Schlagwort: Tradition

  • Strumpfband – Verstecktes Brautaccessoire

    Strumpfband – Verstecktes Brautaccessoire

    Etwas Blaues – Bräuche und Geheimnisse um das Strumpfband

    „Etwas Blaues, etwas Neues, etwas Altes und etwas Geliehenes“ – Der Anblick der Braut in ihren Hochzeitsdessous bleibt das Privileg des Bräutigams, ein Hochzeitsaccessoire für Darunter gilt jedoch beinahe als Oberbekleidung: Das Strumpfband am Bein der Braut. Traditionell aus weißer Spitze mit einer kleinen blauen Schleife – etwas Blaues, und oft in einem etwas Neues  –  wird das kleine Geheimnis unter dem Brautkleid im Laufe der Hochzeit meist früher oder später preis gegeben.

    Strumpfband der Braut
    Spitze

    Ihr habt monatelang nach dem perfekten Brautkleid gesucht und möchtet euch nicht mit einem 08/15-Strumpfband zufrieden geben? Kein Thema, es gibt zahlreiche Varianten aus zarter Spitze, es muss auch nicht immer Weiß sein, hellblaue Spitze vertieft das Thema „etwas Blaues“. Wenn Ihr das Strumpfband den ganzen Hochzeitstag über tragen wollt, dann achtet darauf, dass das Strumpfband gut sitzt und nicht einschnürt. Wie man es von hochwertigen Dessous erwarten kann, sollte die Braut gar nicht merken, dass es da ist. Übrigens: Ob die Braut das Strumpfband rechts oder links trägt, bleibt ihr selbst überlassen.


    Das Strumpfband werfen

    Die Mädels raufen sich um den Brautstrauß –  die Junggesellen unter den Hochzeitsgästen reißen sich um das Strumpfband der Braut. Als Pendant zum Werfen des Brautstraußes etabliert sich das Werfen des Strumpfbandes zum beliebten Hochzeitsbrauch. Die Braut zeigt Bein und der Bräutigam zieht seiner frisch Angetrauten mehr oder weniger neckisch – immer auf die Würde der Braut bedacht – das Strumpfband aus und wirft es in die Menge der Jungs. Wer es fängt, steht als Nächstes vor dem Traualter. Ob mit der glücklichen Fängerin des Brautstraußes, bleibt allerdings abzuwarten.


    Das Strumpfband versteigern

    Warum das Strumpfband einfach werfen, wenn man es auch gewinnbringend versteigern kann? Die Versteigerung übernimmt meistens ein Trauzeuge oder ein enger Freund des Bräutigams. Das Bräutigam ist gut beraten, jemanden zu wählen, der gute Stimmung verbreitet und mit Charme und Schmäh einen feinen Beitrag für die Hochzeitskasse „ersteigert“.


    Das Zweitband

    Und was bleibt für die Hochzeitsnacht, wenn das Strumpfband entweder versteigert oder geworfen wurde? Das gebrauchte Strumpfband wieder anzuziehen, auch wenn es der Meistbietende galanterweise zurückgibt, steht außer Diskussion. Als Geheimnis für die Hochzeitsnacht hat die schlaue Braut ein zweites Strumpfband, das beim frisch machen vor der Hochzeitsnacht rasch über das Bein gestreift wird – es muss nicht zwingend ein Zwilling des bereits bekannten Bandes sein, das macht die Überraschung noch größer. Denkt bei einem blickdichten Kleid etwa an ein sexy burgunderrotes oder ein glamourös goldiges Modell.

    Cupcakes für die Hochzeit in blau
    Blaue Alternativen

    Du möchtest traditionelles Blau auf deiner Hochzeit sehen, aber nicht an deinem Strumpfband? Blaue Stickereien im Saum des Brautkleids, ein blaues Element im Brautstrauß, etwa Disteln bei einer Sommerhochzeit, oder ein blaues Band um den Stiel des Brautstraußes, ein blauer Schmuckstein im Hochzeitsschmuck der Braut oder blaue Cupcakes auf dem Sweet Table – blaue Details lassen sich überall einfügen!

  • Alles, was du über deinen Verlobungsring wissen musst

    Alles, was du über deinen Verlobungsring wissen musst

    Der Verlobungsring ist weit mehr als nur ein Schmuckstück. Er symbolisiert Liebe, Verbundenheit und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Doch woher stammt diese Tradition eigentlich, welche Bedeutung steckt dahinter und warum ist der Diamant so beliebt?

    Vena Amoris

    In der Antikte glaubte man, dass vom dritten Finger der linken Hand eine Vene, genannt vena amoris –  die Liebesvene, direkt zum Herzen führt. Deshalb stecken Verlobungsringe an diesem Finger, passend zur Bezeichnung „Ringfinger“.

