Schlagwort: Hochzeitszeremonie

  • Destination Wedding: Hochzeit in den Flitterwochen

    Destination Wedding: Hochzeit in den Flitterwochen

    So funktioniert Heiraten im Ausland

    Eine Traumhochzeit unter Palmen statt Hochzeitsglocken in der Heimatkirche? Immer mehr Paare entscheiden sich für eine Destination Wedding und geben sich ihr Ja-Wort an einem besonderen Ort: am weißen Sandstrand, in einem romantischen Château in Südfrankreich oder im glitzernden Wüstenresort von Las Vegas.

    Wer die Hochzeit mit den Flitterwochen kombiniert, erlebt nicht nur eine außergewöhnliche Zeremonie, sondern startet auch direkt in die gemeinsame Hochzeitsreise. Traumhafte Kulissen sorgen dabei für unvergessliche Momente und wunderschöne Hochzeitsfotos.

    Doch viele Paare stellen sich eine wichtige Frage:
    Ist eine Hochzeit im Ausland überhaupt rechtsgültig?

    Bild: Melike B / Pexels

    Heiraten im Ausland: darauf müsst ihr achten

    Grundsätzlich gilt: Eine im Ausland geschlossene Ehe ist auch in Österreich gültig, wenn sie nach den örtlichen gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes geschlossen wurde.

    Dennoch gibt es je nach Land unterschiedliche Regeln und Voraussetzungen. Einige Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Bestimmungen sein können:

    • Auf Mauritius muss sich das Brautpaar vorher bestätigen lassen, dass es keine Staatsbürger des Inselstaates ist.
    • Auf Bali müssen beide Partner derselben Religionsgemeinschaft angehören.
    • In Grenada muss das Paar mindestens drei Tage vor der Trauung im Land sein.

    Aus diesem Grund entscheiden sich manche Paare dafür, die romantische Zeremonie im Ausland zu feiern und die offizielle standesamtliche Trauung später zu Hause nachzuholen.

    Dokumente für eine Hochzeit im Ausland

    Wenn ihr euch für eine Hochzeit im Urlaub oder eine Destination Wedding entscheidet, solltet ihr euch frühzeitig über die notwendigen Dokumente informieren.

    In vielen Ländern benötigt ihr beispielsweise:

    • Reisepässe
    • Geburtsurkunden (oft mit beglaubigter Übersetzung)
    • Ledigkeitsbescheinigung
    • Ehefähigkeitszeugnis
    • teilweise auch Flugtickets oder Aufenthaltsnachweise

    Besonders unkompliziert ist das Heiraten zum Beispiel auf Barbados. Dort kann das Brautpaar mit Reisepässen, beglaubigten Geburtsurkunden und einer Ledigkeitsbescheinigung zum Standesamt in Bridgetown gehen und oft noch am selben Tag an einem beliebigen Ort der Insel heiraten.

    Viele klassische Flitterwochen-Destinationen wie die Karibik oder Mauritius haben ihre Abläufe bereits stark vereinfacht, da immer mehr Paare ihre Hochzeit mit der Hochzeitsreise verbinden möchten.

    Unterstützung durch Hotels und Hochzeitsplaner

    Viele Hotels, Resorts und Hochzeitsreiseveranstalter unterstützen Paare bei der Planung einer Hochzeit im Ausland.

    Sie helfen unter anderem bei:

    • der Organisation der Zeremonie
    • der Zusammenstellung der notwendigen Dokumente
    • der Einhaltung der Fristen
    • der Kommunikation mit lokalen Behörden

    Trotzdem solltet ihr euch zusätzlich selbst bei den zuständigen Behörden informieren, entweder direkt bei der Heiratsbehörde im jeweiligen Land oder bei der Botschaft bzw. dem Konsulat.

    Bild: Josh Withers / Pexels

    Ehefähigkeitszeugnis und internationale Urkunden

    In vielen Ländern benötigt ihr ein sogenanntes Ehefähigkeitszeugnis. Dieses Dokument wird vom zuständigen Standesamt in Österreich ausgestellt und bestätigt, dass ihr rechtlich heiraten dürft.

