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  • Guide für Hochzeitsgäste

    Guide für Hochzeitsgäste

    Adobe Stock, © Jacob Lund (#196530819)

    Hochzeitsgäste: Der perfekte Auftritt als Gast

    Eine Hochzeit ist einer der schönsten Tage im Leben eines Paares und Hochzeitsgäste spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie sorgen für Stimmung, unterstützen das Brautpaar und tragen zu einer unvergesslichen Atmosphäre bei. Doch was bedeutet es eigentlich, ein guter Hochzeitsgast zu sein? Welche Aufgaben können auf euch zukommen? Und worauf solltet ihr bei Outfit, Geschenk und Verhalten achten?

    In diesem umfassenden Guide erfahrt ihr alles, was ihr als Hochzeitsgäste wissen müsst: klar strukturiert, praxisnah und leicht verständlich.

    Die Rolle der Hochzeitsgäste: Mehr als nur Zuschauer

    Grundsätzlich sind Hochzeitsgäste Menschen, die dem Brautpaar nahestehen. Familie, enge Freunde oder auch geschätzte Kollegen. Ihre Anwesenheit verleiht dem Fest Bedeutung, Wärme und Emotion.

    Eine gut besuchte Hochzeit steht nicht nur symbolisch für Zusammenhalt und soziale Verbundenheit. Sie schafft auch bleibende Erinnerungen. Für viele Paare ist es besonders wichtig, diesen einzigartigen Tag mit ihren Lieblingsmenschen zu teilen.

    Emotionale Unterstützung am großen Tag
    Hochzeiten sind emotional, Freudentränen, Nervosität, Aufregung. Als Gäste habt ihr die Aufgabe, Ruhe, Freude und positive Energie zu vermitteln. Ein ehrliches Lächeln oder ein paar aufmunternde Worte können Wunder wirken.

    Praktische Unterstützung vor und während der Feier

    Vor der Hochzeit
    Bereits im Vorfeld könnt ihr eure Unterstützung anbieten. Vielleicht habt ihr besondere Fähigkeiten oder Kontakte? Fragt aktiv nach, ob Hilfe gewünscht ist, aber drängt euch nicht auf.

    • Unterstützung bei der Dekoration
    • Organisation von Programmpunkten
    • Empfehlung eines DJs oder Fotografen
    • Zubereitung von Desserts oder Kuchen

    Am Hochzeitstag selbst
    Auch am großen Tag kann eure Hilfe gefragt sein, etwa bei:

    • organisatorischen Kleinigkeiten
    • Vorbereitung der Location
    • Transport von Gästen
    • spontanen Problemlösungen

    Die Sonderrolle der Trauzeugen

    Eine besondere Verantwortung tragen die Trauzeugen. Sie sind oft stark in Planung und Organisation eingebunden. Die Rolle bringt Verantwortung mit sich, überlegt euch gut, bevor ihr zusagt.

    Typische Aufgaben:

    • Auswahl und Koordination von Dienstleistern
    • Unterstützung bei Brautkleid- und Anzugwahl
    • Planung von Junggesellenabschieden
    • Organisation von Gastgeschenken
    • Ansprechpartner während der Feier

    Das perfekte Outfit für Hochzeitsgäste

    Adobe Stock, © kostyazar (#198726039)

    Das richtige Styling ist für Hochzeitsgäste essenziell. Schließlich wollt ihr festlich erscheinen, ohne dem Brautpaar die Show zu stehlen.

    Gibt es einen Dresscode?
    Prüft zuerst die Einladung:

    • White Tie (sehr elegant)
    • Black Tie (Abendgarderobe)
    • Cocktail (gehoben, aber lockerer)
    • Mottohochzeit
    • Traditionelle Kleidung (z. B. Tracht)

    Im Zweifel lieber nachfragen. Ohne Dresscode seid ihr mit einem Anzug oder einem eleganten Kleid gut beraten.

    Outfit nach Jahreszeit

    Sommerhochzeit:

    • Leichte Stoffe
    • Helle Farben
    • Luftige Schnitte

    Winterhochzeit:

    • Lange Ärmel
    • Wärmende Materialien
    • Bodenlange Kleider oder elegante Anzüge
    • Stilvoller Mantel für Außenbereiche

    Wichtig ist: Ihr sollt euch wohlfühlen, weder frieren noch schwitzen.