    Bild: Western Sydney Wedding Photo and Video / Pexels


    Ursprung der Tradition

    Eingeführt haben wir Österreicher die Tradition des Verlobungsrings mit Diamant: Im 15. Jahrhundert schenkte Erzherzog Maximilian von Österreich seiner Verlobten Maria von Burgund als Zeichen seiner unendlichen Liebe einen Goldring mit Diamanten.

    Die Form: ein Kreis ohne Ende

    Auch wenn es mittlerweile sehr kreative Formen des Fingerschmucks gibt: ein Verlobungsring ist und bleibt ein perfekter Kreis, denn er hat keinen Anfang und kein Ende und ist damit so unendlich wie die Liebe zwischen dem angehenden Brautpaar.

    Bild: The Glorious Studio / Pexels

    Warum ein Diamant?

    Der Diamant  praktisch unzerstörbar, damit wie es die Diamantenwerbung so wunderbar formuliert unvergänglich wie die wahre Liebe – und er funkelt und glitzert einfach unvergleichlich schön!

    Materialien für Verlobungsringe

    Traditionell glitzert der Diamant an einem Ring aus Gelbgold oder Weißgold, auch Platin erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Für eine spontane Liebeserklärung tut es auch ein Ring aus Gänseblümchen – wenn dieser beizeiten durch etwas Dauerhaftes aus Edelmetall ersetzt wird.

    Luxus Verlobungsringe

    Der Verlobungsring, den die Hollywood-Diva Elizabeth Taylor im Jahre 1968 von ihrer großen Liebe Richard Burton geschenkt bekam, ist umgerechnet auf heutige Verhältnisse stolze 8,8 Millionen US-Dollar wert. Der Ring ist mit einem ungewöhnlich reinen, 33,19 Karat schweren Diamanten besetzt.

    Bild: Thomas Beaman / Pexels

    Verlobungsring nach der Hochzeit

    Nach der Hochzeit gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    • Der Verlobungsring bleibt am linken Ringfinger
    • Oder er wird als Vorsteckring gemeinsam mit dem Ehering rechts getragen

    In Ländern wie den USA bleibt der Ring traditionell links – ganz im Sinne der Vena Amoris.

  • Hochzeitstorte im Wandel der Zeit

    Hochzeitstorte im Wandel der Zeit

    Traditionen rund um die Hochzeitstorte

    Rund um die Hochzeitstorte ranken sich viele Mythen, Bräuche und Symbole. Wurde im alten Rom noch ein trockener Mandelkuchen über den Köpfen des Brautpaars zerbröselt, um den beiden Reichtum und Wohlstand ins Leben zu wünschen, krönen heute meist saftige Cupcakes und mehrstöckige Tortenträume das Hochzeitsbuffet.

    HochzeitstortenHoch hinaus – mehrstöckige Hochzeitstorten

    Die Idee, Torte über Torte zu stapeln kommt aus England: Dort brachten ursprünglich die Hochzeitsgäste Kuchen zur Feier mit, die übereinandergestapelt wurden.  Je höher der Turm, desto angesehener war das Brautpaar.  Auch wenn der Tortenturm im 21. Jahrhundert vom Konditor kreiert wird, hält sich der Brauch, dass sich das Brautpaar über die Torte hinweg küssen muss, ohne den Turm zu berühren – oder als Hochzeitshoppala zum Einsturz zu bringen. Der Kuss soll übrigens nicht nur Glück und Wohlstand, sondern auch einen reichen Kindersegen bringen.

    Hochzeits-Highlight: Das Anschneiden der Torte

    Angeschnitten wird die Hochzeitstorte traditionell von Braut und Bräutigam gemeinsam.  Der Partner, der seine Hand über die des anderen legt, übernimmt dem Brauch nach auch während der Ehe die Führung.  Zum Tortenmesser müssen die beiden selbst greifen, denn derjenige der das Messer überreicht, wird von Unglück heimgesucht. Als Beweis , immer füreinander zu sorgen, füttert sich das Brautpaar gegenseitig mit dem ersten Tortenstück – die Reihenfolge, in der die ersten Bissen verzehrt werden, wurde bisher noch nicht mit einem Orakel über den Verlauf der Ehe belegt.  Allerdings kursiert der Aberglaube, dass die oberste Etage nicht am Hochzeitstag gegessen werden darf, da dem Paar sonst Unglück droht. Kann vermieden werden, wenn die Torte erst nach Mitternacht angeschnitten wird.

