Schlagwort: Hochzeit

  • Hochzeitstorte und Hochzeits-Cupcakes – Hochzeitsbäcker

    HOCHZEITSTORTE, HOCHZEITSKONDITOREI & GIVE AWAYS

    Das Süßeste am Ja-Wort ist die Hochzeitstorte. Sie darf auf keiner Hochzeit fehlen, das Anschneiden der Hochzeitstorte schafft eine Erinnerung, die Braut und Bräutigam noch jahrelang teilen.  Immer beliebter werden Arrangements aus einer ein- oder mehrstöckigen Torte mit Petit Fours und Cupcakes. So bleibt der große Moment des Anschneidens der Hochzeitstorte erhalten, die Gäste können aber unkompliziert bei leckeren Petit Fours und Cupcakes zugreifen. Arrangiert auf einem Sweet Table oder einer Candy-Bar glänzen Macarons, Cookies, Cake-Pops & Co als dekorative Give-Away-Idee.

    Immer mehr Paare wählen eine Torte, deren Gestaltung sich an den Look ihrer Hochzeit anlehnt. Dazu werden Elemente und Farben der Tischdekoration, der Einladungskarten und der Blumenarrangements aufgegriffen. Die meisten Hochzeitstorten überleben den großen Tag nicht – abgesehen von dem Stück, das das Brautpaar zur Erinnerung aufbewahrt. Im Willis Museum in England aber kann die älteste Hochzeitstorte der Welt bewundert werden. Mit einem stolzen Alter von beinahe 120 Jahren hat das süße Meisterwerk zwei Weltkriege überlebt! Lasst Euch von unseren Ideen und Tipps inspirieren um die süßeste Seite eurer Hochzeit perfekt zu inszenieren!

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  • Originelle Hochzeitsvideo-Ideen für eure Hochzeit

    Originelle Hochzeitsvideo-Ideen für eure Hochzeit

    Foto- und Videoideen für euer Hochzeitsfest

    Immer beliebter: Trash the Dress

    Die Hochzeit ist vorbei und du hast ein wunderschönes Hochzeitskleid, dass du wahrscheinlich nie wieder anziehen wirst. Kürzen lassen, umarbeiten lassen oder umfärben sind Möglichkeiten, die aus dem Kleid etwas machen, wozu es nie gedacht war – und manchmal sieht man das dann leider auch. Wenn du also dein Kleid nicht aufheben möchtest, um es immer mal wieder aus seiner Kleiderhülle zu holen und dich darin wie an deinem großen Tag zu fühlen oder für die Hochzeit Deiner Tochter aufheben magst: Trash the Dress!

    Trash the Dress

    Lass Dich dabei fotografieren oder filmen, wie Du in Deinem Kleid unendlich Spass hast, durch Wasserpfützen springst, oder sogar mit Deinem Kleid in Schwimmteich oder See eine Wasserschlacht veranstaltest, dich über eine Blumenwiese rollst, mit dem Kleid im Herbst durchs Laub tollst, im Winter aus Spass eine Piste runterrodelst oder ein riesiges tropfendes Eis schleckst, mit deinen Nichten und Neffen herumtobst oder oder oder ….

    Dokumentarfilm

    In den letzten Jahren sind Hochzeitsvideos nicht nur technisch immer besser geworden, auch der Fortschritt in künstlerischem Ansatz und Stil ist wirklich beeindruckend! Immer mehr Filmemacher wenden sich dem Drehen von Hochzeitsvideos zu, manche Videos erreichen die Qualität von Independent-Filmen. Die Idee dahinter ist, nicht nur die Hochzeit auf Film zu verewigen und die Stimmung des Hochzeitstages einzufangen, sondern eine Geschichte zu erzählen. Die Brautleute, nächsten Verwandten und engsten Freunde werden interviewt, Gespräche, Reaktionen und Stimmungen der Gäste werden eingefangen, alles um dem Betrachter ein tieferes Bild zu vermitteln, und auch zu zeigen, was jenseits der typischen Hochzeitsfotos steht. Ein Hochzeitsvideo in diesem Stil ist natürlich etwas teurer, der Videofilmer verbringt ja auch mehr Zeit im Schneideraum, aber es lohnt sich: ihr bekommt ein Hochzeitsvideo, dass sich auch eure Freunde gern ein zweites Mal ansehen!

    Macht es spannend mit einem Hochzeitstrailer

    Wie im Kino: eine aufregende, reißerische Vorschau macht eure Familie und Freunde so neugierig, dass sie das Abspielen eures Hochzeitsvideos gar nicht erwarten können! Der Trailer wird üblicherweise kurz nach der Hochzeit fertig gestellt, um die Zeit bis zur Fertigstellung des Videos etwas zu verkürzen. Einige emotionale Highlights werden gezeigt, ohne die besten Momenten preiszugeben, stellt euch vor, wie sich eure Lippen beim Hochzeitskuss schon fast berühren, vor dem wirklichen Kuss aber abgeblendet wird, …. die Braut dazu ansetzt, den Brautstrauß zu werfen, das Bild aber überlagert wird, während der Strauß noch in der Luft schwebt, … Das Brautpaar kann einen Link auf die Seite des Videografen einrichten, um allen ihren Gästen die prickelnde Vorschau auf ihr Hochzeitsvideo zu gönnen oder den Trailer – vielleicht gemeinsam mit den Danksagungen – auf DVD verschicken.

