Schlagwort: Hochzeit

  • Hochzeitslisten – Hochzeitsgeschenke

    Hochzeitsgeschenke – Hochzeitslisten und Wunschgeschenke

    Vier Standmixer, drei Vasen aus Muranoglas, zwei Topf- und Pfannensets und viele weitere mehr oder weniger erwünschte Hochzeitsgeschenke auf dem Gabentisch – dieses Szenario gehört schon lange der Vergangenheit an. Mit einer Hochzeitsliste wissen Verwandte und Freunde, was ihr euch wünscht. Die Gäste können sich bequem das passende Geschenk aussuchen und ihr wiederum könnt euch über jedes Wunschgeschenk freuen. Doch was tun, wenn der gemeinsame Haushalt bereits gut ausgestattet ist, aber das Hochzeitsbudget schmal ist?

    Zögert nicht, eure Hochzeitsgäste zu bitten, euch Geldgeschenke zu machen. Es ist heute durchaus üblich, dass das Brautpaar mit einem netten Gedicht in den Hochzeitseinladungen um eine finanzielle Beteiligung an Hochzeitsfest oder Hochzeitsreise bittet. Seid ihr finanziell gut ausgestattet und wünscht ihr euch etwas Besonderes? Gebt euren Hochzeitsgästen die Gelegenheit, etwas zu schenken von dem sie wissen, dass ihr es mögt und wertschätzen werdet. Beauftragt einen Handwerker oder Künstler damit, etwas anzufertigen, das ihr ein Leben lang verwenden könnt. Lest in unseren Tipps zum Schenken und Beschenken über Geschenke, die Freude machen!

    Liebevolle und aufmerksame Hochzeitsgeschenke – darüber freut sich jedes Brautpaar!

    Schenken macht glücklich – die Beschenkten, aber auch die, die verschenken!

     

    Geldgeschenke zum Hochzeitsfest – wie viel Geld ist angemessen?

    Gabentisch füllen bequem vom Sofa aus: Die Online Hochzeitsliste!

    Hochzeitsgeschenk andersrum: Das Brautpaar sagt „Danke, dass ihr mit uns feiert!“

  • Polterabend – Junggesellenabschied

    Polterabend – Junggesellenabschied

    Hochzeitsbräuche – Der Polterabend

    Am Polterabend sollten in der Vergangenheit böse Geister durch den Lärm, den das Zerschlagen von Geschirr macht, verjagt werden. Heute wird das Poltern als Abschiedsfeier mit Freunden vom Junggesellenleben betrachtet und daher auch Junggesellenabschied genannt. Dabei wird in der Regel auch kein Porzellan mehr zerschlagen, obwohl es ja immer noch heißt: „Scherben bringen Glück!“

    Spaß am Polterabend

    Junggesellenabschied – Adieu Singelleben!

    Die Trauzeugen und der beste Freund des Bräutigams, bzw. die beste Freundin der Braut versammeln den jeweiligen Freundeskreis zu einem ausgelassenen Abend, um vom ungebundenen Leben als Single Abschied zu nehmen.  JunggesellInnen lassen es gerne richtig krachen. Liebe Trauzeugen, liebe Brautjungfern: Organisiert für eure(n) Freund(in) einen würdigen Abschied in die Ehe! Wertet den klassischen Streifzug durch Kneipen und Bars mit Herausforderungen und Aufgaben für den Noch-Junggesellen auf oder veranstaltet eine Rätselrallye. Die Aufgaben und Spiele müssen aber unbedingt zu Charakter und Humor von Braut bzw. Bräutigam passen, der Abend soll schließlich allen Beteiligten Spaß machen.

    Unternehmungen am Polterabend

    Traditionell findet der Polterabend oder Junggesellenabschied am Abend vor der Hochzeit statt. Es hat sich allerdings bewährt, bereits zwei bis sechs Wochen vor der Hochzeit zu poltern, schließlich soll das Brautpaar am Tag der Hochzeit frisch und erholt aussehen und die Feier unbeeinträchtigt von Kater und Kopfweh genießen. Finanziert wird der Polterabend größtenteils durch den Erlös aus den Spielchen und dem Verkauf von Klopfern oder ähnlichem, der Bauchladen wird durch die Freunde des Junggesellen bestückt. Je Polterabend T-Shirt ist mit etwa 15 bis 20 Euro zu rechnen. Wer für Junggesellenabschiede zu Hause oder im eigenen Garten als „Abschiedsgeschenk“ einen Stripper oder eine Stripperin engagieren will, ist mit etwa 200 Euro dabei.  Reicht ein einziger Abend nicht, um vom Junggesellenleben Abschied zu nehmen, lässt sich das Poltern  auch ausdehnen:  Wie wäre es etwa mit einem Campingausflug mit Canyoning oder einem lässigen Partyurlaub?