    Praktisch ist es auch, sich vor der Reise internationale Personenstandsurkunden ausstellen zu lassen, zum Beispiel:

    • internationale Geburtsurkunden
    • internationale Heiratsurkunden
    • internationale Sterbeurkunden (falls relevant)

    Diese mehrsprachigen Dokumente ersparen euch oft zusätzliche Übersetzungen und Behördenwege.

    Namensführung und Anerkennung der Ehe in Österreich

    Für österreichische Staatsbürger gilt bei der Namensführung nach der Hochzeit immer österreichisches Recht.

    Daher ist es sinnvoll, vor der Hochzeit im Ausland euer zuständiges Standesamt in Österreich zu kontaktieren. Dort könnt ihr klären, welchen Familiennamen ihr nach der Eheschließung führen möchtet.

    Nach der Hochzeit solltet ihr eure ausländische Heiratsurkunde beim Standesamt in Österreich vorlegen. Je nach Land kann zusätzlich eine sogenannte Apostille oder Überbeglaubigung erforderlich sein.

    Wenn die Urkunde nicht mehrsprachig ist, muss sie von einem gerichtlich beeideten Dolmetscher ins Deutsche übersetzt werden.

    Fazit: Traumhochzeit im Ausland mit guter Planung

    Eine Hochzeit in den Flitterwochen oder eine Destination Wedding ist für viele Paare ein unvergessliches Erlebnis. Traumhafte Locations, intime Zeremonien und die direkte Verbindung zur Hochzeitsreise machen diese Art der Hochzeit besonders.

    Damit eure Ehe auch rechtlich anerkannt wird, solltet ihr euch jedoch frühzeitig über Dokumente, Fristen und gesetzliche Bestimmungen informieren.

    Mit der richtigen Vorbereitung steht eurer Traumhochzeit im Ausland nichts mehr im Weg.

    Detailliere Informationen findet ihr auf:

    https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/7/Seite.070430.html

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  • Hochzeitszeremonien – Trauung im Hinduismus

    Die hinduistische Hochzeit

    Eine hinduistische Trauung bedeutet jede Menge Bräuche, Rituale, lange klang- und farbenfrohe Feierlichkeiten voller Freude und Spaß. Indische Hochzeiten sprechen von der reichen Kultur, dem traditionellem Erbe und der ethnischer Identität des Landes. Jede Region folgt ihren eigenen althergebrachten Ritualen und Zeremonien.

    Eine Hochzeit ist in der hinduistischen Religion – im Gegensatz zum Buddhismus – eine bedeutende religiöse Zeremonie und eines der wichtigsten der 16 hinduistischen Sakramente oder Sanskars. Eine Hinduhochzeit symbolisiert das Zusammenkommen von gegenseitigem Verständnis, Hingabe, Liebe und Gegenliebe, Einheit und spirituellem Wachstum. Sie bedeutet mehr als nur Feiern, Freude und Spaß, sie verlangt Opferbereitschaft, Gemeinschaftsgefühl, Engagement und Einsatzbereitschaft.

     

    Hochzeitszeremonie im Freien

    Hindus betrachten die Hochzeit als eine Institution, die die Menschen die wahren Werte des Lebens lehrt. Die Ehe besiegelt nicht nur das Band zwischen zwei Menschen sondern auch zwischen zwei Familien. 

    Hinduhochzeiten werden meist von den Brauteltern ausgerichtet und finden an einem öffentlichen Ort statt, über den sich beide Brautfamilien miteinander einig werden. Die Hochzeitszeremonie findet in der Regel im Freien unter einem dekorierten Baldachin, dem Mandap, statt und wird von einem Brahmanenpriester durchgeführt.

    In Indien weiß man zu feiern: Hinduhochzeiten erstrecken sich schon mal über vier bis fünf Tage. Die Zeremonie unterteilt sich im Wesentlichen in drei Teile: Bräuche die der Hochzeit vorangehen, die eigentliche Hochzeitszeremonie und Bräuche nach der Hochzeit. Jedes einzelne Ritual hat eine tiefe Bedeutung und Absicht.