     

    Wedding-Foto-Show

    Habt ihr die standesamtliche Hochzeit im kleinsten Kreis gefeiert und ladet eure Freunde am Tag oder Abend danach zu einer großen Feier ein? Lasst sie an den romantischen Momenten eurer Hochzeitszeremonie teilhaben, indem ihr eine große Leinwand aufstellt und eine Fotoshow oder ein kurzes Video davon in Endlosschleife abspielen lasst. Beliebt ist auch, Fotos die das Brautpaar in jedem Alter zeigen, vom klassischen Baby auf dem Lammfell-Foto bis zu Fotos von der Verlobungsparty als Fotoshow zusammenzustellen und während des Hochzeitsempfanges auf eine Leinwand zu projizieren. Das ganze Leben des Brautpaares – besser gesagt, das, was ihr davon zeigen wollt – rollt sich noch einmal für Freunde und Verwandte auf: Der bedeutende Moment des kennen lernens, erste gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen (Urlaubsbilder!!!!) und der Schritt ins Leben zu Zweit als emotionaler Höhepunkt!

    Photo Booth

    Selfie mal anders: Es ist schon unglaublich wie lange und gut jede simple Innenkamera eines Smartphones jede Menge Leute unterhalten kann. Eine Photobooth – ein Fotoautomat mit Selbstauslöser – überhöht die Freude am sich selbst verewigen zum angesagten Partytrend. Die bunten Fotoboxen machen auf immer mehr Hochzeiten Spaß beim Posieren mit verschiedenen Requisiten und Hintergründen und liefern euch gleichzeitig witzige und lebendige Erinnerungsfotos an euer Hochzeitsfest. Die Fotos können sofort ausgedruckt und/oder über einen Link zu Hause abgerufen werden. 

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  • Hochzeit in Brasilien

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Brasilien

    Festliches Outfit

    Hochzeiten finden in Brasilien meist Freitag oder Samstag am späten Nachmittag statt. Da der Bräutigam seine Braut vor der Trauung nicht sehen darf, ziehen sich die Brautleute in unterschiedlichen Häusern für die Trauung an. Die Braut trägt an ihrem großen Tag meist ein weißes Brautkleid während der Bräutigam in einem eleganten Anzug erscheint. Auch die Hochzeitsgäste tragen in Brasilien stets festliche Kleidung.

    Trauzeugen – an unser Herz!

    Während der Bräutigam mit seinen Trauzeugen am Altar auf die Braut wartet, schreitet diese am Arm ihres Vaters den Mittelgang entlang. Blumenkinder gehen paarweise vor der Braut her und streuen bunte Blütenblätter, um den Weg ins Eheleben zu ebnen. Nach dem Hochzeitskuss umarmt die Braut die Trauzeugen ihres frisch angetrauten Ehemannes, während dieser die Trauzeugen seiner Gattin umarmt. Wenn das Brautpaar aus der Kirche kommt, wird es von den Hochzeitsgästen mit Reis beworfen. 

     

    Das Hochzeitsfest

    Da die Hochzeitsfeierlichkeiten in Brasilien sehr wichtig sind und nicht selten mehr als 300 Gäste geladen sind, werden für Hochzeitsfeiern meist große Lokalitäten gemietet. Für das Hochzeitsessen wird meist ein Catering-Service engagiert, wobei traditionell Truthahn gereicht wird. Live-Musik und geschmackvolle Dekoration bieten den passenden Rahmen für eine wunderschöne brasilianische Hochzeit und professionelle Fotografen sorgen dafür, dass der schönste Tag im Leben des Brautpaares noch lange in Erinnerung bleibt.

    Im Zuge der Feierlichkeiten schneidet das Brautpaar gemeinsam die Hochzeitstorte an, wobei dies immer von unten nach oben geschieht, um zu zeigen, dass es von nun an nur mehr bergauf geht. Nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte wirft die Braut ihren Brautstrauß in die Menge der versammelten Jungesellinnen. Die Fängerin des Brautbouquets soll die nächste Braut werden. Da die Hochzeitsfeiern oft bis in die frühen Morgenstunden andauern, begeben sich viele Brautpaare bereits während der Feierlichkeiten auf den Weg in ihre Flitterwochen.

    Poltern bis zum Abwinken

    Wer in Brasilien heiraten will muss zuerst den Junggesellinnenabschied überstehen.
    Während der Bräutigam in Brasilien mit ihren Freunden beim sogenannten „Chá de Bar“ Alkohol in rauen Mengen konsumieren und oftmals auch in Gesellschaft einer Stripperin den Abschied ihres Single-Daseins feiern, entstehen auf den „Chá de Panelas“ also den Junggesellinnenabschieden oftmals viel peinlichere Fotos.

