Die meisten angehenden Bräute malen sich ihre Traumhochzeit aus, seit der Zeit, als sie kleine Mädchen waren. Brautmodemagazine spielen eine große Rolle dabei, diesen Traum auszuschmücken, weiterzuentwickeln und Wirklichkeit werden zu lassen. Das erste Hochzeitsmagazin ist in den frühen 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erschienen, seither hat sich im Bereich der Brautmagazine jede Menge getan. Hier bieten wir euch einen Überblick über international erfolgreiche Hochzeitsmagazine.
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Internationale Hochzeitsmagazine
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Hochzeit in Mexiko
Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in MexikoIn Mexiko haben Familie und Religion bis heute einen sehr hohen Stellenwert. Zur Kernfamilie zählen in Mexiko auch Cousins und Cousinen, Nichten, Neffen, Onkel, Tanten und selbstverständlich die Großeltern. Eine mexikanische Hochzeit ist deshalb immer ein großes, fröhliches Fest und der wohl wichtigste Tag im Leben von Braut und Bräutigam.
Wedding-Fashion
Bei der Wahl des Hochzeitskleides hat eine mexikanische Braut vollkommen freie Wahl: Sie kann je nach Belieben ein Kleid mit oder ohne Schleier, ein eng anliegendes oder weit ausgestelltes Brautkleid tragen. Auch sind in Mexiko Kleider im Flamenco-Stil mit Rüschen am Saum, kombiniert mit Bolero-Jacke sehr beliebt. Doch der absolute Top-Favorit bei mexikanischen Bräuten ist das klassische weiße Brautkleid. Nicht selten sieht man eine Braut, die statt einem Brautstrauß einen Fächer in der Hand hält.
Der Bräutigam hat die Wahl zwischen einem klassischen Anzug oder einem Anzug im Matador-Stil, mit enger Hose und einem Bolero. Und natürlich dürfen in Mexiko die Blumenkinder nicht fehlen, die wie Miniaturausgaben von Braut und Bräutigam gekleidet sind.Die Hochzeitsfeier
Bevor die Braut am Hochzeitstag ihr Elternhaus Richtung Kirche verlässt, spricht sie gemeinsam mit ihren Eltern ein Gebet. Essentiell bei einer mexikanischen Hochzeit sind außerdem Tanz und Musik. Nach dem Hochzeitsessen eröffnet das Brautpaar zu seinem Lieblingslied die Tanzfläche, woraufhin auch alle anderen Gäste auf die Tanzfläche stürmen, und diese oft bis zum Morgengrauen nicht mehr verlassen.
Die Bedeutung der Madrinas
Zu einer traditionellen mexikanischen Hochzeit sind stets viele Gäste geladen, wobei einige nahe Verwandte und enge Freunde als sogenannte „Madrinas und Padrinos“ bestimmte Aufgaben bei der Trauung übernehmen.
Während die „madrina de ramo“ Blumen für die Jungfrau Maria trägt, trägt die „madrina de laso“ ein aufwändig verziertes Seil, welches um Braut und Bräutigam drapiert wird, während sie ihr Gelübde sprechen. Eine besonders wichtige Madrina ist die „madrina de velacion“, diese ist meist die beste Freundin der Braut und soll ihr in ihrem Eheleben als Ansprechpartnerin zur Seite stehen.
Ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle hat die „madrina de arras“ inne, die während der Zeremonie 13 goldene Münzen in einer Geschenkbox trägt. Diese sollen Christus und seine 12 Apostel darstellen und werden im Laufe der Zeremonie vom Priester geweiht. Anschließend werden die Münzen der Braut übergeben, die sie in die offenen Hände ihres Zukünftigen schüttet, um sie dann wieder in die Obhut der zuständigen Madrina zu geben. Gegen Ende der Zeremonie werden die 13 Münzen dem Priester übergeben, der sie wieder in die Geschenkbox zurücklegt und sie daraufhin dem Bräutigam reicht. Dieser wiederum legt die Münzen in die Hände seiner Braut und platziert die Geschenkbox darauf. Diese Geste soll symbolisieren, dass er von nun an all seine weltlichen Besitztümer mit seiner Ehefrau teilt.Unverzichtbar: Eine Pinata
Bei den an die Trauung anschließenden Hochzeitsfeierlichkeiten darf auf keinen Fall die traditionelle Piñata fehlen. Die Piñata ist eine aus Pappmache bestehende bunte Figur, die mit Süßigkeiten oder anderen Überraschungen gefüllt ist. Bei Hochzeitsfeiern wird die Piñata oft auch mit Gutscheinen, Münzen und Papiergeld gefüllt.