    Historisches: Der „Heanatanz“

    Der „Heanatanz“ (Hühnertanz) wird vor der Hochzeit im Hause der Braut abgehalten. Zu diesem Vergnügen finden sich Freunde und Freundinnen der Braut und deren Angehörige ein, welche ihr „besseres G`wandt angelegt“ haben, um den Abschied des Mädchens von der Freiheit und vom Elternhaus zu feiern.

    Es ist eine Art Polterabend, bei dem mit launigen Einlagen, Trinksprüchen, Pfänderspielen und Tanz oft recht ausgiebig gefeiert wird. Der Bräutigam bleibt bei dieser Gelegenheit schön brav zu Hause. Der Ausdruck „Heanatanz“ kommt wahrscheinlich davon, dass früher die Hühner bei dieser Veranstaltung in die Stubn gelassen wurden um der Braut Fruchtbarkeit zu wünschen. In Amerika wird der Junggesellinnenabschied noch heute oft „hens party“ genannt.

  • Hochzeitsbrauch – Hochzeitszug

    Hochzeitsbrauch – Hochzeitszug

    Hochzeitsbräuche – Der Hochzeitszug

    In ländlichen Gebieten überwacht oft der Hochzeitslader den reibungslosen Ablauf  des Hochzeitgszuges. Habt ihr keinen Hochzeitslader, dann betraut einen Verwandten damit, den Hochzeitszug zu formieren. Denn es ist nichts störender, als wenn alle wild durcheinanderlaufen. Betraut aber nicht eure Eltern mit dieser Aufgabe, denn diese sind mit Hauptbeteiligte der Hochzeitsfeier.

    Hochzeitsauto

    Reihenfolge auf dem Weg zur Kirche

    1. Die Trauzeugen und Brautjungfern
    2. Eltern des Bräutigams, Brautmutter
    3. Die restlichen Familienmitglieder – in der Reihenfolge des Verwandtschaftsgrades
    4. Freunde

    Einzug in die Kirche

    Üblicherweise wird zuerst der Bräutigam von seiner Mutter oder seinem Trauzeugen zum Traualtar geleitet. Danach nehmen die Hochzeitsgäste in den Sitzreihen Platz. Beachtet, dass die erste Reihe den Eltern und nahen Verwandten (Großeltern, Tanten, etc.) vorbehalten sein soll. Die Trauzeugen warten seitlich, bis zuletzt die Braut mit dem Brautvater die Kirche betritt und an die linke Seite des Bräutigams geleitet wird.  Ein hübsches Bild bieten auch Kinder oder Blumenmädchen, die vor der Braut hergehen, am Altar jedoch sofort zur Seite gehen sollten. Nun nehmen auch Trauzeugen rechts und links hinter dem Brautpaar Aufstellung.

    1. Bräutigam (geht rechts) und seine Mutter oder ein Trauzeuge
    2. Brautmutter und Vater des Bräutigams oder ein Trauzeuge
    3. Nahe Verwandte
    4. Alle anderen Gäste
    5. Blumenkinder
    6. Brautjungfern
    7. Braut (geht links) und Brautvater
      Beim Altar stehen Bräutigam rechts und die Braut links

    Beim Verlassen der Kirche

    Beim Verlassen der Kirche gehen zwei Blumenkinder voran, die den Weg mit Blüten bestreuen. Achtung! Die Braut geht jetzt zur Rechten des Bräutigams. Vergesst nicht, zwei Brautjungfern zu nominieren, die der Braut bei den Gratulationen die Blumen abnehmen.

    1. Blumenkinder
    2. Das Brautpaar
    3. Brautjungfern
    4. Eltern des Brautpaares
    5. Trauzeugen mit Partnern
    6. Der Rest der Hochzeitsgesellschaft

    Die Fahrt zur Tafel

    1. Das Auto des Brautpaares mit Chauffeur
    2. Die Eltern der Braut
    3. Die Eltern des Bräutigams
    4. Die Trauzeugen und Brautjungfern
    5. Nahe Verwandte
    6. Die restliche Hochzeitsgesellschaft
  • Hochzeitsbräuche – just married – Morgengabe

    Hochzeitsbräuche – just married – Morgengabe

    Hochzeitsbräuche – Just Married!