    Brauch ist es, der Braut gut verpackte Geschenke (die meist Haushaltsutensilien enthalten) zu überreichen. Errät die Braut den Inhalt des Geschenks, so darf sie es öffnen, sich ungehindert darüber freuen und das nächste Präsent auspacken. Gelingt es ihr jedoch nicht den Inhalt des Päckchens zu erraten, muss sie einen Schluck Alkohol trinken und ein Kleidungsstück ausziehen.

    Brasilianische Junggesellinnenabschiede enden deshalb allzu oft feucht-fröhlich und mit einer nur mehr spärlich bekleideten Braut. Damit die zukünftige Ehefrau nicht ganz nackt vor ihren johlenden Freundinnen steht, bekommt sie eine Schürze mit der Aufschrift „Gut, dass Du morgen heiratest“.
     

  • Cup Cakes

    Cup Cakes

    Cup Cakes

    Flaumiger Teig, zarte Crème und edles Design sind die Erfolgsfaktoren der Mini-Törtchen (sind traditionell nicht größer als eine Kaffeetasse) aus den USA. Somit eignen sich Cupcakes – etwa hübsch gruppiert um einen Riesen Cupcake – hervorragend als Alternative zur herkömmlichen Hochzeitstorte. Oder ihr reicht die kleinen Köstlichkeiten zur Agape (der Empfang der Gäste nach der Trauung).

    Cupcakes

    Tassenkuchen

    Cupcakes sind perfekte kleine Kuchen in unendlich vielen Geschmacksrichtungen, Farben und Designs. Ursprünglich wurde der Teig in einer kleinen Tasse (englisch: cup) gebacken. Heute werden Cupcakes zumeist in mit Papier ausgelegten Muffinformen gebacken. Ein Cupcake unterscheidet sich vom Muffin deutlich aufgrund des weicheren Teiges und einer intensiveren Süße. Der Cupcake wird mit einer Cremehaube versehen und mit Obst, Zuckerperlen oder –blüten und Schoko- und Zuckergusskreationen aller Art dekoriert.

    Personal Cupcake

    Auf Hochzeiten sind Cupcakes so beliebt, weil Sie hübsch aussehen, einfach zu backen und freundlich zum Budget sind! Die süßen Törtchen sind nett anzusehen; Mit verschiedenfarbiger Glasur oder verschiedenen Verzierungen könnt ihr sie ganz einfach an das Farbschema und das Thema Eurer Hochzeit anpassen. Das feine Backwerk kann recht einfach auf persönliche Merkmale abgestimmt werden, bei einem kleineren Empfang ist es sogar denkbar, dass jeder Gast seinen persönlichen Cupcake bekommt.

    Bake it yourself!

    Cupcakes sind im Vergleich zur klassischen Hochzeitstorte sehr günstig, wenn Ihr sie einfach gestaltet, mit einer hübschen Glasur überziehen oder mit Streuelementen verzieren lasst. Wunderschön gestaltete Cupcakes bekommt ihr schon ab 4 Euro pro Stück. Für die ultimativen Sparfüchse unter Euch: Cupcakes sind die Do-It-Yourself-Hochzeitstorte schlechthin! Während man das Backen und Verzieren einer klassischen Hochzeitstorte nicht so einfach einem Familienmitglied anvertrauen würde – es sei denn, es handelt sich um einen Konditor – kannst Du Deine Freundinnen guten Gewissens bitten, einige Bleche Cupcakes für Euch zu backen.

    Mit den ausgefeilten Kreationen professioneller Bäcker können die meisten Hobbybäckerinnen zwar nicht mithalten, gute Vorbereitung ist aber auch hier alles:

    Eine meiner Freundinnen hat bei ihrer Hochzeit das Cupcakebacken an mich und zwei weitere Freundinnen deligiert – jedoch nicht ohne uns zuvor durch einen Cupcake-Kurs mit dem nötigem Know-How auszustatten.

    Viele professionelle Cupcake-Künstler bieten Workshops an, die gute Laune bringen und dabei aus Amateurbäckerinnen wahre Cupcakespezialisten machen.

    Süße Tischdeko

    Das Highlight an Cupcakes ist aber nicht nur das chice Aussehen und der gute Geschmack, Cupcakes lassen sich einfach verspeisen, Ihr braucht sie nicht anschneiden und auch keine Teller und Kuchengabeln bereitstellen. Wenn ihr die Cupcakes nett in der Mitte der Tische arrangiert, könnt ihr sogar Einiges an sonstiger Tischdekoration weglassen.