    Der richtige Zeitpunkt

    Für den Fluss der Feier ist das Anschneiden der Torte zu Mitternacht jedoch oft ungünstig. Der Partystimmung auf der Tanzfläche wird durch die Unterbrechung eher ein Dämpfer versetzt. Und Gäste, die eigentlich gern früher los wollen oder müssen, versäumen das Highlight des Hochzeitsbuffets. Die Torte zum Dessert zu verteilen, stellt darüber hinaus sicher, dass jeder Gast wenigstens ein kleines Stückerl davon verzehrt. Das bringt nämlich Glück. Reicht ihr eure Hochzeitstorte bereits nachmittags zum Kaffee, rechnet damit, dass eure Hochzeitsgäste mehr als die schmale Anstandsschnitte genießen und schlagt beim Bestellen der Torte 50 % der Gästezahl auf.

    Give-Away Extra

    Die oberste Schicht eures Tortentraums könnten die Abergläubischen unter euch am nächsten Tag zum Brunch reichen oder einfrieren und nach der Rückkehr aus dem Honeymoon, am Kennenlerntag oder zum ersten Hochzeitstag verspeisen.  Bittet euren Konditor in diesem Fall, dass er das oberste Törtchen klein, fein und gefrierbeständig gestaltet. Hat euer Tiefkühler keine freien Kapazitäten mehr, haltet kleine Pappschachteln bereit, um euren Hochzeitsgästen als (zusätzliches) Giveaway die übriggebliebenen Stücke der Hochzeitstorte mitzugeben, denn wegwerfen wäre für ein solches Meisterwerk viel zu schade.

    Hochzeitsbrauch für Kaffeeliebhaber

    Manche Brautpaare lassen übrigens zwei Kaffeebohnen in ihre Hochzeitstorte einbacken, eine davon geröstet, die andere nicht. Wer die geröstete Bohne findet, dem wird ein glückliches Eheleben vorhergesagt. Der Finder der der naturbelassenen Bohne ist am besten bereits glücklich verheiratet, denn Singles beschert die grüne Bohne der Überlieferung nach ein ewiges Junggesell(inn)enleben.

  • Trachtenhochzeit

    Trachtenhochzeit

    Heimatverbunden, traditionell, hip – Tracht ist Trend

    Liebt ihr es farbenfroh, festlich und bodenständig? Eine alte Tradition, deren Ursprung in den Adelskreisen des alten Österreich liegt, erlebt ein furioses Revival: Die Hochzeit in festlicher Trachtenkleidung oder modern interpretierter Trachtenmode. Richtig zünftig wird eine Trachtenhochzeit natürlich erst dann, wenn auch ein großer Teil der Gäste in Dirndl und Trachtenanzug feiert. Denkt daher daran, in den Hochzeitseinladungen „Wir feiern in Tracht“ als Dresscode anzugeben.

    Trachtenmode für die Trachtenhochzeit © 3Xmedia

    Dresscode „Tracht“

    Die Trauzeugen und die engsten Verwandten tragen selbstverständlich Tracht. Die übrigen geladenen Gäste erfüllen den Dresscode schon mit einer Trachtenbluse oder einem Trachtenhemd. Nicht jeder Hochzeitsgast möchte sich für ein einzelnes Event eine neue Garderobe zulegen, Tracht zu tragen ist jedoch im urbanen Bereich ebenso wie in ländlichen Gebieten mehr und mehr en vogue. Oktoberfeste erfreuen sich zunehmend an Beliebtheit, sie bieten eine gute Gelegenheit, das Trachtenoutfit immer wieder aus dem Schrank zu holen und zünftig zu feiern.

     

    Zünftige Location

    Mit dem Dresscode „Tracht“, signalisiert ihr euren Hochzeitsgästen, dass eure Feier fröhlich, lustig und locker ablaufen wird. Ideale Locations sind Bergkapellen, Almseen und urige Hütten. Genau so trachtig und bunt könnt ihr jedoch auch in einer Partyscheune, einem Heustadl oder im Weinberg feiern. 
    Location für eine Trachtenhochzeit ©pixabay

    Tracht und Tradition

    Um ein stimmiges Bild zu erreichen, sollte der Stil der Feier zur Trachtenkleidung passen. Dazu zählt außer rustikalem Ambiente, regionalen Speisen und dem Einbinden traditioneller Hochzeitsbräuche auch der eine oder andere „Juchizer“ auf eurer Playlist. Und die Give-Aways? Natürlich auch zünftig: Personalisierte Lebkuchenherzen, Blumensamen in karierten Stoffsackerln oder Cupcakes mit Hirschmotiven.

     

    Brautdirndl und Trachtenanzug

    Wie eine Braut Pretty in Tracht auftritt, erfahrt ihr in unserem Fashionguide fürs Brautdirndl. Was man(n)  zu einer stilechten Trachtenhochzeit trägt, sagt euch unser kleiner Trachtenknigge für den Bräutigam.