     

    Sterne bestimmen den Hochzeitstermin

    Als erstes errechnet ein Astrologe aus den Geburtsdaten des Paares das genaue Datum der Hochzeit. Die Hochzeit muss genau diesem Tag stattfinden. Dann folgt die Verlobung, bei der auch Ringe ausgetauscht werden.

    Am Tag vor der Hochzeit werden die Hände und Füße der Braut wunderschön mit Henna bemalt, an ihrem Hochzeitstag trägt sie einen weißen Sari, der Reinheit symbolisiert und im Laufe der Zeremonie durch einen roten Sari, ein Zeichen für Fruchtbarkeit, ausgetauscht wird.

    Die eigentliche Hochzeit beginnt damit, dass die Hand der Braut in die des Bräutigams gelegt wird und die beiden mit einem weißen Schal verbunden werden.

    Darauf folgt das Lawan Phere oder die vier Runden. Das Brautpaar schreitet vier Mal um das heilige Feuer, jede Runde symbolisiert ein anderes der Ziele des Hinduismus für eine glückliche Ehe: Glaube, finanzielle Stabilität, Fortpflanzung und Befreiung der Seele.

    Bedeutsamstes Ritual der Hindu-Hochzeit

    Das bedeutsamste Ritual ist das Saptapadi. Das Brautpaar schreitet gemeinsam sieben Schritte in Richtung Norden während der Priester die sieben Versprechen oder Schwüre verliest. Braut und Bräutigam geben sich ein Versprechen vor Gott, repräsentiert durch Licht und Feuer. Diese sieben Versprechen zusammen bilden den Grundstein für die Ehe, sie handeln von der Loyalität, Liebe und Hingabe die das Brautpaar während des Ehelebens miteinander teilt. Der Bräutigam malt der Braut als Zeichen der Zusammengehörigkeit einen roten Punkt auf die Stirn. Heute ist das Bindi ein Mode-Accessoire geworden, das von allen Frauen wie ein Schmuck getragen werden kann und hat seine ursprüngliche Bedeutung verloren.

    Farbenfrohe Hochzeitsfeier

    Nach einem Segen für das Brautpaar setzt sich die Hochzeitsgesellschaft zu einem reichlichen Hochzeitsmahl mit vielen Hochzeitsspielen. Die der Hochzeitszeremonie folgenden Rituale sind die emotionsgeladensten Momente, besonders wenn die Braut weit von ihrer Familie wegzieht: Die Braut verabschiedet sich von ihrer Familie und geht den ersten Schritt in Richtung ihres neuen Lebens im Haus ihres Ehemannes.

    Moderne Hindu-Hochzeiten enthalten nicht alle der traditionellen Elemente und sind dadurch kürzer. Das hängt von den heiratenden Paaren und ihren individuellen Wünschen, Lebensumständen sowie der Kastenzugehörigkeit und den finanziellen Möglichkeiten ab.

    Zu einer Hinduhochzeit gehört viel Musik, die sich Braut und Bräutigam aussuchen. Es wird meistens ein Mix der neuesten Bollywood Soundtracks, deren Texte alle sehr romantisch sind, gespielt!

  • Hochzeitszeremonien – muslimische Trauung

    Hochzeitszeremonien – muslimische Trauung

    Die muslimische Trauung

    Eine Eheschließung ist im Islam ein sehr schlichter Akt, ein „Vertragsabschluss“ (nikah). Mann und Frau erklären vor einer theologisch bewanderten und moralisch gefestigten Persön­lichkeit (oft der Imam/Hodscha einer Moschee) und in der Anwesen­heit von zumindest zwei Zeugen ihren freien Willen, miteinander die Ehe einzugehen.

    Trauringe

    Das islamische Eheversprechen ist für Muslime emotional wichtig (obwohl vor dem Gesetz einzig die standesamtlich geschlossene Ehe gilt). Für sie ist die feierliche Eheerklärung in muslimischem Rahmen oft die „richtige Hochzeit“, die auch moralisch als verpflichtend betrachtet wird.

    Andererseits braucht sich kein Muslim, der ausschließlich standesamtlich geheiratet hat, als „vor Gott unverheiratet“ zu fühlen – dies hätte für den Gläubigen ernste Konsequenzen, denn das Geschlechtsleben soll sich nur innerhalb der Ehe abspielen.