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  • Hochzeit in China

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in China

    Die Hochzeit gilt in China bis heute als das wichtigste Ereignis im Leben zweier Liebender. Gleichzeitig ist die Hochzeitsfeier ein wichtiges Statussymbol. Das dazugehörige Motto: Laut, pompös und teuer! So scheuen die Brautleute und deren Familien keinerlei Kosten und Mühen, um eine vollkommene Hochzeit zu organisieren. Dabei vertrauen sie meist auf die Dienste eines Weddingplanners um einen reibungslosen Ablauf der Festivitäten zu garantieren. Aber auch die Gäste lassen sich nicht lumpen und versüssen dem Brautpaar den Einstieg ins Eheleben mit teuren Geschenken und hohen Geldbeträgen. Die Geldgeschenke werden traditionell in rote Briefumschläge (Hóng Baos) verpackt.

     

    Bridal Fashion

    Traditionell ist in China bei Hochzeiten Rot die alles beherrschende Farbe. Demnach trägt die klassische Braut eine rote Hochzeitsrobe mit einem rotem Brautschleier. Und noch etwas ist bei einer chinesischen Braut anders! Zur Demonstration ihres Wohlstands kauft sie mehrere Hochzeitskleider, die sie den Festgästen abwechselnd vorführt.

    Die Hochzeitsfeier

    In China könnte „Feiern, dass die Frösche tanzen“ die Devise sein. Es handelt sich dabei um Knallfrösche, denn ein großes Feuerwerk ist in China traditionelles, unverzichtbares Beiwerk. Schon am frühen Morgen des Hochzeitstages kündigt laute Knallerei das Kommen des Bräutigams und seiner Freunde an. Doch in das Haus der Brauteltern wird der Bräutigam erst nach Zahlen eines Lösegelds eingelassen.

    Die Hochzeitszeremonie verlangt, dass sich das Brautpaar vor einem Altar, der den Vorfahren gewidmet ist, verbeugt und etwas Geld verbrennt. Diese Zeremonie endet damit, dass das Brautpaar den Gästen Tee, Datteln und Lotussamen reicht und dafür rote Glückspakete mit Geldgeschenken erhält. Nach diesem Ritual macht sich das Brautpaar wieder unter Begleitung des Feuerwerks zum Haus des Bräutigams auf, um hier die Teezeremonie zu wiederholen. Höhepunkt des Tages ist ein Riesenfeuerwerk, für das häufig mehrere Monatsgehälter ausgegeben werden.

    Einer Tradition folgend wird die Braut am Hochzeitstag mit einer Sänfte zum Haus des Bräutigams oder dem Ort der Trauung gebracht. Schon auf dem Weg dorthin macht die Hochzeitsgesellschaft möglichst viel Radau und rüttelt an der Sänfte der Braut, um böse Geister zu vertreiben und dem Brautpaar eine glückliche Ehe zu garantieren. Außerdem werden chinesische Hochzeitspaare meist mit rotem Reis und grünen Bohnen beworfen, da dies die Fruchtbarkeit der Braut stärken soll.

    Die Hochzeitsgesellschaft  soll das Brautpaar auf einer chinesischen Hochzeit möglichst viel necken. So ist es Brauch, dass junge Gäste dem Hochzeitspaar ins Schlafgemach folgen und anzügliche Witze machen, oft verstecken sich auch besonders witzige Verwandte unter dem Bett des Paares.

    Hochzeitsessen

    Ein typisches chinesisches Hochzeitsmahl besteht aus zehn bis zwölf Gängen. Da das Hochzeitsessen als Gelegenheit angesehen wird, den Wohlstand der Familie subtil zu signalisieren, ist Haifischflossensuppe eine der bevorzugten Speisen, die pro Gast etwa 100 Euro kostet.

    Da die aufwändig geplante Hochzeit auch gebührend festgehalten werden soll, legen Hochzeitspaare in China besonderen Wert auf die Hochzeitsfotos. Aus diesem Grund werden nicht nur während und nach der Trauung Fotos gemacht, sondern eigene Hochzeitsshootings abgehalten. Brautpaare werden im Zuge dessen an verschiedenen Orten abgelichtet und wechseln zwischendurch auch des öfteren Make-up und Garderobe, um makellose Hochzeitsfotos zu bekommen. Diese mühsam erarbeiteten Hochzeitsfotos werden oft als Schlüsselanhänger, Tassen oder Poster an Verwandte verschenkt.

    Fazit: Wer also eine klassisch chinesische Hochzeit feiern möchte, darf weder Zeit, Geld noch Mühe sparen und sollte nicht vor gespannt lauschenden Verwandten zurückschrecken.

  • Hochzeit in der Türkei

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in der Türkei

    Eine türkische Hochzeit zeigt einen deutlichen Unterschied zu einer traditionellen österreichischen Hochzeit: die Zahl der Gäste!

    Das gesellschaftliche Leben der Türken basiert auf dem Prinzip „Inklusion“. Das heißt zu allen Ereignissen werden alle eingeladen: Familie, Bekannte, Nachbarn und Arbeitskollegen. Die Eingeladenen bringen ihrerseits Gäste mit, alle sind willkommen!

    Das Hochzeitsfest ist ein zentrales soziales Ereignis, das nicht privaten, sondern gesellschaftlichen Charakter hat. Natürlich sprengt so ein Fest hier übliche, gewohnte Rahmen – 500 Hochzeitsgäste oder mehr sind keine Seltenheit.

