig. Ein Brautpaar, das knapp kalkulieren muss, darf durchaus seine Familie um Unterstützung bitten, indem es sich etwa Blumenschmuck, Fotoreportage oder Hochzeitskutsche als Hochzeitsgeschenk wünscht.
    Sparschwein

    Behaltet die Finanzen immer im Blick

    Wenn ihr euch über die Finanzen einig geworden seid, dann wisst ihr, in welchem Rahmen und in welcher Größe ihr die Feier planen könnt. Erkundigt euch nach durchschnittlichen Preisen für die einzelnen Posten und erstellt zuerst ein vorläufiges Budget. Schreibt euch alles auf, was ihr wirklich ausgebt, damit ihr den Überblick behaltet und nutzt Checklisten. Es müssen nicht immer teure und aufwendige Dinge sein, die das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis machen! Mit etwas Kreativität und Phantasie lässt sich auch mit einem kleinen Budget eine wirklich großartige Feier planen!

     

    Und wer zahlt eigentlich was?

  • Hochzeitszeremonien – Trauung im Hinduismus

    Die hinduistische Hochzeit

    Eine hinduistische Trauung bedeutet jede Menge Bräuche, Rituale, lange klang- und farbenfrohe Feierlichkeiten voller Freude und Spaß. Indische Hochzeiten sprechen von der reichen Kultur, dem traditionellem Erbe und der ethnischer Identität des Landes. Jede Region folgt ihren eigenen althergebrachten Ritualen und Zeremonien.

    Eine Hochzeit ist in der hinduistischen Religion – im Gegensatz zum Buddhismus – eine bedeutende religiöse Zeremonie und eines der wichtigsten der 16 hinduistischen Sakramente oder Sanskars. Eine Hinduhochzeit symbolisiert das Zusammenkommen von gegenseitigem Verständnis, Hingabe, Liebe und Gegenliebe, Einheit und spirituellem Wachstum. Sie bedeutet mehr als nur Feiern, Freude und Spaß, sie verlangt Opferbereitschaft, Gemeinschaftsgefühl, Engagement und Einsatzbereitschaft.

     

    Hochzeitszeremonie im Freien

    Hindus betrachten die Hochzeit als eine Institution, die die Menschen die wahren Werte des Lebens lehrt. Die Ehe besiegelt nicht nur das Band zwischen zwei Menschen sondern auch zwischen zwei Familien. 

    Hinduhochzeiten werden meist von den Brauteltern ausgerichtet und finden an einem öffentlichen Ort statt, über den sich beide Brautfamilien miteinander einig werden. Die Hochzeitszeremonie findet in der Regel im Freien unter einem dekorierten Baldachin, dem Mandap, statt und wird von einem Brahmanenpriester durchgeführt.

    In Indien weiß man zu feiern: Hinduhochzeiten erstrecken sich schon mal über vier bis fünf Tage. Die Zeremonie unterteilt sich im Wesentlichen in drei Teile: Bräuche die der Hochzeit vorangehen, die eigentliche Hochzeitszeremonie und Bräuche nach der Hochzeit. Jedes einzelne Ritual hat eine tiefe Bedeutung und Absicht.

     

    Sterne bestimmen den Hochzeitstermin

    Als erstes errechnet ein Astrologe aus den Geburtsdaten des Paares das genaue Datum der Hochzeit. Die Hochzeit muss genau diesem Tag stattfinden. Dann folgt die Verlobung, bei der auch Ringe ausgetauscht werden.

    Am Tag vor der Hochzeit werden die Hände und Füße der Braut wunderschön mit Henna bemalt, an ihrem Hochzeitstag trägt sie einen weißen Sari, der Reinheit symbolisiert und im Laufe der Zeremonie durch einen roten Sari, ein Zeichen für Fruchtbarkeit, ausgetauscht wird.

    Die eigentliche Hochzeit beginnt damit, dass die Hand der Braut in die des Bräutigams gelegt wird und die beiden mit einem weißen Schal verbunden werden.