    Geschenke Hochzeitsgäste
    Bild: Magda Ehlers / Pexels

    Das passende Hochzeitsgeschenk finden

    Ein Geschenk gehört zur Hochzeit traditionell dazu. Doch was ist angemessen?

    Geldgeschenke – sinnvoll oder unpersönlich?

    Vorteile:

    • Hoher praktischer Nutzen
    • Flexible Verwendung (Flitterwochen, Hausbau etc.)
    • Entlastung bei Hochzeitskosten

    Nachteile:

    • Wirkt manchmal wenig persönlich
    • Höhe des Betrags schwer einzuschätzen

    Tipp: Verpackt Geld kreativ oder kombiniert es mit einer persönlichen Karte.

    Persönliche Geschenkideen
    Alternativ könnt ihr auf Individualität setzen:

    • Erlebnisgeschenke (z. B. Wellness-Wochenende)
    • Dekoration fürs gemeinsame Zuhause
    • Geschenk passend zu gemeinsamen Hobbys
    • Selbst gestaltete Erinnerungsstücke

    Je persönlicher der Bezug, desto größer die Freude.

    Erlebnisgeschenke zur Hochzeit

    Neben klassischen Geldgeschenken sind Erlebnisgeschenke eine besonders persönliche Idee. Statt eines materiellen Gegenstands schenkt ihr dem Brautpaar unvergessliche Momente. Zum Beispiel ein romantisches Dinner, ein Wellness-Wochenende oder ein spannendes Abenteuer.

    Solche Geschenke schaffen Erinnerungen, die oft viel länger bleiben als Dinge. Wichtig ist, dass das Erlebnis zur Persönlichkeit des Paares passt.

    Angemessenes Verhalten auf der Hochzeitsfeier

    Adobe Stock, © ilfotokunst (#172395071)

    Hochzeitsgäste tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei. Respekt und Höflichkeit sind daher selbstverständlich.

    Respektvoller Umgang
    Auch wenn ihr nicht mit jedem Gast befreundet seid, bewahrt Professionalität. Konflikte haben auf einer Hochzeit nichts verloren.

    Alkoholkonsum im Blick behalten
    Feiern gehört dazu, doch übermäßiger Alkoholkonsum kann unangenehme Situationen verursachen. Achtet auf Maß und Stil..

    Do’s und Don’ts für Hochzeitsgäste

    Do’s:

    • Pünktlich erscheinen
    • Glückwünsche persönlich überbringen
    • Am Programm teilnehmen
    • Positive Stimmung verbreiten

    Don’ts:

    • Weiß tragen (als Frau)
    • Ungefragt Fotos veröffentlichen
    • Kritik äußern
    • Im Mittelpunkt stehen wollen

    Zusammengefasst

    Ohne Hochzeitsgäste wäre eine Hochzeit nur halb so emotional. Ihr sorgt für Lachen, Gespräche, Tanz und echte Erinnerungen. Mit dem richtigen Outfit, einem durchdachten Geschenk und angemessenem Verhalten tragt ihr aktiv dazu bei, dass dieser Tag unvergesslich bleibt.

    Denkt immer daran: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Wertschätzung, Respekt und echte Freude.

    Bildquellen:

    Bild 1: Adobe Stock, © Jacob Lund (#196530819)

    Bild 2: Adobe Stock, © kostyazar (#198726039)

    Bild 3: Adobe Stock, © ilfotokunst (#172395071)

  • Hochzeitscolourguide – blau, türkis & grün

    Colour me beautiful – Trendfarben zur Hochzeit

    Blau: So tief wie das Meer

    Farb-Signal royale Noblesse

    Zu den Trendfarben 2017 zählen die Blautöne Niagara und Lapis Blue. Blau fördert nicht nur die Kommunikation, sondern sogar die Intimität, was ja ab und an recht nützlich sein kann. Und noch etwas: Blau ist die Farbe, die Männer am häufigsten als ihre Lieblingsfarbe angeben.

    Farbenlehre – Blau

    § Die perfekten Begleiter: Weiß, Beige & dunkle Grautöne
    § Kontrastreich: Nude zum blauen Outfit
    § Verführerisches Farbduo: Braun mit Blau, ein mutiger Look, der an Eleganz und
       Extravaganz kaum zu überbieten ist
    § Klassisch: Traditionell trägt jede Braut an ihrem Hochzeitstag unter ihrem Hochzeitskleid
       auch etwas Blaues.