     

    Hochzeitsriten

    Von der Verlobung bis zur Hochzeitsfeier muss ein striktes Zerimoniell eingehalten werden.

    Beim Bewilligunsbesuch, dem sogenannten Kiz Istemeye, besucht die Familie des Bräutigams die Brautfamilie, wobei Tee und Kuchen gereicht werden und die Zukunft der Kinder eingehend besprochen wird. Das Versprechen (Söz kesme) kommt einem Verlobungsversprechen gleich, hier werden auch Verlobungsringe, die mit einem roten Seidentuch verbunden sind, getauscht. Die Verlobungsfeier (Nisan) wird mit den Familiengemeinschaften gefeiert.

    Polterabend auf orientalisch: Die Hennanacht (Kina Gecesi). Der Braut werden am Abend vor der Hochzeit Hennabemalungen an Handflächen und Fingern angebracht. Traditionell wird an diesem Abend die Braut von der Schwiegermutter mit Goldschmuck beschenkt.

    Die Trauung (Nikah) findet auf dem Standesamt statt. Eine religiöse Feier gibt es nicht.

    Die Hochzeitsfeier (Dügün) beginnt mit einem festlichen Einzug des Brautpaares in den Hochzeitssaal, dann wird ausgelassen getanzt, gesungen und gefeiert.

  • Hochzeit in Grönland

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Grönland

    Etwa 56.000 Menschen leben in Grönland, 88 Prozent davon sind Nachfahren verschiedener Inuitgruppen. Da die Lebensbedingungen in den arktischen Regionen Grönlands äußerst schlecht sind, ist die Lebenserwartung der Inuit entsprechend niedrig. Lebensweise und Kultur wurden über Jahrhunderte hinweg an die eisigen Temperaturen und die geringe Lebenserwartung  angepasst. Aus diesem Grund heiraten Inuit sehr früh, fast noch im Kindesalter. Während die Eltern der Brautleute und der Bräutigam Mitspracherecht am Zustandekommen der Ehe haben, müssen Mädchen die Wahl ihrer Eltern widerstandslos akzeptieren.

     

    Arrangierte Ehe

    Früher wurden Ehen zwischen befreundeten Familien oft beschlossen, bevor die betreffenden Kinder überhaupt geboren waren. War das Brautpaar dann alt genug, um eine Familie zu ernähren, wurde die Trauung vollzogen. Noch in den 1970ern wurden solche Ehearrangements getroffen. Doch die jungen Erwachsenen, für die diese Vereinbarungen damals getroffen wurden, setzen sich heute meist darüber hinweg. Denn auch im kalten Grönland zählen die eigenen Wünsche im 21. Jahrhundert mehr als Verbindungen, die vor über 30 Jahren arrangiert wurden. Außerdem leben auch in Grönland immer mehr Menschen in Partnerschaften ohne zu heiraten.

    Die Hochzeitsfeier

    Anders als in Europa, wo einer Hochzeit meist eine Verlobung und monatelange Planung vorausgehen, ist eine Heirat bei den Inuit kein aufwändig geplantes Fest. Statt eine große Zeremonie abzuhalten, tauscht ein Inuit-Brautpaar oft nur ein Schmuckstück aus, um die Ehe zu besiegeln. Da Hochzeitszeremonien meist spontan stattfinden, gibt es auch keine besondere Kleidung für das Brautpaar. Zweckmäßigkeit zählt in Grönland eben mehr als prunkvolle Hochzeitsdekorationen und dreistöckige Hochzeitstorten.

    Nur noch Wenige halten an der alten Lebensweise und den alten Bräuchen fest. Doch die sehr schlichte und zweckbezogene Hochzeitszeremonie änderte sich auch durch die Christianisierung nur insofern, als Brautpaare nun von christlichen Priestern getraut werden konnten. Durch die Errichtung einer staatlichen Verwaltung wurden Hochzeiten auch bald darauf administrativ erfasst.

    Und wie ist das nun wirklich mit den Küssen?

    Im Gegensatz zu dem gängigen Irrglauben küssen sich Inuit nach der Trauung nicht mit der Nase. Dieser auch in Asien weit verbreitete Riechgruß oder Nasenkuss, dient zwar auch zum Ausdruck von Zärtlichkeit, ist aber nicht mit einem Kuss, wie wir ihn kennen, zu vergleichen. Das Klischee, Inuit würden sich nur mit der Nase küssen, ist völlig unbegründet und geht auf Missionare aus dem 18. Jahrhundert zurück, die diese Geste vermehrt beobachtet haben wollen.

    Der Ehealltag

    Im Allgemeinen bedeutet die Ehe im arktischen Grönland nicht so eine starke Verbindung und Verpflichtung wie bei uns. Erst durch die Geburt eines Kindes wird die Ehe bei den Inuit zur lebenslangen Bindung zweier Menschen. Solange die Ehe kinderlos ist, kommt es nicht selten vor, dass die Ehepartner wieder gewechselt werden. Dies führt dazu, dass einige Inuit erst nach fünf bis zehn Eheschließungen den Partner fürs Leben finden.