    Just Married

    Aus Übersee importiert wurde der Brauch, das Auto des Brautpaars mit  der Aufschrift „Just Married“ zu verzieren. Das Brautpaar wird von seinen Freunden & Verwandten sehr lautstark auf den Lebensweg geschickt, indem man ihm zahlreiche alte Dosen und Schuhe an die hintere Stoßstange des Autos bindet – zusätzlich wird dann noch ein Schild mit „Just Married“ am Auto befestigt. Der Lärm soll die Armut und die Bösen Geister für immer vertreiben.

    Just Married Hochzeitsauto

    Das „Wiegenholzführen“

    Das „Wiegenholzführen“ reihte sich unmittelbar an die Hochzeitsfeier. Hochzeitsführer und Gäste suchten im Wald einen Baumstamm, der unter Späßen ins Hochzeitshaus gebracht wurde. Wurde dieses vorerst versperrt, so schnitten die Männer draußen eine Scheibe vom Stamm ab und reichten die Holzstücke durch Fenster und Tür ins Haus. Der Brautführer musste damit die Braut „messen“. Da der Stamm meist einen genügend großen Umfang hat, wird beim Vergleich mit der Taille der Braut befriedigend festgestellt, dass die aus dem Baumstamm zu fertigende Wiege groß genug für Zwillinge wäre. In der Oststeiermark und dem Burgenland steht dieser Brauch im Zusammenhang mit dem „Blochziehen“ (das gehört wiederum zum Faschingsbrauchtum).

    Über die Schwelle tragen

    Hat das frischvermählte Paar die Hochzeitsfeier glücklich hinter sich gebracht, so kommt auf den Bräutigam nur mehr eine Kleinigkeit zu, die er aber sicherlich gerne auf sich nehmen wird.
    Wenn beide das erste Mal gemeinsam die neue Wohnung betreten, so muss der Bräutigam seine Braut über die Schwelle tragen. Dies hat der Überlieferung nach den Sinn – die Geister dahingehend zu täuschen, dass nur eine Person die Wohnung betritt.

    Die Morgengabe

    Nach der Hochzeitsnacht überreicht der Bräutigam seiner Braut die Morgengabe. Früher wurden der Braut in Adelskreisen Güter, Burgen und Ländereien zum Geschenk gemacht. Heute schenkt der Bräutigam eher goldene Schmuckstücke, Colliers oder Ohrgehänge. Natürlich darf auch die Braut dem Bräutigam eine Morgengabe überreichen.

  • Hochzeitsbräuche – das Hochzeitsfest

    Hochzeitsbräuche – das Hochzeitsfest

    Hochzeitsbräuche beim Hochzeitsfest

    Der Kranzltanz

    Das Abnehmen des Brautschleiers wird neben dem „Brautstraußwerfen“ oft als Höhepunkt des Hochzeitsfest angesehen. Die Brautmutter nimmt ihrer Tochter den Schleier ab und führt sie in den Kreis der ledigen Mädchen. Nun wird der Schleier von den Maiden über der Braut als Dach ausgebreitet. Um die Braut wird jetzt ein Reigen getanzt. Nach dem Tanz steckt die Braut den Schleier dem Mädchen auf, das ihrer Meinung nach die nächste Braut sein wird.
    (siehe auch: Der „Kranzltanz“ im 18. Jhdt)

    Brauttanz im Feld

    „Die Hochzeitssuppe salzen“

    Vor dem Hochzeitsmahl geht die Braut in die Küche, um die Suppe zu salzen und bedankt sich beim Küchenpersonal mit einem entsprechenden Trinkgeld für das hervorragende Hochzeitsessen.

    Der Brauttanz

     Unter der Leitung des Hochzeitsladers wird mit dem Brauttanz die Tanzfläche eröffnet. Den ersten Tanz tanzt das Brautpaar zusammen. Dann tanzen die Brautleute jeweils mit den Eltern, Geschwistern und Paten. Am Schluss gibt es ein Tänzchen mit dem Hochzeitslader, der die Braut wieder dem Bräutigam übergibt.

    Die Tänze werden durch die „Zuawi-geher“, „Nachigeher“, „Mosnaschützen“ und „Stücklpasser“ belebt. Dieses „Dreintanzen“ unbefugter Burschen war früher oftmals der Grund für eine ordentliche Rauferei. Erst nach diesem strikten Prozedere gibt der Hochzeitslader die Tanzfläche für die übrigen Gäste frei.