    Dokumente für die muslimische Hochzeit:

    Mitzubringen sind für die religiöse Eheschließung in der Islamischen Glaubensgemeinschaft:

    • Lichtbildausweis
    • Meldezettel
    • Geburtsurkunde
    • Nachweis, unverheiratet zu sein


    Detailliertere Infos: www.derislam.at

     

    Der Ehevertrag

    Der Ehevertrag sollte schriftlich erfolgen. Darin können verschiedenste Vereinbarungen aufgenommen werden. Dies reicht von der Familienplanung bis zum Wohnsitz.

    Fixer Bestandteil sollte eine Abmachung über jene Brautgabe (mahr) sein, die für die Frau als Absicherung im durch den Mann ausgelösten Scheidungsfall vorgesehen ist. Dieser Betrag ist nach oben offen und wird nach gegenseitiger Vereinbarung festgesetzt. Fällig würde dieses Geld auch beim Ableben des Ehemannes als sofortige Überbrückungshilfe für die Frau, die ihr noch vor Teilung des Erbes zusteht, ohne dass dies von ihrem Erbteil abgezogen würde.

    Die Islamische Glaubensgemeinschaft empfiehlt, diese Chance einer individuell gestalteten Ehevereinbarung zu nutzen, um sich in positivem Sinne über die gemeinsame Lebensführung Gedanken zu machen. Sie bietet Beratung an und nimmt die muslimische Eheschließung vor.

    Auch wenn immer wieder das Wort von einem „Brautpreis“ kursiert: Eine muslimische Frau darf von ihrer Familie nicht „verkauft“ oder „abgelöst“ werden. Üblich ist eine Morgengabe, die als Geschenk einzig der Ehefrau zusteht.

    Was tun, wenn Ihr muslimisch heiraten möchten?

    Informationen zur muslimischen Hochzeit erteilt euch die Islamische Glaubensgemeinschaft:
    Bernardgasse 5, 1070 Wien
    Tel. 01/5263122

    office@iggö.at
    www.derislam.at

     

  • Hochzeitsfeierlichkeiten bei verschiedenen Konfessionen.

    Spiritueller Segen – Kirchliche Hochzeit und freie Trauung

    In manchen Kulturen reicht der Einzug der Braut ins Haus des Bräutigams aus, um eine Ehe zu begründen. Eine feierliche kirchliche Trauung ist in unserem Kulturkreis für viele Paare ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Hochzeitsfeierlichkeiten: An der Hand eines geliebten Menschen zum Altar zu schreiten, dort ein öffentliches Bekenntnis der Liebe und Zusammengehörigkeit vor der Gemeinde und vor Gott abzulegen und Segen für eine glückliche Verbindung zu erbitten, ist den meisten Konfessionen gemeinsam.

    Gehören die Ehepartner unterschiedlichen Konfessionen an, steht eine ökumenische Hochzeit am Beginn einer konfessionsverbindenden Ehe. Manchen Hochzeitspaaren ist eine kirchliche Trauung durch Vorehen oder andere Hindernisse generell verwehrt. Auf eine wunderschöne Trauungszeremonie mit spirituellem Charakter braucht trotzdem kein Brautpaar zu verzichten, die freie Trauung bietet eine gute Alternative zu Kirche und Tempel. Betrachtet mit uns das Thema Hochzeitszeremonien und Eheschließung aus dem Blickwinkel verschiedener Konfessionen.

    „ER hat Liebe & Barmherzig- keit zwischen euch gesetzt“: Kurze Zeremonie, doch emotional sehr bedeutend.

    „Ja, ich will!“: Vor Gott und den Menschen, die euch lieb und teuer sind, den Bund fürs Leben schließen.

    Gegenseitige Hingabe: „Die Liebe des Christus für die Kirche ist das Vorbild für die Liebe von Mann und Frau.“

    Gottes Segen für Treue, gegenseitige Achtung und Liebe, ein Leben lang, „in guten und in bösen Tagen“.