    Mitunter kommt es auch vor, dass Ehefrauen unter Freunden getauscht werden. Da dies jedoch nur dann passiert, wenn beide Ehepartner mit dem Partnertausch einverstanden sind, widerspricht es keineswegs den Moralvorstellungen der Inuit. Um die häufigen Partnerwechsel zu vereinfachen, behalten beide Ehepartner nach der Hochzeit ihren Besitz. Auch Polygamie (Vielehe), Polygynie (Vielweiberei) und Polyandrie (Vielmännerei) waren bei den Inuit gestattet und auch sehr verbreitet.

  • Hochzeit in Mexiko

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Mexiko

    In Mexiko haben Familie und Religion bis heute einen sehr hohen Stellenwert. Zur Kernfamilie zählen in Mexiko auch Cousins und Cousinen, Nichten, Neffen, Onkel, Tanten und selbstverständlich die Großeltern. Eine mexikanische Hochzeit ist deshalb immer ein großes, fröhliches Fest und der wohl wichtigste Tag im Leben von Braut und Bräutigam.

    Wedding-Fashion

    Bei der Wahl des Hochzeitskleides hat eine mexikanische Braut vollkommen freie Wahl: Sie kann je nach Belieben ein Kleid mit oder ohne Schleier, ein eng anliegendes oder weit ausgestelltes Brautkleid tragen. Auch sind in Mexiko Kleider im Flamenco-Stil mit Rüschen am Saum, kombiniert mit Bolero-Jacke sehr beliebt. Doch der absolute Top-Favorit bei mexikanischen Bräuten ist das klassische weiße Brautkleid. Nicht selten sieht man eine Braut, die statt einem Brautstrauß einen Fächer in der Hand hält.

    Der Bräutigam hat die Wahl zwischen einem klassischen Anzug oder einem Anzug im Matador-Stil, mit enger Hose und einem Bolero. Und natürlich dürfen in Mexiko die Blumenkinder nicht fehlen, die wie Miniaturausgaben von Braut und Bräutigam gekleidet sind.

     

    Die Hochzeitsfeier

    Bevor die Braut am Hochzeitstag ihr Elternhaus Richtung Kirche verlässt, spricht sie gemeinsam mit ihren Eltern ein Gebet. Essentiell bei einer mexikanischen Hochzeit sind außerdem Tanz und Musik. Nach dem Hochzeitsessen eröffnet das Brautpaar zu seinem Lieblingslied die Tanzfläche, woraufhin auch alle anderen Gäste auf die Tanzfläche stürmen, und diese oft bis zum Morgengrauen nicht mehr verlassen.

    Die Bedeutung der Madrinas

    Zu einer traditionellen mexikanischen Hochzeit sind stets viele Gäste geladen, wobei einige nahe Verwandte und enge Freunde als sogenannte „Madrinas und Padrinos“ bestimmte Aufgaben bei der Trauung übernehmen.

    Während die „madrina de ramo“ Blumen für die Jungfrau Maria trägt, trägt die „madrina de laso“ ein aufwändig verziertes Seil, welches um Braut und Bräutigam drapiert wird, während sie ihr Gelübde sprechen. Eine besonders wichtige Madrina ist die „madrina de velacion“, diese ist meist die beste Freundin der Braut und soll ihr in ihrem Eheleben als Ansprechpartnerin zur Seite stehen.

    Ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle hat die „madrina de arras“ inne, die während der Zeremonie 13 goldene Münzen in einer Geschenkbox trägt. Diese sollen Christus und seine 12 Apostel darstellen und werden im Laufe der Zeremonie vom Priester geweiht. Anschließend werden die Münzen der Braut übergeben, die sie in die offenen Hände ihres Zukünftigen schüttet, um sie dann wieder in die Obhut der zuständigen Madrina zu geben. Gegen Ende der Zeremonie werden die 13 Münzen  dem Priester übergeben, der sie wieder in die Geschenkbox zurücklegt und sie daraufhin dem Bräutigam reicht. Dieser wiederum legt die Münzen in die Hände seiner Braut und platziert die Geschenkbox darauf. Diese Geste soll symbolisieren, dass er von nun an all seine weltlichen Besitztümer mit seiner Ehefrau teilt.

    Unverzichtbar: Eine Pinata

    Bei den an die Trauung anschließenden Hochzeitsfeierlichkeiten darf auf keinen Fall die traditionelle Piñata fehlen. Die Piñata ist eine aus Pappmache bestehende bunte Figur, die mit Süßigkeiten oder anderen Überraschungen gefüllt ist. Bei Hochzeitsfeiern wird die Piñata oft auch mit Gutscheinen, Münzen und Papiergeld gefüllt.
     
    Sie wird mit einem Seil an der Decke befestigt, während der Spielleiter am Ende des Seiles anzieht, damit die Piñata einmal hoch und einmal tief hängt.