    Brautschuh versteigern

    Eine lustige und für das Brautpaar sehr einträgliche Art der Versteigerung ist es, den Schuh der Braut zum Verkauf anzubieten. Einer der Trauzeugen geht mit einem Hut herum und jeder Bieter legt den Differenzbetrag zum Gebot des Vorbieters in den Hut. Als Allerletzter bietet der Bräutigam. So besitzt seine Braut wieder ein komplettes Paar Schuhe und als Zugabe einen gut gefüllten Hut.

    Die Brautentführung

    Früher war die Brautentführung eine sehr ernste Sache, da es oft vorkam, dass die Braut schon bei der Hochzeitszeremonie entführt wurde. Wenn der Bräutigam auf seine Braut nicht aufpassen konnte, war er es auch nicht wert, sie zu heiraten. Heute dient dieser Brauch lediglich dazu, das Brautpaar für kurze Zeit zu trennen, um irgendwo einzukehren.

    Die Entführer sollten keinesfalls zu lange fortbleiben, da die „Übriggebliebenen“ sich langweilen und dadurch die gute Stimmung verloren gehen könnte. Der Bräutigam sollte übrigens den Brautstrauß besonders gut im Auge behalten, da ihn dieser beim Auslösen der Braut von der Zahlungspflicht entbindet und die Entführer die gemachte Zeche selbst bezahlen müssen.

  • Hochzeitsbrauch – Hochzeitslader

    Hochzeitsbräuche – Der Hochzeitslader

    Bei der ländlichen Hochzeit nimmt der Hochzeitslader neben dem Brautpaar die wichtigste Stellung in der Hochzeitsgesellschaft ein. Er trägt wesentlich dazu bei, alte Bräuche und Überlieferungen zu pflegen, aber auch neue Trends einfließen zu lassen.  Gute kommunikative Fähigkeiten und das Wissen um Hochzeitsbräuche und Hochzeitstraditionen sind Voraussetzung für dieses Ehrenamt. Ein Hochzeitslader ist im übertragenem Sinn der Regisseur einer Hochzeit. Er hat die Aufgabe, den Hochzeitstag bis zur letzten Stunde zu organisieren. Aber auch bei den Hochzeitsvorbereitungen steht er dem Brautpaar mit Rat und Tat zur Seite.

     

    Der Hochzeitslader übernimmt die Regie

    Der Hochzeitslader kann als Vorläufer des Wedding Planners gesehen werden, der heute viele Brautleute bei der Organisation ihrer Hochzeit unterstützt. Er weiß, wen das Brautpaar persönlich einladen muss,  welche Aufgaben die Kranzljungfrauen haben und dergleichen mehr. Er überbringt unter anderem die mündlichen Hochzeitseinladungen und  wählt das richtige Lokal und die Musikgruppe aus.

    Zeremonienmeister und Alleinunterhalter

    Ist der große Tag gekommen, kümmert sich der Hochzeitslader um den Abschied von Braut und Bräutigam von ihrem Elternhaus und begleitet beide auf ihrem Weg zur Trauung. Er stellt den Hochzeitszug zusammen, teilt die Sitzordnung in der Kirche nach bestehendem Brauchtum ein und hilft so allen Anwesenden beim reibungslosen Ablauf der Hochzeit. Ist die Zeremonie dann vorbei und das Gruppenfoto gemacht, stellt er den Hochzeitszug zusammen und die Hochzeitsgesellschaft macht sich auf den Weg zum Lokal. Dort angekommen hilft er allen, den richtigen Sitzplatz zu finden. Ab diesem Zeitpunkt ist der Hochzeitslader nicht mehr zu bremsen. Er singt, tanzt, lässt das Brautpaar hochleben, macht seine Späße und sorgt für gute Laune und den richtigen Rahmen. Nach dem Hochzeitsmahl sammelt der Hochzeitslader für die Musikanten ein Trinkgeld, wobei er meist einen Teller mit einem Notenblatt als Unterlage verwendet.