Sie wird mit einem Seil an der Decke befestigt, während der Spielleiter am Ende des Seiles anzieht, damit die Piñata einmal hoch und einmal tief hängt.
Anders als bei gewöhnlichen Feiern bei denen alle Gäste mit verbunden Augen mit einem Stock zuschlagen, um die Piñata zu treffen, nimmt bei einer Hochzeit nur das Brautpaar an dem Spiel teil. Treffen sie die Piñata, dürfen sie die herausfallenden Überraschungen behalten. Durch das Einschlagen auf die Hochzeits-Piñata soll das Brautpaar alle bösen Geister vertreiben. Die Füllung der Piñata, die sich über dem Paar verteilt symbolisiert Wohlstand und Liebe. -
Hochzeit in Brasilien
Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in BrasilienFestliches Outfit
Hochzeiten finden in Brasilien meist Freitag oder Samstag am späten Nachmittag statt. Da der Bräutigam seine Braut vor der Trauung nicht sehen darf, ziehen sich die Brautleute in unterschiedlichen Häusern für die Trauung an. Die Braut trägt an ihrem großen Tag meist ein weißes Brautkleid während der Bräutigam in einem eleganten Anzug erscheint. Auch die Hochzeitsgäste tragen in Brasilien stets festliche Kleidung.
Trauzeugen – an unser Herz!
Während der Bräutigam mit seinen Trauzeugen am Altar auf die Braut wartet, schreitet diese am Arm ihres Vaters den Mittelgang entlang. Blumenkinder gehen paarweise vor der Braut her und streuen bunte Blütenblätter, um den Weg ins Eheleben zu ebnen. Nach dem Hochzeitskuss umarmt die Braut die Trauzeugen ihres frisch angetrauten Ehemannes, während dieser die Trauzeugen seiner Gattin umarmt. Wenn das Brautpaar aus der Kirche kommt, wird es von den Hochzeitsgästen mit Reis beworfen.
Das Hochzeitsfest
Da die Hochzeitsfeierlichkeiten in Brasilien sehr wichtig sind und nicht selten mehr als 300 Gäste geladen sind, werden für Hochzeitsfeiern meist große Lokalitäten gemietet. Für das Hochzeitsessen wird meist ein Catering-Service engagiert, wobei traditionell Truthahn gereicht wird. Live-Musik und geschmackvolle Dekoration bieten den passenden Rahmen für eine wunderschöne brasilianische Hochzeit und professionelle Fotografen sorgen dafür, dass der schönste Tag im Leben des Brautpaares noch lange in Erinnerung bleibt.
Im Zuge der Feierlichkeiten schneidet das Brautpaar gemeinsam die Hochzeitstorte an, wobei dies immer von unten nach oben geschieht, um zu zeigen, dass es von nun an nur mehr bergauf geht. Nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte wirft die Braut ihren Brautstrauß in die Menge der versammelten Jungesellinnen. Die Fängerin des Brautbouquets soll die nächste Braut werden. Da die Hochzeitsfeiern oft bis in die frühen Morgenstunden andauern, begeben sich viele Brautpaare bereits während der Feierlichkeiten auf den Weg in ihre Flitterwochen.Poltern bis zum Abwinken
Wer in Brasilien heiraten will muss zuerst den Junggesellinnenabschied überstehen.
Während der Bräutigam in Brasilien mit ihren Freunden beim sogenannten „Chá de Bar“ Alkohol in rauen Mengen konsumieren und oftmals auch in Gesellschaft einer Stripperin den Abschied ihres Single-Daseins feiern, entstehen auf den „Chá de Panelas“ also den Junggesellinnenabschieden oftmals viel peinlichere Fotos.Brauch ist es, der Braut gut verpackte Geschenke (die meist Haushaltsutensilien enthalten) zu überreichen. Errät die Braut den Inhalt des Geschenks, so darf sie es öffnen, sich ungehindert darüber freuen und das nächste Präsent auspacken. Gelingt es ihr jedoch nicht den Inhalt des Päckchens zu erraten, muss sie einen Schluck Alkohol trinken und ein Kleidungsstück ausziehen.
Brasilianische Junggesellinnenabschiede enden deshalb allzu oft feucht-fröhlich und mit einer nur mehr spärlich bekleideten Braut. Damit die zukünftige Ehefrau nicht ganz nackt vor ihren johlenden Freundinnen steht, bekommt sie eine Schürze mit der Aufschrift „Gut, dass Du morgen heiratest“.