    Anders als bei gewöhnlichen Feiern bei denen alle Gäste mit verbunden Augen mit einem Stock zuschlagen, um die Piñata zu treffen, nimmt bei einer Hochzeit nur das Brautpaar an dem Spiel teil. Treffen sie die Piñata, dürfen sie die herausfallenden Überraschungen behalten. Durch das Einschlagen auf die Hochzeits-Piñata soll das Brautpaar alle bösen Geister vertreiben. Die Füllung der Piñata, die sich über dem Paar verteilt symbolisiert  Wohlstand und Liebe.

  • Hochzeit in Kenia

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Kenia

    Die Hochzeitsbräuche in Afrika sind stark von den einzelnen Stammesriten geprägt. Bei den in Kenia lebenden Massai wird eine Hochzeit gänzlich anders gefeiert als bei den Swahili.

    Hochzeit à la Massai

    Den Massai ist es gestattet polygam zu leben. Üblicherweise hat ein Massai-Mann eine oder zwei Ehefrauen. Doch auch Männer, die zwischen 5 und 10 Gattinnen haben, sind im fernen Kenia nicht ungewöhnlich. Da sich die gesellschaftliche Stellung eines Mannes aus der Anzahl seiner Ehefrauen und seiner Rinder ergibt, gibt es jedoch auch vereinzelt Männer, die mit bis zu 30 Frauen verheiratet sind.

    Vor der Hochzeit hat der Bräutigam bei den Brauteltern einen sogenannten Brautpreis zu entrichten. Dieser beträgt üblicherweise 23 Kühe und zwei Stiere. Prinzipiell kann der Bräutigam seine Braut selbst wählen, wobei jedoch auch seine sowie die Eltern der Braut über ein Mitspracherecht verfügen.

    Die Braut selbst kann nicht über das Zustandekommen der Ehe bestimmen. Das führt dazu, dass in Kenia sehr oft junge Mädchen mit sehr viel älteren Männern zwangsverheiratet werden.

     

    Der Weg zum Eheglück

    Bevor die Braut sich auf den Weg zu ihrem Bräutigam macht, ist es Brauch, dass ihr Vater ihr zum Segen Kopf und Brust mit Milch bespuckt. Begleitet wird dieses Ritual meist von den Worten „Mögen dir viele Kinder beschert sein.“

    Auf dem Weg zu ihrem Bräutigam darf sich eine Massai-Braut keinesfalls umdrehen, denn sonst, so glaubt man, würde sie auf der Stelle zu Stein erstarren. Damit die junge Frau heil bei ihrem Bräutigam ankommt, werden alle möglichen Hindernisse, wie Steine und Blätter, aus ihrem Weg geräumt. Reicht auch das nicht aus, um ein sicheres Ankommen der jungen Braut zu garantieren, wird sie von den Angehörigen ihres zukünftigen Gatten auf Händen getragen. Danach wird die junge Braut von den weiblichen Angehörigen ihres Bräutigams beschimpft und ihr Kopf mit Kuhdung beschmiert. Erträgt die Braut diese Schikane, so ist sie für die Hürden des Ehelebens bereit.

    Vor der Hütte ihrer Schwiegermutter angekommen, muss sich die Braut nun so lange weigern einzutreten, bis ihr die Gaben der Familie großzügig genug erscheinen. Wie bei den meisten Hochzeiten in Afrika ist es auch bei den Massai üblich, das Hochzeitsfest in prächtigen, bunten Gewändern zu feiern.

    Der Ehealltag

    Nach der Hochzeit lebt die Braut zusammen mit ihren Kindern in einem Haus. Hat ein Mann mehrere Frauen, so hat jede Braut ein eigenes Haus. Abends entscheidet der Ehemann mit welcher seiner Frauen er die Nacht verbringen möchte.

    Bekommt ein Massai von einem gleichaltrigen Massai-Mann Besuch, so kann er ihm anbieten, bei einer seiner Frauen zu nächtigen. Eine Ablehnung dieser Bitte würde als äußerst unhöflich gelten. Die Ehefrauen haben bei dieser Entscheidung kein Mitspracherecht. Da sich Massai-Männer ausdrücklich weigern Kondome zu verwenden, führt dieses Sexualverhalten zu einer auffällig hohen Rate an HIV-Infektionen.

    Hochzeit à la Swahili

    Die in Kenia lebenden Swahili zelebrieren eine Hochzeit auf gänzlich andere Weise.

    Vor der Hochzeitszeremonie gibt es für die Braut eine Art Wellnessprogramm. Zuerst werden der Braut alle Haare vom Kopf abwärts entfernt. Anschließen wird sie mit Kokosnussöl massiert und mit Sandelholz parfümiert. Nachdem ihr zur Feier dieses besonderen Tages Henna-Muster, die als Brautschmuck dienen, auf Arme und Hände gemalt wurden, folgt ein Gespräch mit einer „Somo“.

    Als „Somo“ bezeichnet man eine ältere Frau des gleichen Stammes. Diese soll die junge Braut auf ihre Aufgaben in der Ehe vorbereiten und sie zugleich aufklären. Nicht selten versteckt sich eine besorgte „Somo“ nachts unter dem Ehebett, um sicherzustellen, dass auch nichts schief läuft.