     

    Stilecht: Hut und Stecken

    Die Kleidung des Hochzeitladers ist der jeweiligen regionalen Tracht angepasst. Bestimmte Zier- und Schmuckgegenstände, vor allem der mit Blumen und Bändern geschmückte „Ladstecken“ sind die Kennzeichen des Hochzeitladers. Dieser wird einerseits mit dem historischen Botenstab  in Verbindung gebracht. Auch praktische Überlegungen sind hier eingeflossen: So konnte der Hochzeitslader bei den „Ladgängen“ mit dem Stab die Hunde fernhalten. Der Stab half auch, breitere Gräben und Hindernisse leichter zu überwinden. Oberstes Gebot: Die beiden aufgekranzten Utensilien des Hochzeitsladers, Hut und „Ladstecken“ dürfen von diesem nie aus den Augen gelassen werden.

    Hochzeitslader in Österreich

    Allein im Salzburger Flachgau gibt es heute mehr als 50 Hochzeitslader, im Pongau über 30 Hochzeitslader und zahlreiche weitere in den anderen Salzburger Gauen. Alljährlich treffen sich alle Salzburger Hochzeitslader auf Initiative der Salzburger Volkskultur zu einem Informations- und Gedankenaustausch. Aber auch in Niederösterreich und Oberösterreich wird der Hochzeitslader noch gerne der Hochzeitsgesellschaft beigezogen.

  • Hochzeitsbräuche – Hochzeitsspiele

    Hochzeitsbräuche – Hochzeitsspiele

    Hochzeitsbräuche – Die Hochzeitsspiele

    Seit jeher ist es üblich, die Hochzeitsgesellschaft mit speziellen Hochzeitsspielen zu unterhalten. Und auch heute noch sind sie geeignete Mittel, die Gäste vor, während und nach dem Hochzeitsfest bestens zu unterhalten. Sprecht euch mit dem Hochzeitslader (oder den Hochzeitsmusikern) ab. Er hat bestimmt ein paar gute Spiele parat, damit eure Hochzeitsfeier zu einem gelungenem Event wird!

    Hochzeitsspiel Baumsägen

    Brautaufwecken

    Der Hochzeitstag wird vielfach mit dem „Brautaufwecken“ eingeleitet. Die Burschen vom Ort kommen in den frühen Morgenstunden vor das Haus der Braut, um sie mit Böllerschüssen aufzuwecken. Dann wird sie von Freundinnen und den „Kranzldamen“ angekleidet.

    Das „Brautbegehren“

    Beim „Brautbegehren“ holt der Brautführer die Braut aus dem Elternhaus ab. Oft wird ihm dabei eine „falsche Braut“ angeboten. Viele lustige Sprüche begleiten diesen Vorgang. Im Anschluss daran wird den Hochzeitsgästen ein reichliches Frühstück gereicht. Früher fand es für die Angehörigen der Braut und des Bräutigams getrennt statt. Man traf sich erst wieder beim anschließenden Kirchgang.

    Das „Pfiaten“

    Der Kirchgang beginnt mit dem Verabschieden der Braut vom Elternhaus, dem sogenannten „Pfiaten“. Dabei hat sich die Braut früher vor ihren Eltern hingekniet und ihnen für erwiesene Wohltaten gedankt und gleichzeitig den Segen der Eltern erbeten.

    Im Wechselgebiet ist das „Brautausbitten“ üblich, wobei der Hochzeitslader im Namen der Braut bei den Eltern Abschied nimmt. Dann stellt er den Hochzeitszug zur Kirche zusammen. Den Hochzeitsgästen voran geht die Musik.

    Das „Fürziehen oder Absperren“

    Am Weg zur Kirche wird nicht selten das „Absperren“ durchgeführt. Dieses Wegabsperren mit einem Strick geht zurück auf die „Brautmaut“ (siehe: Hochzeiten in der Renaissance) und ist im ganzen Lande unter verschiedenen Namen üblich.

    Während die „Brautmaut“ in uralten Zeiten nur für die dorffremden Bräute üblich war, wird das „Absperren“ heute auch innerhalb des Dorfes durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit wird auch entsprechend „vermacht“, dabei werden Begebenheiten des Brautpaares aus ihrer Jugendzeit zum Vergnügen der Hochzeitsgesellschaft zum Besten gegeben.

    Das Überwinden des letzten Hindernisses besteht aus einer Spende an die Dorfburschen und -mädchen, aus deren Gemeinschaft das junge Paar nun ausscheidet. Im Gegenzug zur Spende reichen die jungen Leute den Hochzeitsgästen oft Wein. Erst wenn der letzte Hochzeitsgast davon getrunken hat, wird die Sperre aufgelöst.