    Darauf folgt das Lawan Phere oder die vier Runden. Das Brautpaar schreitet vier Mal um das heilige Feuer, jede Runde symbolisiert ein anderes der Ziele des Hinduismus für eine glückliche Ehe: Glaube, finanzielle Stabilität, Fortpflanzung und Befreiung der Seele.

    Bedeutsamstes Ritual der Hindu-Hochzeit

    Das bedeutsamste Ritual ist das Saptapadi. Das Brautpaar schreitet gemeinsam sieben Schritte in Richtung Norden während der Priester die sieben Versprechen oder Schwüre verliest. Braut und Bräutigam geben sich ein Versprechen vor Gott, repräsentiert durch Licht und Feuer. Diese sieben Versprechen zusammen bilden den Grundstein für die Ehe, sie handeln von der Loyalität, Liebe und Hingabe die das Brautpaar während des Ehelebens miteinander teilt. Der Bräutigam malt der Braut als Zeichen der Zusammengehörigkeit einen roten Punkt auf die Stirn. Heute ist das Bindi ein Mode-Accessoire geworden, das von allen Frauen wie ein Schmuck getragen werden kann und hat seine ursprüngliche Bedeutung verloren.

    Farbenfrohe Hochzeitsfeier

    Nach einem Segen für das Brautpaar setzt sich die Hochzeitsgesellschaft zu einem reichlichen Hochzeitsmahl mit vielen Hochzeitsspielen. Die der Hochzeitszeremonie folgenden Rituale sind die emotionsgeladensten Momente, besonders wenn die Braut weit von ihrer Familie wegzieht: Die Braut verabschiedet sich von ihrer Familie und geht den ersten Schritt in Richtung ihres neuen Lebens im Haus ihres Ehemannes.

    Moderne Hindu-Hochzeiten enthalten nicht alle der traditionellen Elemente und sind dadurch kürzer. Das hängt von den heiratenden Paaren und ihren individuellen Wünschen, Lebensumständen sowie der Kastenzugehörigkeit und den finanziellen Möglichkeiten ab.

    Zu einer Hinduhochzeit gehört viel Musik, die sich Braut und Bräutigam aussuchen. Es wird meistens ein Mix der neuesten Bollywood Soundtracks, deren Texte alle sehr romantisch sind, gespielt!

  • Hochzeit am Standesamt – Eheschließung rechtswirksam

    Hochzeit am Standesamt – Eheschließung rechtswirksam

    Hochzeit auf dem Standesamt

    In Österreich kommt eine gültige Eheschließung nur dann zustande, wenn sie von einem  Standesbeamten vorgenommen wird. Konfessionelle Eheschließungen haben vor der Behörde keine Rechtsgültigkeit. Gleichgültig, ob die Hochzeit still und heimlich im kleinsten Kreis stattfindet oder ob sie ein glanzvolles Fest wird, ihr braucht die richtigen Papiere, um eure Verbindung zu legalisieren:

    Dokumente zur Anmeldung der Eheschließung:

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    Nachweis der Geburtseintragung

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    Staatsbürgerschaftsnachweis

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    Lichtbildausweis

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    Urkundliche Nachweis für einen akademischen Titel


    Für in Österreich gemeldete Personen kann die Standesbeamtin/der Standesbeamte eine Abfrage im Zentralen Melderegister (ZMR) durchführen. Bei der Ermittlung der Ehefähigkeit müssen grundsätzlich beide Verlobte anwesend sein. Es wird eine Niederschrift über die Ermittlung der Ehefähigkeit (Aufgebot) angefertigt. In Ausnahmefällen genügt es, wenn ein Verlobter alleine vorspricht.

    weiße Tauben

    Wart ihr schon einmal verheiratet, sind auch die Heiratsurkunden aller früheren Ehen und die Nachweise deren Auflösung vorzulegen. Bei verwitweten Personen ist dies die Sterbeurkunde des verstorbenen Partners, bei geschiedenen Personen die rechtskräftige Scheidungsurkunde. Das Standesamt hat Zugriff zu den Meldedaten, die Vorlage der Meldebestätigung ist daher nicht mehr zwingend erforderlich.