    Fazit: So unterschiedlich Hochzeitsbräuche in Kenia auch sein mögen, ist eine afrikanische Hochzeit immer ein großes Fest, das von beiden Familien gebührend gefeiert wird. Auch wird die durch die Heirat entstandene Verbindung beider Familien in Afrika besonders gefeiert. Bei den Gabra-Nomaden im Norden Kenias etwa, zieht die Familie des Bräutigams mit all ihrem Habe in das Heim der Braut, um dort ein neues zu Hause aufzubauen.

  • Hochzeit in Sri Lanka

    Hochzeit in Sri Lanka

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Sri Lanka

    Die religiöse Hochzeitsfeier in Sri Lanka ist ein Sakrament in Übereinstimmung mit den Veden, den heiligen Schriften des Hinduismus. Es gibt keinen Vertrag, es ist das Feuer, das die Zeremonie bezeugt.

    Die Veden sind in der alten Sanskrit-Sprache abgefasst und die Brahmanen-Priester singen aus ihnen während der Hochzeitsfeier. Zu den Hochzeitsvorbereitungen zählen das Finden des Hochzeitszeitpunkts durch einen Astrologen, die Verlobung und die Zeremonie des Goldschmelzens.

    Der Bräutigam gibt der Familie der Braut eine Goldkette zur rituellen Einschmelzung durch einen Goldschmied, der daraus das Thaali, die Halskette der Braut formt.

    Hochzeitsgeselschaft in Sri Lanka

    Der Hochzeitstag in Sri Lanka

    Der Hochzeitstag selbst beginnt für Braut und Bräutigam mit Fasten. Am Hochzeitstag kommt der Bruder der Braut mit einigen verheirateten Paaren der Verwandtschaft zum Haus des Bräutigams. Er setzt ihm den Turban auf und begleitet ihn zum Hochzeitsaal. Der Bräutigam trägt einen elfenbeinfarbenen oder beigen Sharwani, ein traditionelles Gewand.

    Die Eltern der Braut führen den Bräutigam dann zum Manavarai, einem blumengeschmückten Hochzeitsaltar, wo der Priester schon wartet, um die Zeremonie durchzuführen. Sie werden dabei mit Flöten- und Trommelmusik begleitet.

    Nun betritt die Braut den Raum, geschmückt mit Seide und Blumen im Haar und begleitet von Blumenmädchen.
    Braut mit Blumenmädchen
    Es folgt ein Gebet an die neun Planeten unseres Sonnensystems, dann legt der Vater der Braut ihre Hand in die des Bräutigams. Dabei werden heilige Verse aus den Veden rezitiert. Nun wird das heilige Feuer angezündet und dafür gebetet, dass die Feuergöttin Agni der Heirat beiwohnt. Dann überreicht der Bräutigam der Braut den roten Sari und die goldene Kette und heißt sie in ihrer neuen Familie willkommen.

    Der tradtionelle Hochzeits-Sari ist rot – das bedeutet Fruchtbarkeit – und wird traditionell von der Familie des Bräutigams gekauft.

    Das Brautpaar wird vom Priester gesegnet und von den Älteren begrüßt. Die Braut zieht sich ins Brautzimmer zurück, wo sie sich den Sari anzieht. Sie kehrt dann zum Manavarai-Altar zurück, und legt dem Bräutigam Blumengirlanden um, die ihr Einverständnis symbolisieren.

     

    Die Thaali-Zeremonie

    Krönender Höhepunkt jeder Hochzeit ist die Thaali-Zeremonie. Der Bräutigam legt die goldene Thaali-Kette um den Hals der Braut. Oft ist die Kette aus einem einfachen Faden, der hinten verknotet wird, weil das Geld für eine Goldkette fehlt. Der Bräutigam bindet dann mehrere Knoten im Nacken der Braut. Der erste Knoten steht für den Ehemann, der zweite für ihre Familie, der dritte für die neue Familie, in die sie einheiratet. Mit den Knoten trägt sie symbolisch eine Pflicht mit sich. Dann setzt er der Braut einen roten Punkt aus auf die Stirn. – ein Symbol für eine verheiratete Hindu-Frau.

    Braut und Bräutigam umrunden nun viermal im Uhrzeigersinn das heilige Feuer, um Agni, der Repräsentatin der Götter, ihre Ehrerbietung zu zeigen während der Brahmane Veden rezitiert.

    Danach opfert das Paar Getreide, Honig und Früchte. Der Priester segnet nun das Paar und streut Reis über sie – ein Symbol für Glück, Wohlstand und Fruchtbarkeit. Die Eltern des Bräutigams, der Braut, ihre Verwandten und zum Schluss die Gäste machen dasselbe.

    Danach wird zum Hochzeitsfest ein vegetarisches Essen serviert – im Unterschied zur traditionellen Österreichischen Hochzeit prosten sich die Hochzeitsgäste hier alkoholfrei zu!