    Kontinuität: „Biblische, historische, mystische und rechtliche Fäden in der Ehe zu einem Bild gewebt.“

    „Die Ehe nimmt teil an der Liebe Gottes zu den Menschen und zu seinerr Schöpfung. Gott ist Liebe.“

    „Sanskara – Eindruck“: Bunte Kleider, farbenfroher Schmuck, ein rauschendes Fest über mehrere Tage.

    Respekt voreinander: „Sinn des gemeinsamen Lebens ist es, Glück aufzubauen und dieses Glück zu festigen.“

    „Nichts zu verbergen“: Heiraten, wie Gott uns geschaffen hat gleich Adam und Eva im Paradies.

    „Füreinander bestimmt“: Sich feierlich zueinander bekennen – ohne Grenzen durch Konfessionen.

  • Hochzeitszeremonien – altkatholische Trauung

    Hochzeitszeremonien – altkatholische Trauung

    Die altkatholische Trauung – von Bischof Bernhard Heitz

    Die Altkatholische Kirche ist eine bischöflich-synodal verfasste, romunabhängige katholische Kirche in Offenheit und ökumenischer Weite. Sie möchte für die Menschen in ihren Sorgen und Problemen da sein und ihnen mit Rat und Hilfe zur Seite stehen. Dies gilt auch für ein Braut- und Traugespräch und für die Vorbereitung auf ein Leben zu zweit und die Gründung einer Familie.

    Ein erster Schritt ist das Gespräch mit dem zuständigen Geistlichen. Dort erfahren Sie zunächst mehr über Ihre Kirche und alle notwendigen Dinge, die mit einer Eheschließung verbunden sind. Achtung! Wenigstens ein Partner muss unserer Kirche angehören.

    Hochzeitsgesellschaft in der Kirche

    Die Ehe ist eines der sieben Sakramente. Die standesamtliche Eheschließung wird als rechtsgültiger Vertrag anerkannt und vorausgesetzt. Daher gelten auch nur standesamtlich verbundene Eheleute als gültig verheiratet. Die kirchliche Ehesegnung ist darüber hinaus ein Geschehen, das geprägt ist vom Vertrauen in die Menschfreundlichkeit Gottes.


    Die Brautleute vertrauen darauf, dass Gott selbst der Urheber ihrer Gemeinschaft und durch Jesus Christus im Heiligen Geist die Mitte ihrer Liebe ist. Die Ehe ist also nicht nur ein weltlich Ding (Martin Luther). Sie weist über das Leben beider Partner hinaus, die sich in „SEXUS, EROS und AGAPE“ einander schenken und anvertrauen. Sie werden ein „Leib“ und sind „ein heiliger Tempel Gottes“.

    In Unterscheidung zur röm.-kath. Theologie spenden die Brautleute einander durch ihr Jawort (Konsens und Vollzug) nicht allein selbst und ausschließlich das Sakrament, sondern ihre Ehegemeinschaft wird begründet durch das „Weihegebet“ des Geistlichen über die Gatten „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

    Die Altkatholische Kirche hält fest an der grundsätzlichen Unauflöslichkeit der Ehe, weiß aber auch um die Möglichkeit des Scheiterns. So kennen wir (wegen der menschlichen Schwachheit) die Wiederheirat Geschiedener. Gott weist niemanden von sich, der einen neuen Anfang und es in Zukunft besser machen will.

    Die altkatholische Trauung
    Geschiedene, Wiederverheiratete und alleinerziehende Geschiedene benötigen nach unserer Auffassung in besonderer Weise die Hilfe durch den Empfang der Sakramente, besonders durch den Empfang der Heiligen Kommunion.

    Die sogenannte „konfessionsverbindende Ehe“ ist kein Problem. Eine Altkatholische Trauung kann auch unter Mitwirkung eines Geistlichen einer anderen christlichen Konfession geschehen, wie auch umgekehrt.

    Ehealltag

    Was das Leben in der Ehe betrifft, entscheiden die Eheleute in Freiheit und Selbstverantwortung über die Wahl der Mittel in der Familienplanung. Hier mischt sich die Kirche nicht ein.
    Es gelten stets wechselseitige Rücksichtnahme und Liebe. Das Verwenden von Kondomen ist aus medizinischen Gründen zur Abwendung von Infektionen geboten.