     

    Eine Frage des richtigen Tons!

    Blonde Haare brauchen dunkle Blautöne als Kontrast. Hellblau wirkt zu lieblich, blitzblau zu  schrill. Genau umgekehrt ist es bei dunklem Haar: es wird mit Blitzblau wunderbar kontrastiert, wogegen dunkelblau zu düster macht.

    Blaues Wunder: Lapis Blue

    Sie glitzert wie die Meeresoberfläche und ist ein echter Eyecatcher: Die Farbe Lapis Blue steht einfach jedem Typ und ist unglaublich vielseitig! Trage Aqua allover, mit weißen Accessoires und viel Silberschmuck oder um mit unterschiedlichen Nuancen Akzente setzen.

    Festmode in Türkis: Licht auf mich!

    Farb-Signal frivole Eleganz

    Diese Trendfarbe  ist eine Farbe für Mutige, denn mit Looks in frischem Türkis ziehst du garantiert alle Blicke auf dich. 

    Eine Frage des richtigen Tons!

    In Türkis sieht fast jede Frau frisch und jugendlich aus, die Strahlefarbe bringt jedoch besonders schön einen sonnengebräunten Teint zur Geltung. Make-up-Fiction: Zum türkisen Outfit ist ein Lippenstift in knalligem Orange perfekt, der Mund wird zum hypnotisierenden Blickfang. Kombiniere jedoch keine weiteren Farben dazu!

    Fresh & Easy

    Schlichte weiße Basics und Accessoires in Gold oder Silber bringen Türkis zum Leuchten.

     

    Evergreen(ery)

    Farb-Signal sexy Understatement

    Grün – egal, ob als glamouröses Chanelweibchen, exzentrische Bohémia oder konservative Lady: Mit der Farbe der Natur strahlt jede Frau frischen Sexappeal aus. Kein Wunder, im großen Spektrum von Mint- bis Olivgrün ist für jeden Typ der passende Ton dabei. Die Farbe der Hoffnung und des Glücks steht allerdings dunklen Haut- und Haartypen besser. 

    Eine Frage des richtigen Tons!

    Blondinen sollten unbedingt sehr dezente Grün-Nuancen, die fast schon ins Beige gehen, wählen. Dunkle und kräftige Töne wären zu kontrastreich. Apfelgrün zaubert besonders sehr hellen Blondinen gesunde Frische ins Gesicht.  Grünliche Limettentöne sind perfekt für dunkelhaarige Typen, Goldnuancen für Blondschöpfe. Rote Haare und Grün sehen avantgardistisch aus. Rosigem Schneewittchen-Teint schmeichelt ein dunkles Tannen- oder Flaschengrün.

    Farbenlehre – Grün

    § Die perfekten Begleiter: Rot, Gold, Blau & Schwarz
    § Kompetent: Verschärfe dein grünes Outfit mit dunklen, warmen Brombeertönen           
    § Kontrastreich: Gut harmoniert Grün mit anderen Erdtönen wie Braun, Beige und Kupfer
    § Olivgrün und Türiks? Mixe diese beiden Extreme nicht miteinander. Setze lieber auf
       die Kombination mit Schwarz.
    § Grün und Orange? In der Regel nein, es sei denn, man geht zu einer Motto-Party.

    True Green

    Grün von Kopf bis Fuß ist etwas für Profis, schnell bis du ein Shrek Look-Alike. Mode-Meisterinnen aber veredeln den Allover-Look mit Samt, Satin und Veloursleder – und es sieht phantastisch aus. Für zusätzliche Farb-Highlights sorgen leuchtende Accessoires in Rot und Gold. Dazu passt dezentes Make-up in Pastell.