    Das „Gatthhihosenlaufen“

    In einigen Flachgauer Orten findet auch heute noch manchmal ein Hochzeitslaufen statt. Dabei laufen die jungen ledigen Burschen der Hochzeitsgesellschaft nur mit der Unterhose (Gattihose) bekleidet, um die Wette. Der Hochzeitslader reicht den Läufern vor dem Start ein Glas Wein, gibt anschließend das Startzeichen und fungiert obendrein als Schiedsrichter.

    Das „Brautstehlen“ oder die „Brautentführung“

    In manchen Gegenden Österreichs ist die Tradition des „Brautstehlens“ noch immer sehr beliebt. Die Braut wird in ein Wirtshaus entführt, wo auf Kosten des Bräutigams kräftig gezecht wird. Im Anschluss daran geht es zum Hochzeitshaus, wo die Tür verschlossen ist. Oft steht vor dem Tor ein Tisch oder Sessel mit Brot, einem Glas Wasser (als Mahnung zur Sparsamkeit) und einem Besen. Die Hochzeitsgäste beobachten nun, wonach der Bräutigam zuerst greift. Manches Mal muss diese Zeremonie des Einlasses auch mit vielen Vierzeilern vom Brautlader erzwungen werden. Ab und zu tritt auch ein vermummtes Paar auf, welches ein angeblich uneheliches Kind (Puppe) vorweist. Auch diese Hindernisse müssen durch das Brautpaar mittels einer Spende überwunden werden.

    Im Burgenland und im Weinviertel wird an der Schwelle ein Blumentopf bzw. Teller zerbrochen. Die Braut muss die Scherben wegkehren und wird genau dabei beobachtet, ob sie „das Glück ins Haus hineinkehrt“.

  • Trauungszeremonie -Hochzeitsbräuche

    Trauungszeremonie -Hochzeitsbräuche

    Hochzeitsbräuche für die Trauungszeremonie

    Streng geheim: Das Hochzeitskleid

    In Österreich hat sich der schöne Brauch erhalten, dass die Braut ihr Hochzeitskleid dem Bräutigam bis zum großen Augenblick der Begegnung vor dem Altar vorenthält. Um so größer ist dann die Neugierde, Freude und Überraschung, wenn die Braut in ihrer umwerfend schöne Robe erscheint. Hartnäckig hält sich auch der Aberglaube, es bringt Unglück, wenn der Brautigam das Brautkleid vor der Trauung sieht.

     

    das blaue Strumpfband der Braut

    Etwas „Altes-Neues-Blaues-Geliehenes“

    Es ist üblich, dass die Braut am Tag ihrer Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geliehenes trägt. Die Überlieferung besagt, dass ihr dadurch viel Glück und eine sonnige Zukunft sicher sind.

    Das Streuen von Blumen

    Einer der schönsten Bräuche, den wir aus alten  Überlieferungen kennen, ist das Blumenstreuen. Dem Brautpaar soll durch das Streuen reicher Kindersegen beschert werden und den steinigen und beschwerlichen Weg der Ehe ebnen.

    Das Werfen von Reis

    Ähnlich wie das Blumenstreuen dient das Werfen von Reis der Bitte um Fruchtbarkeit für das Brautpaar. Diese Sitte stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum.

    Das Hochzeitsspalier

    Oft schreiten Brautpaare beim Verlassen der Kirche durch ein Spalier der Gäste und Freunde, die versuchen, das Paar am Durchlaufen zu hindern. Dahinter steckt die gemeinsame Überwindung von Stolpersteinen in der Ehe.

    Den Weg versperren

    Den Weg versperren ist ein in ländlichen Gegenden noch immer üblicher Brauch. Beim Verlassen der Kirche wird dem Brautpaar, meist von Kindern oder Burschen durch Bänder oder Schnüre der Weg versperrt. Sie müssen sich dann mit Geld, Wein oder Süßigkeiten den Weg in die Ehe freikaufen.

    Brautstrauß werfen

    Einer der Höhepunkte, weil von vielen unverheirateten Mädchen herbeigesehnter Moment der Hochzeitsfeier ist das Werfen des Brautstraußes. Die Braut dreht den unverheirateten Mädchen den Rücken zu und wirft den Brautstrauß hoch in die Luft. Diejenige, die ihn fängt, soll die nächste Braut sein.