    Ist der zukünftige Ehepartner Ausländer oder noch minderjährig, so gelten besondere Vorschriften, über die euch euer Standesamt gerne informiert.

    Welches Standesamt ist zuständig?

    Ausgangspunkt für die Anmeldung zur Eheschließung kann jedes Standesamt sein. Dort wird die Niederschrift zur Ermittlung der Ehefähigkeit („Aufgebot“) erstellt. Die standesamtliche Trauung selbst kann auch in einem anderen Standesamt vorgenommen werden.

    Festliche standesamtliche Trauung

    Auf der Skala der beliebtesten Hochzeitsmonate führen Mai, Juni und September. Unabhängig von Jahreszeit und Wetter wird euer Fest zum unvergesslichen Erlebnis, wenn ihr eure Wünsche und Vorstellungen rechtzeitig bekannt gebt. Unser Artikel „Standesamtliche Trauung mal anders“ zeigt euch viele Möglichkeiten für eine traumhaft schöne Trauung außerhalb der Amtsräume.

    Alle Standesämter in Österreich im Überblick >>

  • No-Goes bei der Hochzeit

    No-Goes bei der Hochzeit

    No-Goes bei der Hochzeit

    Jeans und Turnschuhe als Festbekleidung, laut vernehmbares lästern über das Brautkleid, klingelnde Handys statt läutender Hochzeitsglocken – geht es noch peinlicher? Was Du als Hochzeitsgast unbedingt vermeiden solltest, haben wir in einem kleinen Hochzeits-Knigge für Dich zusammengestellt. Denk daran, dass die Hochzeitsfeier der große Tag des Brautpaares ist. Unterlasse deshalb alles, was dem Brautpaar die Show stiehlt, peinliche Situationen hervorruft und dem Tag die festliche Stimmung raubt. Genießt  die Feier, seid  charmant und helft da, wo ihr darum gebeten werdet, mit Herz und Verstand.

    Ganz in Weiß – das Privileg der Braut

    Der allergrößte Faux-Pas bei einer Hochzeit ist, als Gast im weißen Kleid zu erscheinen – es sei denn, die Braut hat für euch als Brautjungfern weiße Kleider ausgewählt. Sollte die Braut kein Weiß tragen, sondern etwa Rot, dann sollte sie es mit „Die Braut trägt Rot“ in der Hochzeitseinladung ankündigen. Für die Gäste gilt somit der Dresscode „everthing but red„. Ganz in Schwarz aufzutauchen ist übrigens auch kein guter Gedanke, schließlich handelt es sich um eine Hochzeit und nicht um eine Beerdigung.

    Anlass- & FestmodeDresscode ignorieren

    In der Hochzeitseinladung werden die Gäste gebeten, durch ihre Kleidung einen der Feierlichkeit angemessenen Grad der Förmlichkeit auszudrücken. Wie hoch dieser Grad ist, bleibt dem Brautpaar überlassen. Findet ein Hochzeitsgast den Dresscode übertrieben oder ist ganz und gar ein Modemuffel?

    Das Brautpaar hat sich beim Festlegen des Dresscodes etwas gedacht und wem die Idee nicht gefällt, der sollte der Hochzeit lieber fernbleiben als in unpassender Kleidung zu erscheinen. Hast du keine angemessene Garderobe im Schrank? Dann bietet sich hier eine gute Gelegenheit, mal wieder shoppen zu gehen oder den Verleihservice eines guten Modehauses auszuprobieren.