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  • Kleidungstipps für Hochzeitsgäste

    Kleidungstipps für Hochzeitsgäste

    Perfekt gestylt: Kleidungstipps für Hochzeitsgäste

    Hurra, wir sind zur Hochzeit eingeladen! Aber was ziehen wir jetzt an? Wenn ihr nicht sicher seid, welches Outfit ihr als Hochzeitsgäste wählen sollt, schaut euch mal die Hochzeitseinladung genauer an. Viele Brautpaare erleichtern ihren Gästen die Beantwortung der Kleiderfrage und geben bereits in der Einladung Hinweise zum gewünschten Dresscode. Außer in Adelskreisen wird jedoch kaum ein Brautpaar auf die Idee kommen, um „White Tie“ – Herren im weißen Frack, Damen im Ballkleid – zu bitten. Lest zwischen den Zeilen: Die Wortwahl in der Hochzeitseinladung, das Ambiente der Location und die Jahreszeit sind ebenfalls aufschlussreich für die Wahl eurer Garderobe.

    Hochzeitsgäste

    Weiß trägt nur die Braut!

    Die Braut steht im Mittelpunkt, die Hochzeitsgäste dürfen ihr auf keinen Fall die Show stehlen. Die Farben Weiß und Ivory sind an ihrem großen Tag ausschließlich für die Braut bestimmt. Eine Ausnahme bildet nur das Hochzeitsmotto „Black & White“. Lange galt übrigens auch Schwarz als Farbe für die Damen als Tabu. Für Abendempfänge ist das „Kleine Schwarze“ heutzutage durchaus angemessen – vor allem mit stimmigen Accessoires, die diese seriöse, dunkle Farbe etwas auflockern.

    Kurz oder lang?

    Auch wenn keiner der Gäste besser angezogen sein sollte als das Brautpaar, ist es immer besser etwas overdressed zu sein, als zu lässig zu erscheinen. Wenn ihr über die vage Formulierung „festliche Abendgarderobe“ stolpert, bleibt auf der sicheren Seite und tragt dunken Anzug und lange Robe. Ob ein langes oder ein kurzes Kleid angemessen ist, hängt übrigens vom gesamten Rahmen der Feierlichkeiten ab. Denkt also immer ans Ambiente: Eine Hochzeit im Schloss verlangt ein anderes Outfit als eine lässige Strandhochzeit. Es ist kein Thema, beim Hochzeitspaar nachzufragen, wenn ihr euch so gar nicht sicher seid, welche Garderobe sich die beiden vorstellen. Damit zeigt ihr, dass ihr euch Gedanken macht und dass euch die Wünsche des Brautpaars wichtig sind.

     

    Getting organised for a wonderful wedding tomorrow! Now to decide how to do my hair!

    Nackte Haut?

    In knappen Minröcken viel Bein zu zeigen und mit tiefen Ausschnitten ebensolche Einblicke zu gewähren ist auf Hochzeiten entbehrlich. Als Hochzeitsgast sind religiöse Bräuche auch hinsichtlich der Kleidung zu respektieren: In der Kirche gilt eine dezente Kleiderwahl als angemessen,  nackte Schultern und Oberarme werden am besten mit einem Bolero oder einer Stola bedeckt.

    Klassiker: der dunkle Anzug

    Herren wird die Kleiderwahl insofern etwas erleichtert, weil sie mit einem eleganten, dunklen Anzug in Schwarz, Dunkelblau oder Grau immer richtig liegen. Wichtig ist es jedoch, auf wild gemusterte Krawatten zu verzichten und passende dunkle Socken zu tragen.

     

    Besser nicht: Stilettos beim Gartenfest

    Gerade im Sommer feiern viele Brautpaare unter freiem Himmel, gerne im Garten eines Lokals. In diesem Fall solltet ihr euch die Kleider- und vor allem die Schuhwahl gut überlegen: Im Kopfsteinpflaster oder auf Rasenflächen bleiben Stiletto-Absätzen leicht stecken. Ebenso fehl am Platze sind in diesem Fall bodenlange, festliche Abendroben. Wird gar eine rustikale Gartenparty gefeiert, könnt ihr die festliche Abendmode getrost im Schrank lassen.

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  • No-Goes bei der Hochzeit

    No-Goes bei der Hochzeit

    No-Goes bei der Hochzeit

    Jeans und Turnschuhe als Festbekleidung, laut vernehmbares lästern über das Brautkleid, klingelnde Handys statt läutender Hochzeitsglocken – geht es noch peinlicher? Was Du als Hochzeitsgast unbedingt vermeiden solltest, haben wir in einem kleinen Hochzeits-Knigge für Dich zusammengestellt. Denk daran, dass die Hochzeitsfeier der große Tag des Brautpaares ist. Unterlasse deshalb alles, was dem Brautpaar die Show stiehlt, peinliche Situationen hervorruft und dem Tag die festliche Stimmung raubt. Genießt  die Feier, seid  charmant und helft da, wo ihr darum gebeten werdet, mit Herz und Verstand.