    Strumpfband werfen

    Anschließend an das Werfen des Brautstraußes folgt ein sehr beliebter Brauch: das Werfen des Strumpfbandes. Diesmal sind es aber die unverheirateten Männer, die versuchen müssen, das von der Braut geworfene Strumpfband zu fangen. Der glückliche Fänger soll der nächste Bräutigam sein.

  • Hochzeitszeremonien – Trauung im Hinduismus

    Die hinduistische Hochzeit

    Eine hinduistische Trauung bedeutet jede Menge Bräuche, Rituale, lange klang- und farbenfrohe Feierlichkeiten voller Freude und Spaß. Indische Hochzeiten sprechen von der reichen Kultur, dem traditionellem Erbe und der ethnischer Identität des Landes. Jede Region folgt ihren eigenen althergebrachten Ritualen und Zeremonien.

    Eine Hochzeit ist in der hinduistischen Religion – im Gegensatz zum Buddhismus – eine bedeutende religiöse Zeremonie und eines der wichtigsten der 16 hinduistischen Sakramente oder Sanskars. Eine Hinduhochzeit symbolisiert das Zusammenkommen von gegenseitigem Verständnis, Hingabe, Liebe und Gegenliebe, Einheit und spirituellem Wachstum. Sie bedeutet mehr als nur Feiern, Freude und Spaß, sie verlangt Opferbereitschaft, Gemeinschaftsgefühl, Engagement und Einsatzbereitschaft.

     

    Hochzeitszeremonie im Freien

    Hindus betrachten die Hochzeit als eine Institution, die die Menschen die wahren Werte des Lebens lehrt. Die Ehe besiegelt nicht nur das Band zwischen zwei Menschen sondern auch zwischen zwei Familien. 

    Hinduhochzeiten werden meist von den Brauteltern ausgerichtet und finden an einem öffentlichen Ort statt, über den sich beide Brautfamilien miteinander einig werden. Die Hochzeitszeremonie findet in der Regel im Freien unter einem dekorierten Baldachin, dem Mandap, statt und wird von einem Brahmanenpriester durchgeführt.

    In Indien weiß man zu feiern: Hinduhochzeiten erstrecken sich schon mal über vier bis fünf Tage. Die Zeremonie unterteilt sich im Wesentlichen in drei Teile: Bräuche die der Hochzeit vorangehen, die eigentliche Hochzeitszeremonie und Bräuche nach der Hochzeit. Jedes einzelne Ritual hat eine tiefe Bedeutung und Absicht.

     

    Sterne bestimmen den Hochzeitstermin

    Als erstes errechnet ein Astrologe aus den Geburtsdaten des Paares das genaue Datum der Hochzeit. Die Hochzeit muss genau diesem Tag stattfinden. Dann folgt die Verlobung, bei der auch Ringe ausgetauscht werden.

    Am Tag vor der Hochzeit werden die Hände und Füße der Braut wunderschön mit Henna bemalt, an ihrem Hochzeitstag trägt sie einen weißen Sari, der Reinheit symbolisiert und im Laufe der Zeremonie durch einen roten Sari, ein Zeichen für Fruchtbarkeit, ausgetauscht wird.

    Die eigentliche Hochzeit beginnt damit, dass die Hand der Braut in die des Bräutigams gelegt wird und die beiden mit einem weißen Schal verbunden werden.

    Darauf folgt das Lawan Phere oder die vier Runden. Das Brautpaar schreitet vier Mal um das heilige Feuer, jede Runde symbolisiert ein anderes der Ziele des Hinduismus für eine glückliche Ehe: Glaube, finanzielle Stabilität, Fortpflanzung und Befreiung der Seele.

    Bedeutsamstes Ritual der Hindu-Hochzeit

    Das bedeutsamste Ritual ist das Saptapadi. Das Brautpaar schreitet gemeinsam sieben Schritte in Richtung Norden während der Priester die sieben Versprechen oder Schwüre verliest. Braut und Bräutigam geben sich ein Versprechen vor Gott, repräsentiert durch Licht und Feuer. Diese sieben Versprechen zusammen bilden den Grundstein für die Ehe, sie handeln von der Loyalität, Liebe und Hingabe die das Brautpaar während des Ehelebens miteinander teilt. Der Bräutigam malt der Braut als Zeichen der Zusammengehörigkeit einen roten Punkt auf die Stirn. Heute ist das Bindi ein Mode-Accessoire geworden, das von allen Frauen wie ein Schmuck getragen werden kann und hat seine ursprüngliche Bedeutung verloren.