    Der Dresscode kann zwar individuell ausgelegt werden, muss aber unbedingt erfüllt werden. A propos Individualität: tiefe Rückenausschnitte, sexy Minikleider und enge Corsagen sind absolute NoGoes. Schulterfreie Oberteile sind in Ordnung, in der Kirche ist ein Bolero oder ein Schultertuch auch heute noch angemessen.

    Sich in den Vordergrund drängen

    Der Hochzeitstag gehört dem Brautpaar! Eine Trauzeugin, die sich im sexy Glamour-Look in Szene setzt, ein Festredner der sich selbst am liebsten reden hört und kein Ende findet, eine Brautmutter, die alles an sich reißt oder ein Brautvater, der wiederholt laut verkündet, endlich alle seine Töchter unter die Haube gebracht zu haben: Alles schon da gewesen, aber auf einer Hochzeit absolut unmöglich. Zurückhaltung gilt nicht nur für das Outfit und die Rede, sondern für das gesamte Verhalten an diesem Tag.

    Zu spät kommen

    Bei einer Hochzeit darf einzig und allein die Braut zu spät kommen. Und das auch nur, um sicher zu gehen, dass alle Gäste ihren Platz gefunden haben und der Mittelgang zum Altar frei von Gewusel jeder Art ist. Es ist eine Selbstverständlichkeit, Kinderwägen in den Seitengängen abzustellen und auch zum Fotografieren nicht im Mittelgang umher zu eilen. Je größer die Hochzeit ist, umso früher solltest du da sein. Spätestens eine viertel Stunde vor Beginn der Hochzeit sollten alle Hochzeitsgäste in der Kirche sein. Überlasst die vorderen Bänke den engeren Verwandten, insbesondere wenn das Brautpaar darum bittet. Knarrende Kirchentüren stellen zu spät Kommende gern in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Und wenn Du doch zu spät dran bist? Bleibe in den hinteren Reihen und nimm am Rand Platz. Verhalte dich leise und unauffällig und fordere auf gar keinen Fall Leute in den vorderen Reihen, für dich Platz zu machen.

    Auffälliges Verhalten in der Kirche

    Viele Menschen betreten eine Kirche nur noch zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Es besteht kein Zwang mitzusingen und zu beten. Vermeide es aber, aufzufallen. Macht sich ein Hochzeitspaar die Mühe, für die Hochzeitsmesse eigene Text- und Singbücher vorzubereiten, vergibt sich kein Hochzeitsgast etwas, wenn er mitsingt. Beten kann nur, wer gläubig ist, aber jeder sollte mitmachen, wo er mitmachen kann. Es gehört sich nicht, sitzen zu bleiben, wenn alle zum Evangelium aufstehen und damit absolutes Desinteresse zu zeigen. Wer keinen Respekt vor kirchlichen Traditionen hat, sollte zumindest den Wunsch des Brautpaares nach einer kirchlichen Trauung respektieren und sich dem Anlass entsprechend verhalten. Wer gebeten wird, eine Fürbitte zu halten, sollte sich Gedanken machen, was er für das Brautpaar erbitten möchte und diese Bitte von ganzen Herzen vortragen.

    Die Brautleute in Verlegenheit bringen

    Keine Frage – charmante Anspielungen auf kleinere Missgeschicke, die den Brautleuten in der Vergangenheit passiert sind, lockern Reden und Ansprachen auf und sorgen für Heiterkeit. Übertreibt es der Redner, sorgen anzügliche Spitzen und pikante Details allerdings für Tränen. Auf gar keinen Fall darf ein Redner etwas sagen oder tun, das die Braut in schlechtem Licht erscheinen lässt. Das ist überflüssig, gemein und peinlich. Bei einer Hochzeitsrede kommt es darauf an, lobende, wertschätzende Worte für Braut und Bräutigam zu finden und witzige Anekdoten, in denen das Brautpaar eine Situation gerettet oder zum Besseren gewendet hat zum Besten zu geben.