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Hochzeit in Grönland
Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in GrönlandEtwa 56.000 Menschen leben in Grönland, 88 Prozent davon sind Nachfahren verschiedener Inuitgruppen. Da die Lebensbedingungen in den arktischen Regionen Grönlands äußerst schlecht sind, ist die Lebenserwartung der Inuit entsprechend niedrig. Lebensweise und Kultur wurden über Jahrhunderte hinweg an die eisigen Temperaturen und die geringe Lebenserwartung angepasst. Aus diesem Grund heiraten Inuit sehr früh, fast noch im Kindesalter. Während die Eltern der Brautleute und der Bräutigam Mitspracherecht am Zustandekommen der Ehe haben, müssen Mädchen die Wahl ihrer Eltern widerstandslos akzeptieren.
Arrangierte Ehe
Früher wurden Ehen zwischen befreundeten Familien oft beschlossen, bevor die betreffenden Kinder überhaupt geboren waren. War das Brautpaar dann alt genug, um eine Familie zu ernähren, wurde die Trauung vollzogen. Noch in den 1970ern wurden solche Ehearrangements getroffen. Doch die jungen Erwachsenen, für die diese Vereinbarungen damals getroffen wurden, setzen sich heute meist darüber hinweg. Denn auch im kalten Grönland zählen die eigenen Wünsche im 21. Jahrhundert mehr als Verbindungen, die vor über 30 Jahren arrangiert wurden. Außerdem leben auch in Grönland immer mehr Menschen in Partnerschaften ohne zu heiraten.
Die Hochzeitsfeier
Anders als in Europa, wo einer Hochzeit meist eine Verlobung und monatelange Planung vorausgehen, ist eine Heirat bei den Inuit kein aufwändig geplantes Fest. Statt eine große Zeremonie abzuhalten, tauscht ein Inuit-Brautpaar oft nur ein Schmuckstück aus, um die Ehe zu besiegeln. Da Hochzeitszeremonien meist spontan stattfinden, gibt es auch keine besondere Kleidung für das Brautpaar. Zweckmäßigkeit zählt in Grönland eben mehr als prunkvolle Hochzeitsdekorationen und dreistöckige Hochzeitstorten.
Nur noch Wenige halten an der alten Lebensweise und den alten Bräuchen fest. Doch die sehr schlichte und zweckbezogene Hochzeitszeremonie änderte sich auch durch die Christianisierung nur insofern, als Brautpaare nun von christlichen Priestern getraut werden konnten. Durch die Errichtung einer staatlichen Verwaltung wurden Hochzeiten auch bald darauf administrativ erfasst.
Und wie ist das nun wirklich mit den Küssen?
Im Gegensatz zu dem gängigen Irrglauben küssen sich Inuit nach der Trauung nicht mit der Nase. Dieser auch in Asien weit verbreitete Riechgruß oder Nasenkuss, dient zwar auch zum Ausdruck von Zärtlichkeit, ist aber nicht mit einem Kuss, wie wir ihn kennen, zu vergleichen. Das Klischee, Inuit würden sich nur mit der Nase küssen, ist völlig unbegründet und geht auf Missionare aus dem 18. Jahrhundert zurück, die diese Geste vermehrt beobachtet haben wollen.
Der Ehealltag
Im Allgemeinen bedeutet die Ehe im arktischen Grönland nicht so eine starke Verbindung und Verpflichtung wie bei uns. Erst durch die Geburt eines Kindes wird die Ehe bei den Inuit zur lebenslangen Bindung zweier Menschen. Solange die Ehe kinderlos ist, kommt es nicht selten vor, dass die Ehepartner wieder gewechselt werden. Dies führt dazu, dass einige Inuit erst nach fünf bis zehn Eheschließungen den Partner fürs Leben finden.
Mitunter kommt es auch vor, dass Ehefrauen unter Freunden getauscht werden. Da dies jedoch nur dann passiert, wenn beide Ehepartner mit dem Partnertausch einverstanden sind, widerspricht es keineswegs den Moralvorstellungen der Inuit. Um die häufigen Partnerwechsel zu vereinfachen, behalten beide Ehepartner nach der Hochzeit ihren Besitz. Auch Polygamie (Vielehe), Polygynie (Vielweiberei) und Polyandrie (Vielmännerei) waren bei den Inuit gestattet und auch sehr verbreitet.
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Hochzeit in Kenia
Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in KeniaDie Hochzeitsbräuche in Afrika sind stark von den einzelnen Stammesriten geprägt. Bei den in Kenia lebenden Massai wird eine Hochzeit gänzlich anders gefeiert als bei den Swahili.