    Ganz in Weiß – das Privileg der Braut

    Der allergrößte Faux-Pas bei einer Hochzeit ist, als Gast im weißen Kleid zu erscheinen – es sei denn, die Braut hat für euch als Brautjungfern weiße Kleider ausgewählt. Sollte die Braut kein Weiß tragen, sondern etwa Rot, dann sollte sie es mit „Die Braut trägt Rot“ in der Hochzeitseinladung ankündigen. Für die Gäste gilt somit der Dresscode „everthing but red„. Ganz in Schwarz aufzutauchen ist übrigens auch kein guter Gedanke, schließlich handelt es sich um eine Hochzeit und nicht um eine Beerdigung.

    Anlass- & FestmodeDresscode ignorieren

    In der Hochzeitseinladung werden die Gäste gebeten, durch ihre Kleidung einen der Feierlichkeit angemessenen Grad der Förmlichkeit auszudrücken. Wie hoch dieser Grad ist, bleibt dem Brautpaar überlassen. Findet ein Hochzeitsgast den Dresscode übertrieben oder ist ganz und gar ein Modemuffel?

    Das Brautpaar hat sich beim Festlegen des Dresscodes etwas gedacht und wem die Idee nicht gefällt, der sollte der Hochzeit lieber fernbleiben als in unpassender Kleidung zu erscheinen. Hast du keine angemessene Garderobe im Schrank? Dann bietet sich hier eine gute Gelegenheit, mal wieder shoppen zu gehen oder den Verleihservice eines guten Modehauses auszuprobieren.

    Der Dresscode kann zwar individuell ausgelegt werden, muss aber unbedingt erfüllt werden. A propos Individualität: tiefe Rückenausschnitte, sexy Minikleider und enge Corsagen sind absolute NoGoes. Schulterfreie Oberteile sind in Ordnung, in der Kirche ist ein Bolero oder ein Schultertuch auch heute noch angemessen.

    Sich in den Vordergrund drängen

    Der Hochzeitstag gehört dem Brautpaar! Eine Trauzeugin, die sich im sexy Glamour-Look in Szene setzt, ein Festredner der sich selbst am liebsten reden hört und kein Ende findet, eine Brautmutter, die alles an sich reißt oder ein Brautvater, der wiederholt laut verkündet, endlich alle seine Töchter unter die Haube gebracht zu haben: Alles schon da gewesen, aber auf einer Hochzeit absolut unmöglich. Zurückhaltung gilt nicht nur für das Outfit und die Rede, sondern für das gesamte Verhalten an diesem Tag.

    Zu spät kommen

    Bei einer Hochzeit darf einzig und allein die Braut zu spät kommen. Und das auch nur, um sicher zu gehen, dass alle Gäste ihren Platz gefunden haben und der Mittelgang zum Altar frei von Gewusel jeder Art ist. Es ist eine Selbstverständlichkeit, Kinderwägen in den Seitengängen abzustellen und auch zum Fotografieren nicht im Mittelgang umher zu eilen. Je größer die Hochzeit ist, umso früher solltest du da sein. Spätestens eine viertel Stunde vor Beginn der Hochzeit sollten alle Hochzeitsgäste in der Kirche sein. Überlasst die vorderen Bänke den engeren Verwandten, insbesondere wenn das Brautpaar darum bittet. Knarrende Kirchentüren stellen zu spät Kommende gern in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Und wenn Du doch zu spät dran bist? Bleibe in den hinteren Reihen und nimm am Rand Platz. Verhalte dich leise und unauffällig und fordere auf gar keinen Fall Leute in den vorderen Reihen, für dich Platz zu machen.