    Entgleisende Brautentführungen und andere Katastrophen

    Hochzeitsspiele sind dafür gedacht, den Abend aufzulockern. Wer Spiele veranstalten möchte, sollte sich unbedingt mit den Trauzeugen absprechen und bei der Auswahl der Spiele Geschick und Geschmack beweisen. Tabu ist auch hier alles, was die Brautleute in Verlegenheit bringen könnte. Insbesondere Spiele, die auf das Sexualleben von Braut und Bräutigam abzielen, rutschen schnell ins Peinliche ab. So etwas passt eher auf einen Junggesellenabschied, eine Hochzeit ist ein romantischer und feierlicher Anlass und kein Forum für Selbstdarsteller. Fotopräsentationen müssen unbedingt abgesprochen werden, absolut unangebracht sind Nacktfotos. Wer eine Brautentführung plant, sollte in jedem Fall dafür sorgen, dass der Bräutigam die Braut in einem angemessenen Zeitraum findet. Hochzeiten, auf denen Das Brautpaar stundenlang fehlt, entgleisen für die Gäste oft zu langweiligen Wartepartien. Denn was ist eine Hochzeitsfeier schon ohne das Brautpaar?

    Übermäßiger AlkoholkonsumÜbermäßiger Alkoholkonsum

    Betrunken herumpöbelnde Gäste, ein Bräutigam der während der Hochzeitsfeier aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums schlafend unter dem Buffet liegt, ein mehr als leicht angeheiterter Brautvater, der mit peinlichen Details aus dem Teenagerleben seiner Tochter reüssieren möchte – das sind leicht vermeidbare Ärgernisse. Beherrschung und Zurückhaltung beim Alkoholkonsum ist angesagt – auch wenn der Wein noch so gut mundet!

    Unpassende Geschenke

    Manche Menschen freuen sich über spaßige Geschenke – oder tun zumindest so. Die meisten Spaßgeschenke sind allerdings unpassend und können als sehr abwertend und bloßstellend empfunden werden. Eine Kiste Sexspielzeug oder Babyausstattung ist absolut unmöglich. Auch Haushaltsgeräte sind unpassend, es sei denn, das Paar hat sie auf der Geschenkliste stehen. Wer ein persönliches Geschenk außerhalb der Liste machen möchte, sollte sich bei Trauzeugen oder dem Brautpaar erkundigen, ob die Gabe auch gut aufgenommen wird.

    Lästern

    Du findest das Brautkleid übertrieben? Das Essen schmeckt dir nicht und die Location ist ungemütlich? Beherrsche dich und behalte dein Urteil für dich. Die Hochzeit soll für das Brautpaar ein unvergesslich schöner Tag sein, böse Worte verderben die Stimmung und sind unangebracht.

  • Hochzeit in China

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in China

    Die Hochzeit gilt in China bis heute als das wichtigste Ereignis im Leben zweier Liebender. Gleichzeitig ist die Hochzeitsfeier ein wichtiges Statussymbol. Das dazugehörige Motto: Laut, pompös und teuer! So scheuen die Brautleute und deren Familien keinerlei Kosten und Mühen, um eine vollkommene Hochzeit zu organisieren. Dabei vertrauen sie meist auf die Dienste eines Weddingplanners um einen reibungslosen Ablauf der Festivitäten zu garantieren. Aber auch die Gäste lassen sich nicht lumpen und versüssen dem Brautpaar den Einstieg ins Eheleben mit teuren Geschenken und hohen Geldbeträgen. Die Geldgeschenke werden traditionell in rote Briefumschläge (Hóng Baos) verpackt.

     

    Bridal Fashion

    Traditionell ist in China bei Hochzeiten Rot die alles beherrschende Farbe. Demnach trägt die klassische Braut eine rote Hochzeitsrobe mit einem rotem Brautschleier. Und noch etwas ist bei einer chinesischen Braut anders! Zur Demonstration ihres Wohlstands kauft sie mehrere Hochzeitskleider, die sie den Festgästen abwechselnd vorführt.