Hochzeit à la Massai
Den Massai ist es gestattet polygam zu leben. Üblicherweise hat ein Massai-Mann eine oder zwei Ehefrauen. Doch auch Männer, die zwischen 5 und 10 Gattinnen haben, sind im fernen Kenia nicht ungewöhnlich. Da sich die gesellschaftliche Stellung eines Mannes aus der Anzahl seiner Ehefrauen und seiner Rinder ergibt, gibt es jedoch auch vereinzelt Männer, die mit bis zu 30 Frauen verheiratet sind.
Vor der Hochzeit hat der Bräutigam bei den Brauteltern einen sogenannten Brautpreis zu entrichten. Dieser beträgt üblicherweise 23 Kühe und zwei Stiere. Prinzipiell kann der Bräutigam seine Braut selbst wählen, wobei jedoch auch seine sowie die Eltern der Braut über ein Mitspracherecht verfügen.
Die Braut selbst kann nicht über das Zustandekommen der Ehe bestimmen. Das führt dazu, dass in Kenia sehr oft junge Mädchen mit sehr viel älteren Männern zwangsverheiratet werden.
Der Weg zum Eheglück
Bevor die Braut sich auf den Weg zu ihrem Bräutigam macht, ist es Brauch, dass ihr Vater ihr zum Segen Kopf und Brust mit Milch bespuckt. Begleitet wird dieses Ritual meist von den Worten „Mögen dir viele Kinder beschert sein.“
Auf dem Weg zu ihrem Bräutigam darf sich eine Massai-Braut keinesfalls umdrehen, denn sonst, so glaubt man, würde sie auf der Stelle zu Stein erstarren. Damit die junge Frau heil bei ihrem Bräutigam ankommt, werden alle möglichen Hindernisse, wie Steine und Blätter, aus ihrem Weg geräumt. Reicht auch das nicht aus, um ein sicheres Ankommen der jungen Braut zu garantieren, wird sie von den Angehörigen ihres zukünftigen Gatten auf Händen getragen. Danach wird die junge Braut von den weiblichen Angehörigen ihres Bräutigams beschimpft und ihr Kopf mit Kuhdung beschmiert. Erträgt die Braut diese Schikane, so ist sie für die Hürden des Ehelebens bereit.
Vor der Hütte ihrer Schwiegermutter angekommen, muss sich die Braut nun so lange weigern einzutreten, bis ihr die Gaben der Familie großzügig genug erscheinen. Wie bei den meisten Hochzeiten in Afrika ist es auch bei den Massai üblich, das Hochzeitsfest in prächtigen, bunten Gewändern zu feiern.
Der Ehealltag
Nach der Hochzeit lebt die Braut zusammen mit ihren Kindern in einem Haus. Hat ein Mann mehrere Frauen, so hat jede Braut ein eigenes Haus. Abends entscheidet der Ehemann mit welcher seiner Frauen er die Nacht verbringen möchte.
Bekommt ein Massai von einem gleichaltrigen Massai-Mann Besuch, so kann er ihm anbieten, bei einer seiner Frauen zu nächtigen. Eine Ablehnung dieser Bitte würde als äußerst unhöflich gelten. Die Ehefrauen haben bei dieser Entscheidung kein Mitspracherecht. Da sich Massai-Männer ausdrücklich weigern Kondome zu verwenden, führt dieses Sexualverhalten zu einer auffällig hohen Rate an HIV-Infektionen.
Hochzeit à la Swahili
Die in Kenia lebenden Swahili zelebrieren eine Hochzeit auf gänzlich andere Weise.
Vor der Hochzeitszeremonie gibt es für die Braut eine Art Wellnessprogramm. Zuerst werden der Braut alle Haare vom Kopf abwärts entfernt. Anschließen wird sie mit Kokosnussöl massiert und mit Sandelholz parfümiert. Nachdem ihr zur Feier dieses besonderen Tages Henna-Muster, die als Brautschmuck dienen, auf Arme und Hände gemalt wurden, folgt ein Gespräch mit einer „Somo“.
Als „Somo“ bezeichnet man eine ältere Frau des gleichen Stammes. Diese soll die junge Braut auf ihre Aufgaben in der Ehe vorbereiten und sie zugleich aufklären. Nicht selten versteckt sich eine besorgte „Somo“ nachts unter dem Ehebett, um sicherzustellen, dass auch nichts schief läuft.
Fazit: So unterschiedlich Hochzeitsbräuche in Kenia auch sein mögen, ist eine afrikanische Hochzeit immer ein großes Fest, das von beiden Familien gebührend gefeiert wird. Auch wird die durch die Heirat entstandene Verbindung beider Familien in Afrika besonders gefeiert. Bei den Gabra-Nomaden im Norden Kenias etwa, zieht die Familie des Bräutigams mit all ihrem Habe in das Heim der Braut, um dort ein neues zu Hause aufzubauen.