    Auffälliges Verhalten in der Kirche

    Viele Menschen betreten eine Kirche nur noch zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Es besteht kein Zwang mitzusingen und zu beten. Vermeide es aber, aufzufallen. Macht sich ein Hochzeitspaar die Mühe, für die Hochzeitsmesse eigene Text- und Singbücher vorzubereiten, vergibt sich kein Hochzeitsgast etwas, wenn er mitsingt. Beten kann nur, wer gläubig ist, aber jeder sollte mitmachen, wo er mitmachen kann. Es gehört sich nicht, sitzen zu bleiben, wenn alle zum Evangelium aufstehen und damit absolutes Desinteresse zu zeigen. Wer keinen Respekt vor kirchlichen Traditionen hat, sollte zumindest den Wunsch des Brautpaares nach einer kirchlichen Trauung respektieren und sich dem Anlass entsprechend verhalten. Wer gebeten wird, eine Fürbitte zu halten, sollte sich Gedanken machen, was er für das Brautpaar erbitten möchte und diese Bitte von ganzen Herzen vortragen.

    Die Brautleute in Verlegenheit bringen

    Keine Frage – charmante Anspielungen auf kleinere Missgeschicke, die den Brautleuten in der Vergangenheit passiert sind, lockern Reden und Ansprachen auf und sorgen für Heiterkeit. Übertreibt es der Redner, sorgen anzügliche Spitzen und pikante Details allerdings für Tränen. Auf gar keinen Fall darf ein Redner etwas sagen oder tun, das die Braut in schlechtem Licht erscheinen lässt. Das ist überflüssig, gemein und peinlich. Bei einer Hochzeitsrede kommt es darauf an, lobende, wertschätzende Worte für Braut und Bräutigam zu finden und witzige Anekdoten, in denen das Brautpaar eine Situation gerettet oder zum Besseren gewendet hat zum Besten zu geben.

    Entgleisende Brautentführungen und andere Katastrophen

    Hochzeitsspiele sind dafür gedacht, den Abend aufzulockern. Wer Spiele veranstalten möchte, sollte sich unbedingt mit den Trauzeugen absprechen und bei der Auswahl der Spiele Geschick und Geschmack beweisen. Tabu ist auch hier alles, was die Brautleute in Verlegenheit bringen könnte. Insbesondere Spiele, die auf das Sexualleben von Braut und Bräutigam abzielen, rutschen schnell ins Peinliche ab. So etwas passt eher auf einen Junggesellenabschied, eine Hochzeit ist ein romantischer und feierlicher Anlass und kein Forum für Selbstdarsteller. Fotopräsentationen müssen unbedingt abgesprochen werden, absolut unangebracht sind Nacktfotos. Wer eine Brautentführung plant, sollte in jedem Fall dafür sorgen, dass der Bräutigam die Braut in einem angemessenen Zeitraum findet. Hochzeiten, auf denen Das Brautpaar stundenlang fehlt, entgleisen für die Gäste oft zu langweiligen Wartepartien. Denn was ist eine Hochzeitsfeier schon ohne das Brautpaar?

    Übermäßiger AlkoholkonsumÜbermäßiger Alkoholkonsum

    Betrunken herumpöbelnde Gäste, ein Bräutigam der während der Hochzeitsfeier aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums schlafend unter dem Buffet liegt, ein mehr als leicht angeheiterter Brautvater, der mit peinlichen Details aus dem Teenagerleben seiner Tochter reüssieren möchte – das sind leicht vermeidbare Ärgernisse. Beherrschung und Zurückhaltung beim Alkoholkonsum ist angesagt – auch wenn der Wein noch so gut mundet!

    Unpassende Geschenke

    Manche Menschen freuen sich über spaßige Geschenke – oder tun zumindest so. Die meisten Spaßgeschenke sind allerdings unpassend und können als sehr abwertend und bloßstellend empfunden werden. Eine Kiste Sexspielzeug oder Babyausstattung ist absolut unmöglich. Auch Haushaltsgeräte sind unpassend, es sei denn, das Paar hat sie auf der Geschenkliste stehen. Wer ein persönliches Geschenk außerhalb der Liste machen möchte, sollte sich bei Trauzeugen oder dem Brautpaar erkundigen, ob die Gabe auch gut aufgenommen wird.

    Lästern

    Du findest das Brautkleid übertrieben? Das Essen schmeckt dir nicht und die Location ist ungemütlich? Beherrsche dich und behalte dein Urteil für dich. Die Hochzeit soll für das Brautpaar ein unvergesslich schöner Tag sein, böse Worte verderben die Stimmung und sind unangebracht.