    Die Hochzeitsfeier

    In China könnte „Feiern, dass die Frösche tanzen“ die Devise sein. Es handelt sich dabei um Knallfrösche, denn ein großes Feuerwerk ist in China traditionelles, unverzichtbares Beiwerk. Schon am frühen Morgen des Hochzeitstages kündigt laute Knallerei das Kommen des Bräutigams und seiner Freunde an. Doch in das Haus der Brauteltern wird der Bräutigam erst nach Zahlen eines Lösegelds eingelassen.

    Die Hochzeitszeremonie verlangt, dass sich das Brautpaar vor einem Altar, der den Vorfahren gewidmet ist, verbeugt und etwas Geld verbrennt. Diese Zeremonie endet damit, dass das Brautpaar den Gästen Tee, Datteln und Lotussamen reicht und dafür rote Glückspakete mit Geldgeschenken erhält. Nach diesem Ritual macht sich das Brautpaar wieder unter Begleitung des Feuerwerks zum Haus des Bräutigams auf, um hier die Teezeremonie zu wiederholen. Höhepunkt des Tages ist ein Riesenfeuerwerk, für das häufig mehrere Monatsgehälter ausgegeben werden.

    Einer Tradition folgend wird die Braut am Hochzeitstag mit einer Sänfte zum Haus des Bräutigams oder dem Ort der Trauung gebracht. Schon auf dem Weg dorthin macht die Hochzeitsgesellschaft möglichst viel Radau und rüttelt an der Sänfte der Braut, um böse Geister zu vertreiben und dem Brautpaar eine glückliche Ehe zu garantieren. Außerdem werden chinesische Hochzeitspaare meist mit rotem Reis und grünen Bohnen beworfen, da dies die Fruchtbarkeit der Braut stärken soll.

    Die Hochzeitsgesellschaft  soll das Brautpaar auf einer chinesischen Hochzeit möglichst viel necken. So ist es Brauch, dass junge Gäste dem Hochzeitspaar ins Schlafgemach folgen und anzügliche Witze machen, oft verstecken sich auch besonders witzige Verwandte unter dem Bett des Paares.

    Hochzeitsessen

    Ein typisches chinesisches Hochzeitsmahl besteht aus zehn bis zwölf Gängen. Da das Hochzeitsessen als Gelegenheit angesehen wird, den Wohlstand der Familie subtil zu signalisieren, ist Haifischflossensuppe eine der bevorzugten Speisen, die pro Gast etwa 100 Euro kostet.

    Da die aufwändig geplante Hochzeit auch gebührend festgehalten werden soll, legen Hochzeitspaare in China besonderen Wert auf die Hochzeitsfotos. Aus diesem Grund werden nicht nur während und nach der Trauung Fotos gemacht, sondern eigene Hochzeitsshootings abgehalten. Brautpaare werden im Zuge dessen an verschiedenen Orten abgelichtet und wechseln zwischendurch auch des öfteren Make-up und Garderobe, um makellose Hochzeitsfotos zu bekommen. Diese mühsam erarbeiteten Hochzeitsfotos werden oft als Schlüsselanhänger, Tassen oder Poster an Verwandte verschenkt.

    Fazit: Wer also eine klassisch chinesische Hochzeit feiern möchte, darf weder Zeit, Geld noch Mühe sparen und sollte nicht vor gespannt lauschenden Verwandten zurückschrecken.

  • Hochzeit in Grönland

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Grönland

    Etwa 56.000 Menschen leben in Grönland, 88 Prozent davon sind Nachfahren verschiedener Inuitgruppen. Da die Lebensbedingungen in den arktischen Regionen Grönlands äußerst schlecht sind, ist die Lebenserwartung der Inuit entsprechend niedrig. Lebensweise und Kultur wurden über Jahrhunderte hinweg an die eisigen Temperaturen und die geringe Lebenserwartung  angepasst. Aus diesem Grund heiraten Inuit sehr früh, fast noch im Kindesalter. Während die Eltern der Brautleute und der Bräutigam Mitspracherecht am Zustandekommen der Ehe haben, müssen Mädchen die Wahl ihrer Eltern widerstandslos akzeptieren.