    Das Gewissen ist die höchste Entscheidungsinstanz des reifen Menschen. Die Altkatholische Kirche respektiert also die Gewissens­ent­scheidung jedes einzelnen Mitglieds auch im Bereich der Familienplanung und im Sexualleben des Einzelnen. Stets gilt die Wahrung des Respekts vor der Würde des Mitmenschen und der gesamten Schöpfung.

    Segnung für gleichgeschlechtliche Paare

    Darüber hinaus kennt die Altkatholische Kirche in einem „abgeleiteten Sinn“ zum Sakrament der Ehe auch die Segnung von auf Dauer angelegten Hausgemeinschaften, sei es eine heterosexuelle Partnerschaft oder sei es eine gleichgeschlechtliche Verbindung, in der die Partner einander Liebe, Treue, Verlässlichkeit und wechselseitige Fürsorge versprechen.


    Weitere Informationen zur altkatholischen Trauung

    Kirchenleitung der Altkatholischen Kirche

    Schottenring 17/1/12, 1010 Wien

    Telefon: 01/317 83 94-0

    krichenleitung@altkatholiken.at

    www.altkatholiken.at

     

     

  • Hochzeitszeremonien – buddhistische Trauung

    Hochzeitszeremonien – buddhistische Trauung

    Die buddhistische Hochzeit

    Buddhisten sehen die Verbindung zwischen Frauen und Männern als sehr kostbar an, die Ehe stellt im Buddhismus kein Sakrament wie etwa im Christentum dar. Eine Hochzeitsfeier ist eher eine soziale denn eine religiöse Feier. Es existieren weder ein vom historischen Buddha vorgeschlagener Ablauf für eine Trauungszeremonie noch Vorschriften zum Eheleben.
    Buddhistische Trauung am Strand
    Buddha sagte lediglich, dass die Ehe auf einem tiefen gegenseitigen Respekt zwischen den Eheleuten basieren und die beiden eine gleichwertige Partnerschaft leben sollte. Buddhisten dürfen Mitlieder jeglicher Konfessionen heiraten, ihre Vereinigung sollte eine harmonische Mischung der verschiedenen Stärken und Schwächen von Mann und Frau bilden.

    Die buddhistische HochzeitUm dem gemeinsamen Leben in buddhistischer Hinsicht noch mehr Bedeutung zu geben, kann sich das Brautpaar von einem geistigen Lehrer, einem Lama, nützliche Ratschläge und einen Segen für die Entwicklung der Beziehung geben lassen.

    Buddhistisch zu heiraten, bedeutet für das Paar, sich einen Rahmen für eine gemeinsame Entwicklung zu schaffen. Eine buddhistische Hochzeit ist keine religiöse Handlung im engeren Sinne, aber doch etwas wofür sich das Brautpaar einen buddhistischen Segen erbitten darf.

    Da es keine verpflichtenden und komplexen Rituale für die Hochzeitszeremonie gibt, wird der Ablauf der Feier in Abstimmung mit den Familien entschieden. Die Hochzeit findet traditionell entweder in einem Buddhistischen Tempel, im Haus der Braut oder einem Zelt statt.

    Immer mehr westliche Paare entscheiden sich für eine buddhistische Hochzeit, einige Spezialreiseveranstalter bieten Hochzeitsreisepakete an, deren Höhepunkt eine buddhistische Hochzeit am Strand darstellt!

    Mehr Infos zur buddhistischen Trauung und zu Trauungszeremonien erhaltet ihr bei:
    Österreichische Buddhistische Religionsgemeinschaft
    Tel: 01-5123719
    Mail: oebr@aon.at
    www.buddhismus-austria.at

  • Hochzeitszeremonie – griechisch oder russisch orthodoxe Ehe

    Hochzeitszeremonie – griechisch oder russisch orthodoxe Ehe

    Die orthodoxe Trauung

    Die russisch- oder griechisch orthodoxen Kirchen sind in Ihrer Tradition der katholischen Kirche ähnlich. Mischehen sind unter der Voraussetzung, dass der nicht-orthodoxe Partner ein getaufter Christ ist, erlaubt.

    Eine Wiedervermählung ist gestattet, wenn ein Annulierungsdekret von der Kirche erhalten wurde und eine nachfolgende Scheidung auf zivilem Wege erfolgte. Die Trauungsfeier ist voller Symbolgehalt.