    Farbenfrohe Hochzeitsfeier

    Nach einem Segen für das Brautpaar setzt sich die Hochzeitsgesellschaft zu einem reichlichen Hochzeitsmahl mit vielen Hochzeitsspielen. Die der Hochzeitszeremonie folgenden Rituale sind die emotionsgeladensten Momente, besonders wenn die Braut weit von ihrer Familie wegzieht: Die Braut verabschiedet sich von ihrer Familie und geht den ersten Schritt in Richtung ihres neuen Lebens im Haus ihres Ehemannes.

    Moderne Hindu-Hochzeiten enthalten nicht alle der traditionellen Elemente und sind dadurch kürzer. Das hängt von den heiratenden Paaren und ihren individuellen Wünschen, Lebensumständen sowie der Kastenzugehörigkeit und den finanziellen Möglichkeiten ab.

    Zu einer Hinduhochzeit gehört viel Musik, die sich Braut und Bräutigam aussuchen. Es wird meistens ein Mix der neuesten Bollywood Soundtracks, deren Texte alle sehr romantisch sind, gespielt!

  • Hochzeitsbudget – Hochzeitsfeier

    Hochzeitsbudget – Hochzeitsfeier

    Die Planung eures Hochzeitsbudgets

    Das Aufstellen eines Budgets entspricht zwar nicht dem Inbegriff der Romantik, bietet allerdings die Grundlage für eure gesamte Hochzeitsplanung. Denn wie viel ihr ausgeben könnt, bestimmt den Rahmen eurer Hochzeit.

    Hochzeitspaar Brautstrauß

    Location und Gästeliste

    Jede einzelne Entscheidung, die ihr trefft, wird davon beeinflusst wie viel das Brautkleid, der Fotograf, die Hochzeitstorte, die Location und all die anderen Dinge, die ihr euch wünscht, kosten dürfen. Die Kosten werden vor allem von der Zahl der eingeladenen Gäste und dem Ambiente, das ihr euch für eure Hochzeitsfeier wünscht, bestimmt. Erst wenn ihr wisst, wen ihr einladen möchtet und auf wessen Anwesenheit ihr verzichtet, könnt ihr einen Veranstaltungsort aussuchen. Denn ihr seid dann sicher, wie viele Leute dort Platz finden müssen. Die Länge Eurer Gästeliste bestimmt auch, wie viel ihr für Catering, Getränke, Transport und Give-Aways und andere Details ausgeben werdet. Stellt also die Gästeliste so früh wie möglich auf und lasst noch ein paar Plätze frei, wenn ihr kurzfristig jemanden einladen wollt.

    Fixpunkte im Budget

    Überlegt welche Ausgaben zur Gestaltung eurer Feier unbedingt notwendig sind und wer dafür aufkommen wird. Eine Klärung der Kostenaufteilung ist dabei sehr hilfreich. Besprecht am besten die Planung und die damit verbundenen Ausgaben mit beiden Familien. Als Richtwert könnt ihr bei etwa 50 Gästen mit 5.000 bis 10.000 € rechnen, für 80 Gäste müsst ihr bis zu 12.000 € einplanen. Und das betrifft nur die Feier selbst, dazu kommen noch die Ausgaben für Eheringe, Flitterwochen und Bekleidung.

    Hochzeits-Sponsoring

    Sucht euch Sponsoren für eure Hochzeit! Die Ausgaben, die ein Brautpaar für das Hochzeitsfest plant, sind immerhin auch vom sozialen Status abhängig. Ein Brautpaar, das knapp kalkulieren muss, darf durchaus seine Familie um Unterstützung bitten, indem es sich etwa Blumenschmuck, Fotoreportage oder Hochzeitskutsche als Hochzeitsgeschenk wünscht.
    Sparschwein

    Behaltet die Finanzen immer im Blick

    Wenn ihr euch über die Finanzen einig geworden seid, dann wisst ihr, in welchem Rahmen und in welcher Größe ihr die Feier planen könnt. Erkundigt euch nach durchschnittlichen Preisen für die einzelnen Posten und erstellt zuerst ein vorläufiges Budget. Schreibt euch alles auf, was ihr wirklich ausgebt, damit ihr den Überblick behaltet und nutzt Checklisten. Es müssen nicht immer teure und aufwendige Dinge sein, die das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis machen! Mit etwas Kreativität und Phantasie lässt sich auch mit einem kleinen Budget eine wirklich großartige Feier planen!

     

    Und wer zahlt eigentlich was?