     

    Arrangierte Ehe

    Früher wurden Ehen zwischen befreundeten Familien oft beschlossen, bevor die betreffenden Kinder überhaupt geboren waren. War das Brautpaar dann alt genug, um eine Familie zu ernähren, wurde die Trauung vollzogen. Noch in den 1970ern wurden solche Ehearrangements getroffen. Doch die jungen Erwachsenen, für die diese Vereinbarungen damals getroffen wurden, setzen sich heute meist darüber hinweg. Denn auch im kalten Grönland zählen die eigenen Wünsche im 21. Jahrhundert mehr als Verbindungen, die vor über 30 Jahren arrangiert wurden. Außerdem leben auch in Grönland immer mehr Menschen in Partnerschaften ohne zu heiraten.

    Die Hochzeitsfeier

    Anders als in Europa, wo einer Hochzeit meist eine Verlobung und monatelange Planung vorausgehen, ist eine Heirat bei den Inuit kein aufwändig geplantes Fest. Statt eine große Zeremonie abzuhalten, tauscht ein Inuit-Brautpaar oft nur ein Schmuckstück aus, um die Ehe zu besiegeln. Da Hochzeitszeremonien meist spontan stattfinden, gibt es auch keine besondere Kleidung für das Brautpaar. Zweckmäßigkeit zählt in Grönland eben mehr als prunkvolle Hochzeitsdekorationen und dreistöckige Hochzeitstorten.

    Nur noch Wenige halten an der alten Lebensweise und den alten Bräuchen fest. Doch die sehr schlichte und zweckbezogene Hochzeitszeremonie änderte sich auch durch die Christianisierung nur insofern, als Brautpaare nun von christlichen Priestern getraut werden konnten. Durch die Errichtung einer staatlichen Verwaltung wurden Hochzeiten auch bald darauf administrativ erfasst.

    Und wie ist das nun wirklich mit den Küssen?

    Im Gegensatz zu dem gängigen Irrglauben küssen sich Inuit nach der Trauung nicht mit der Nase. Dieser auch in Asien weit verbreitete Riechgruß oder Nasenkuss, dient zwar auch zum Ausdruck von Zärtlichkeit, ist aber nicht mit einem Kuss, wie wir ihn kennen, zu vergleichen. Das Klischee, Inuit würden sich nur mit der Nase küssen, ist völlig unbegründet und geht auf Missionare aus dem 18. Jahrhundert zurück, die diese Geste vermehrt beobachtet haben wollen.

    Der Ehealltag

    Im Allgemeinen bedeutet die Ehe im arktischen Grönland nicht so eine starke Verbindung und Verpflichtung wie bei uns. Erst durch die Geburt eines Kindes wird die Ehe bei den Inuit zur lebenslangen Bindung zweier Menschen. Solange die Ehe kinderlos ist, kommt es nicht selten vor, dass die Ehepartner wieder gewechselt werden. Dies führt dazu, dass einige Inuit erst nach fünf bis zehn Eheschließungen den Partner fürs Leben finden.

    Mitunter kommt es auch vor, dass Ehefrauen unter Freunden getauscht werden. Da dies jedoch nur dann passiert, wenn beide Ehepartner mit dem Partnertausch einverstanden sind, widerspricht es keineswegs den Moralvorstellungen der Inuit. Um die häufigen Partnerwechsel zu vereinfachen, behalten beide Ehepartner nach der Hochzeit ihren Besitz. Auch Polygamie (Vielehe), Polygynie (Vielweiberei) und Polyandrie (Vielmännerei) waren bei den Inuit gestattet und auch sehr verbreitet.