    Segnung der Brautleute mit Schal

    Die Traungszeremonie

    Sie findet meist nachmittags, oder auch am frühen Abend (nicht jedoch während der Fastenzeit und an bestimmten Feiertagen) statt. Das Verlobungsritual steht am Anfang der Feier. Die Ringe werden gesegnet und dreimal gewechselt, was die Dreifaltigkeit symbolisieren soll. Sie werden dann auf die rechte Hand von Braut und Bräutigam gesteckt.

    Die orthodoxe TrauungAm Ende des Verlobungsrituals werden zwei Kronen über den Köpfen des Brautpaares dreimal ausgetauscht, es wird das Evangelium gelesen und das Paar trinkt dreimal aus demselben Becher Wein.
    Diese Zeremonie steht symbolisch für die tiefe Verbundenheit und für die immerwährende Liebe des Brautpaares, sowie Ihrem Versprechen in glücklichen als auch schlechten Zeiten zueinander zu stehen.


    Am Ende der Trauungszeremonie werden die Hände des Brautpaares symbolisch zusammengebunden und sie werden dreimal rund um den Altar geführt. Die Kirchengemeinde singt dabei das Lied „Gott schenke Ihnen viele Jahre“.

     

    Weitere Informationen zur orthodoxen Trauung

    Orthodoxe Bischofskonferenz in Österreich

    Fleischmarkt 13, 1010 Wien

    Telefon: 01/533038089

    office@orthodoxe-kirche.at

    www.orhodoxe-kirche.at

     

  • Hochzeit in Thailand

    Hochzeit in Thailand

    Heiraten rund um den Globus: Hochzeit in Thailand

    Die thailändische Hochzeitszeremonie ist im Grunde nicht religiös, nichts desto trotz ist jedes Hochzeitsfest ein gesellschaftliches Ereignis. Die Entscheidung, das Leben miteinander zu teilen ist auch in Thailand für das Brautpaar ein Meilenstein. Deshalb wird die Zeremonie in einer feierlichen Atmosphäre abgehalten.

    Brautpaar mit Blumenkränzen am Strand

    Sterne und Hochzeit

    Vor allen Planungen werden Astrologen konsultiert, die herausfinden, ob die Sterne des Paares zueinander passen und – falls ja – wann der vielversprechendste Zeitpunkt für die Feier sein wird. Gefeiert wird im eigenen Haus, im Hotel oder in einem gemieteten Saal oder Zelt.

    Das Hochzeitskleid der Braut ist der Schut tai, ein eigens geschneidertes Seidengewand. Der Bräutigam trägt meist einen schlichten Anzug.

    Hochzeitszeremonie

    Die buddhistische Hochzeitszeremonie findet in der Regel morgens statt und beginnt damit, dass die Mönche verköstigt werden und diese daraufhin das Paar segnen. Später tritt das Paar mit einer weißen Blumengirlande, die böse Geister abschrecken soll, vor einen würdigen Alten, der die Ehe endgültig besiegelt. Der Bräutigam steht rechts von der Braut, drei dem Bräutigam auf die Stirn gemalte Punkte gelten als Glücksbringer.

    Thailändische Tänzerinnen
    Zu dem vorhergesagten Zeitpunkt verbindet der ehrwürdige Alte das Brautpaar mit zwei Stoffkränzen und mit geheiligtem Wasser. Die durch ein Band verknüpften Kränze aus weißem Faden sai monkon werden dem Paar auf den Kopf gesetzt. Aus einer Muschel wird dem Brautpaar dann Wasser über die Hände gegossen. Es tropft von den Händen und wird von Schalen mit kunstvoll gesteckten Blumen aufgefangen.

    Darauf segnen die Eltern und alle Hochzeitsgäste das Paar. Die feierliche und glückstrahlende Atmosphäre bei der Hochzeit wird getragen von einer sehr bunt und üppig mit Blumen und herrlich gemusterten Stoffen und Girlanden und Kordeln geschmückten Feststätte und farbenfrohen Garderobe der ganzen Hochzeitsgesellschaft.